Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag Agents secrets
Agents secrets oder: Q wo ist mein Austin? James Bond. Der coolste Agent überhaupt. Ständig auf Reisen zu den exotischsten Orten dieser Erde, ausgerüstet mit dem besten Spielzeug für grosse Jungs und die Frauen, nun ja, sie liegen ihm zu Füssen. Um all das geht's hier nicht. Agenten leben gefährlich und Handeln im Auftrag von Leuten von denen sie nur meinen zu sie wissen was sie tun. Der Film vermittelt einen realistischen Einblick in das triste Leben von Geheimagenten. Diesen Eindruck hinterlässt er jedenfalls. Keine grossen Spezialeffekte und Explosionen. Keine endlosen Fights mit Gran Finale. Ständig auf der Hut und auf alles gefasst sein. Schlechte Voraussetzungen für ein angenehmes Leben. Die Geschichte wird sehr langsam erzählt. Vor allem in der ersten Hälfte passiert nicht viel, was eher langwierig daherkommt. Dann geht es aber schneller vorwärts und der passive Zuschauer hat unter Umständen Mühe überall mitzukommen. Das Ganze wird als Ausschnitt aus dem Leben zweier Geheimagenten präsentiert und schliesst mit einem offenen Ende. Das würde nicht stören, wenn einem der Streifen dann ein klares Fazit böte. Doch die Hauptaussage des Films ist eigentlich, dass das Leben eines Agenten - entgegen der weit verbreiteten Bild - alles andere als rosig ist. Vielmehr trist, einsam und manchmal brutal. Und da auch auf für das Genre typische Elemente wie coole Gadgets, die neusten Waffen und die gewisse Erotik weggelassen wurden, fragt man sich bald mal, wieso denn einen Agentenfilm drehen bzw. schauen? Denn Mitleid für Agenten, die berufshalber auch mal unschuldige Menschen töten, kann ja auch nicht erwartet werden. 2-3 Szenen fallen besonders auf. Es sind jene in denen Brisseau und Barbara Träumen, was man aber meist erst nachher merkt, da sie nahtlos eingefügt sind. Ein dramaturgisches Element, das hier gut umgesetzt wurde. Übrigens noch besser umgesetzt wurde es in der TV-Serie Six Feet Under, in mindestens einer Episode. Sehenswert. Schauspielerisch gibt es keine Extreme. Die meisten Personen werden glaubwürdig verkörpert, wobei die Agents Secrets charakterlich nicht viel preisgeben. Mit Emotionen wird gespart, was auch Auswirkungen aufs Kinoerlebnis zu haben scheint. Nicht empfehlen kann ich den Film Leuten die XXX toll finden. Vor allem am Anfang braucht es viel Geduld und Actionszenen hat der Film nur wenige (Ein Autocrash auf einer Schweizer Autobahn ist aber toll gemacht). Nach der Pause aber bietet sich dem Zuschauer dann ein Bild vom Geheimagenten wie man es nicht oft sieht. Sicher realistischer als in vielen anderen Filmen wird gezeigt wie man als Agent selten weiss, wieso man was tut und welche Konsequenzen das haben wird. Der Agent als Marionette seiner Auftraggeber, der in einer grauen Welt zwischen schwarz und weiss lebt. Gut und Böse gibt es nicht. Moral ist nicht gefragt. Nur Gehorsam und Loyalität, sonst steht man bald selbst zwischen den Fronten der internationalen geheimen Organisationen. |
ich glaube nicht dass der film hier irgendwo laufen wird aber ein [Editiert von 'papp' am 29 Mai 2004 23:26:04] |
vincent cassel und monica bellucci versprechen zwar rein von den namen her einiges....ich werde mir ihn auf jeden fall ansehen.... |
Zitat pf (2004-05-29 11:21:00)
Ehem, pf, was willst du denn damit sagen...? |
Zitat pf (2004-05-29 11:21:00)
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Hey Jungs und Mädels, damit kann ich gar nicht euch gemeint haben. Würd ich mir nie erlauben. Ich spreche da von der zweiten Hälfte des Films, von der ich nicht sagen kann, ich hätte 100pro alles geschnallt. Also höchstens ein ganz kleines Stösschen mit dem Ellbogen oder so. Nur so ganz fein: |
Ich bin beruhigt. Wenn rs auch nicht gestiegen ist, dann kann es nicht nur an den körperlichen Vorzügen von Signora Bellucci gelegen haben, dass die Story den Herren th und pf konfus erschien. |
ich habe den film im hb in zürich gesehen. endlich mal ein agentenfilm, der auch die andere, schmutzige seite dieses jobs zeigt. für leute, die nicht nur 08/15 hollywood-action filme konsumieren, ist der film durchaus interessant. vor allem vincent cassel liefert eine prima darstellung ab. |
Wann gibts ne deutsche DVD? |
lief heute abend im tv, durch und durch toller film. sowohl bellucci als auch ihr ehegespons spielen klasse, ein kleiner abzug vielleicht weil cassel doch etwas zuviel glück hatte... |
Düsterer und spannender Agententhriller ohne James Bond Klisches und optisch Vergleichbar mit einer actionarmeren Version von Bourne! Der Streifen behandelt genau das was die Stellenanzeige des "Agenten" verschweigt! Der Verrat an der eigenen Person, die Tatsache das man nichts anderes ist als Spielball der Politik, die seelischen Zerissenheit wegen nicht geduldeter Leidenschaften und nicht zuletzt die Gefahr jederzeit eliminiert zu werden, nur weil man involviert ist in den ganzen Kuchen! Cassel und Bellucci einmal mehr Top zusammen auf der Leinwand! Und auch der restliche weitgehend umbekannte französische Cast spielt dem Film entsprechend Glaubwürdig! |

