Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag Super Size Me
Super Size Me oder: Barrapabapaaaa, I'm luvin' it Morgan Spurlock hat für dieses Erstlingswerk den begehrten Regiepreis des Sundance Festivals nach Hause genommen. Die Kritiker loben den Film, und er hat es sogar, trotz wenigen Kopien, in die Top 10 der US-Kinocharts geschafft. Leider kann ich mich dieser Euphorie nicht anschliessen. Das Experiment, das im Mittelpunkt steht, dient vor allem zur Selbstdarstellung. So macht Spurlock trotz ernsten Warnungen des Arztes am 21. Tag weiter. Das ist verantwortungslos und blöd, finde ich, da sein Statement auch so klar gemacht wurde. Aber dieser ganze Doku-Soap Gimmick (seine Freundin ist eine veganische Köchin... Zufall?) ist nun mal gut vermarktbar. Und auch zwischen den Bildern des essenden Spurlock bleiben die meisten gestellten Fragen zur Fettleibigkeit in den USA unbeantwortet. Themen werden aufgegriffen, nur um sie wieder fallen zu lassen. Klar sind die lustigen Trickfilmchen und schnell zusammengeschnittenen Interviews köstlich amüsant und unheimlich unterhaltsam. Doch leider fehlt es dem Film an Informationen, während andere überflüssig sind. Was der Film erreicht hat ist, dass ich mir viele Gedanken über die angesprochenen Themen gemacht habe, was sicher positiv ist. Doch umso mehr ich mich mit dem Film nach der Sichtung befasst habe, umso mehr Mängel konnte ich feststellen. Der Film ist unterhaltsam, bietet einige erschreckende Fakten zur Fettleibigkeit in den USA und hat einige Lacher auf seiner Seite. Beim zweiten Hingucken entpuppt sich das ganze doch eher als egomanisches Projekt mit viel Style und wenig Substanz, während man bei Michael Moore doch viel mehr das Gefühl hatte, dass ihm seine Anliegen wichtig sind. |
Zu diesem Thema wurden insgesamt 23 Beiträge geschrieben.
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moore hätte man dieses experiment,allein von seinem"äusseren" her durchaus |
Man darf Morgan Spurlock ruhig "Showmanship" vorwerfen. Ich nehme ihm zum Beispiel nicht ab, dass er für den Verzehr eines Super Size Menus (Ein grosser Burger, viele viele Pommes Frites und einen halber Liter Coke) fast eine halbe Stunde braucht und schlussendlich kotzen muss. Nach solchen Szenen machen sich dann auch Zweifel breit über die geschockten Doktorengesichter, die es fast nicht glauben können, wie schlecht es Spurlock am Ende des Experiments geht. Was ist hier noch gespielt und was echte Bestürzung? Aber ohne eine Spur "Showmanship" wird man in Amerika nicht erhört und deshalb sollte man es ihm nicht ankreiden. Um die USA geht es Spurlock in erster Linie. Das Land, wo das Problem der Fettleibigkeit am gravierendsten ist. Dies wird für Schweizer Zuschauer auf äusserst langweilige Art und Weise klar, wenn es im Film um die Mensa-Esskultur an den US-Schulen geht. Womit wir hier überhaupt nichts anfangen können, und die in den Berichten in den Schweizer Medien auch gefliessentlich verschwiegen wurde. Man hat sich vor allem auf das Duell normalgewichtiger junger Mann gegen Hamburgerriese konzentriert. Dass sich Spurlock aber auf McDonalds einschiesst ist sein gutes Recht. Er beweist es im Film mit der Dichte an Filialen auf der Insel Manhatten, die alle andere Ketten übertrifft. McDonalds sind die grössten im Business und sie richten deshalb auch am meisten Schaden an. Dazu sind sie die die "kinderfreundlichsten", sitzen beim Happy Meal im selben Boot mit Disney und machen diese ollen Kindergeburtstage. McDonalds ist einfach der simplifizierte Bösewicht an dessen Stelle aber alle Produzenten von zucker- und fetthaltiger Nahrung stehen können. Verzichte ich auf Cremeschnitten von der Migros oder den feinen Kebab zwischendurch, wegen diesem Film? Sicher nicht! I'm loving it too much. Und dass ich, wenn ich Junk Food esse, mich nicht gesund ernähre, hätte ich auch ohne Super Size Me gewusst. Deshalb hatte ich einfach Spass, dem schlappen Spurlock zuzusehen, hörte mit Freude von der Abschaffung der SuperSize Menus nach der Premiere am Sundance-Festival und staunte über die riesigen Bechergrössen in den USA, wo halt alles ein bisschen grösser ist. Die Schocktherapie, die Super Size Me aber sein will, war es nicht für mich. |
muss sagen,ich war irgendwie schockiert,was die amis so alles "reinwürgen" und vor allem big-size,ich hab schon mühe wenn ich ein 3dl cola bestelle (oder bestellt habe |
...sick... |
Hat mir gut gefallen, diese Reportage über McStomachache und McPotenzproblem. Anfänglich eher lustig und zum lachen, gehts gegen Ende (nachdem der Tester von seinen Doktoren die Warnung bekommen hat, doch aufzuhören) doch ernster zu, als ich mir das vorgestellt hatte. Und drum ist gegen Schluss auch ein bisschen die Luft raus. Grundsätzlich gewinnt man keine neuen Einblicke in die Tiefen Welten des Fastfoods. Allerdings kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass so ein Super-Size-Menu alleine praktisch nicht zu schaffen ist und man sogar zu zweit Mühe hat, alles aufzuessen, resp. die 2 Liter Getränk runter zu bringen. Anyway, war teilweise sehr lustig, informativ (5 Produkte im ganzen Mc-Sortiment haben keinen Zucker. 5!) und die Lust auf Fast Food vergeht einem definitiv. Vor allem wenn man sieht, wie die ChickenNuggets hergestellt werden... |
Zitat muri (2004-09-10 08:14:40)
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haha, wirklich unterhaltsam, wenn auch oberflächlich. die probleme werden wirklich nur sehr oberflächlich abgehandelt. anfangs wirklich lustig. und obwohl mans besser wissen sollte: nach dem genuss des filmes hätt ich wirklich lust auf nen mc bacon ;) kein scherz... mmmh! |
Zitat Ghost_Dog (2005-10-25 21:52:04)
Wirklich? |
Super Size Me, oder die sprichwörtliche Fast Food Variante von "Bowling for Columbine", erzählt den Verlauf eines Experimentes, das wohl nur einem Amerikaner in den Sinn kommen kann. 30 Tage nur McDonalds Food in allen Variationen und 9 Mal in Super Size. Was anfänglich als interessantes Experiment anfängt, das auch die Ärzte nur als Spielerei abtun und als recht ungefährlich, entwickelt sich in ein ernsthaft Gesundheitgefärdendes Unterfangen das auch beim Notartzt enden könnte. Anfänglich startet es sehr Dicht mit vielen Infos und auch beängstigenden Vergleichen, das ernsthaft an dem ganzen System zweifeln lässt. Nach einem sehr dichten ersten Teil wird es langsam süffig und nur wenig neue Infos werden präsentiert und beschränkt sich darauf, auf dem Ernährungssysem der Schulen herumzuhacken und sich immer schlechtere Resultate von den Ärzten zu geben. Spätestens als er dann sein Super Size Menu aus dem Fenster kotzt und seine Freundin über ein langweiliges Sex-Leben klagt wissen wir Fast Food ist nichts gutes und dann bietet auch der Film keine grossen Überraschungen mehr. Einzig das "Appetitliche Experiment" in den Deletet Szenes bietet noch etwas zum grinsen, was mit einem Big Mac geschieht, wenn man ihn 10 Wochen lang herumliegen lässt. Erstaunlich was sich da für eiszeitartige Pilzkuluren Bilden und genauso erstaunlich ist es wie die Pommes Frites nach 10 Wochen immer noch gleich aussehen wie am ersten Tag. Und das muss mein Magen verdauen, "en guete" sage ich da nur. Fazit: Eine anfänglich sehr unterhaltende Doku, bietet dann aber gegen Ende nicht mehr viel neues. Die einen werden sich bestätigt fühlen, andere werden kaum beeindruckt sein. |
Super Size me ist wirklich ein eindrücklicher Film. Obwohl man (auf jeden Fall hier zu lande) schon recht gut auf die ganze Problematik sensibilisiert ist. Nichts desto trotz hab ich jetzt auch Lust auf nen Cheeseburger ;-) |
Nix, was mich vom Hocker reissen würde, das meine ich aber nicht unbedingt im negativen Sinne. Der Film ist witzig und informativ, doch wirklich was hängen bleibt da nicht. Suoer Size Me ist gut zum einmal schauen und wieder vergessen. |
Der Film wird leider viel zu oft als eine Art Komödie gesehen und verliert seinen ernsten, schokierenden Aspekt bei den meisten schon im Vorfeld. Jeder weiss, dass Fast Food dick macht und das man zu viel essen kotzen muss. Aber durch den humorvollen Umgang mit genau solchen Themen gingen wichtige Sachen unter. Zum Beispiel dass McDonalds korrupt ist und Kinder beeinflusst. |
Zitat CodyMaverick (2007-10-14 22:16:53)
Vor etwa zwei Jahren haben wir in der Schule mal eine Umfrage zum Thema "Fast Food" gemacht. Einem der Befragten stellten wir die Frage: "Finden Sie die Art, wie McDonald's o.ä. die Kinder in ihre Lokale lockt, gut?" Der Befragte dachte einen Moment nach und gab die Antwort: "Eigentlich ist es an sich ja keine gute Sache, Kinder zu 'manipulieren', aber vor allem McDonald's macht das noch ziemlich sympathisch" Ahja, noch eine Frage: In welcher Hinsicht ist McD korrupt? [Editiert von El Chupanebrey am 2007-10-15 17:48:12] |
Alleine die Tatsache dass McDonalds einen Clown als Maskottchen hat, sagt wohl alles. |
Zitat El Chupanebrey (2007-10-15 17:45:44)
das meinst du aber jetzt nicht ernst oder? |
Zitat pb (2007-10-15 22:04:34)
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Zitat gargamel (2007-10-15 22:25:12)
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Zitat gargamel (2007-10-15 22:25:12)
aaaah ja, gaaanz sympathisch... |
Super Size Me war gestern......jetzt gibts Super High Me! |
Is Spurlock eigentlich mal in den Sinn gekommen, dass er durch diesen Film im Prinzip auch nur Werbung für McDonalds macht? |
Zitat CodyMaverick (2008-05-15 22:26:40)
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Ganz gute Dokumentation. Der grosse Pluspunkt ist bestimmt die Thematik. Welche Person fühlt sich nicht von McDonald angesprochen [Editiert von ()=() am 2009-11-10 20:50:21] |

