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The Last Samurai


In den 80-er Jahren machte sich Richard Chamberlain (Dornenvögel) schon einmal auf, um in Shogun die Sitten, Weisheiten und Kampftechniken des Ostens zu lernen. Auf seinen Spuren wandelt nun Tom Cruise. Und er wandelt recht beeindruckend....

Die Geschichte vom müden, kaputten und schlussendlich geläuterten Kriegshelden ist zwar nicht neu, wird hier aber durch imposante Landschaften, herrliche Einblicke in die Kultur Japans und ganz starke Schauspieler, überzeugend erzählt. Man nimmt den Figuren jederzeit ihren Hintergrund ab und fühlt sogar eine gewissen Sympathie für einige von ihnen.

Natürlich dreht sich der ganze Film um Tom Cruise. Er ist der Mann, dessen Namen den Film verkauft, dessen Gesicht man kennt und dessen Filmfigur die Hauptrolle spielt. Und er spielt absolut überzeugend und glaubwürdig. Kaum zu glauben, dass dem übermütigen Piloten aus Top Gun oder dem Cocktail-mixenden Baarkeeper aus Cocktail einmal eine solche Leistung gelingt. Aber wie ist das mit dem Wein und dem Alter....?

Dass er trotzdem noch von einem Schauspieler übertroffen wird, spricht nicht gegen Cruise, sondern für Ken Watanabe, der mit einem solchen Charisma und solcher Überzeugungskraft präsent ist, dass ihm nicht umsonst diese hervorragende Leistung eine Oscar-Nomination als bester Nebendarsteller eingebracht hat. Man darf sich auf den neuen Batman-Film freuen, wo Watanabe ja ebenfalls eine grössere Rolle spielen soll...

Fazit: Filme wie The last Samurai sollten eigentlich auf Grossleinwand angeschaut werden. Denn nur dort kommt richtig rüber, wie gewaltig, laut und pompös dieser Film doch ist. Klar, auf dem Heim-Kino sind die Geschichte und die Schauspieler nicht minder überzeugend, aber für solche Filme wurden halt die grossen Kinosääle gebaut. Herrliche Bilder, tragische Momente, spannende Geschichten, blutige Schlachten und östliche Traditionen, Weisheiten und Einflüsse machen aus dem Film ein absolutes Highlight. Wer sich 2,5 Stunden in diesem Film versetzen lässt, wird sich wünschen, die nächsten Ferien in Japan zu verbringen und mehr über die geheimnisvolle Kunst des Samurai zu lernen. Dass es gegen Ende ein bisschen langatmig wird, verhindert, dass ich dem Film die Höchstwertung geben kann. Aber dennoch, der Film ist klasse und man wünscht sich mehr solcher Werke....

Die vorliegende 2-Disc-Edition wird (logischerweise) in 2 Disks geliefert. Auf der ersten DVD ist der ganze Film in verschiedenen Versionen zu sehen, welcher mit einem Original-Kommentar des Regisseurs (anwählbar) daher kommt. Die richtigen Specials und Extras sind auf der separaten zweiten Scheibe anwählbar. Da wird so ziemlich jedes Samurai-Tom Cruise-Herz höher schlagen. Da wäre einmal der Beitrag des "History-Channel" zum Vergleich zwischen Hollywood und den Samurai. Recht interessant das Teil. Dann werden jeweils ein Tage- und ein Produktionstagebuch von Tom Cruise und Regisseur Edward Zwick präsentiert. Da kann man den beiden Leuten an den Lippen hängen, wie sie über den Film und die Dreharbeiten berichten. Vor allem der Regisseur hat allerdings eine so monotone Stimme, dass er bitte nie wieder öffentlich sprechen mag.

Doch damit nicht genug. Die beiden Herren setzen sich gemeinsam hin und loben sich gegenseitig über den Klee. Das trieft richtig... Natürlich kommen auch die technisch interessierten Zuschauer auf ihre Kosten. Berichte über Waffen, Kostüme, die kaiserliche Armee und deren Grundausbildung und dem Produktionsdesign folgen nacheinander und sind ebenfalls interessant und sehr informativ. Wie auf vielen anderen DVD's sind auch hier einige wenige Szenen abrufbar, die nicht im finalen Film zu sehen waren. Natürlich jeweils mit dem anwählbaren Originalkommentar. Schlussendlich runden ein Bericht über die Japan-Premiere (als Tom Cruise noch mit Penelope Cruz auftauchte...) und die obligaten Trailer diese sehr informative und schön gemachte DVD ab. Jedermann, der sich für das Thema des Filmes interessiert und Tom Cruise gern schwärmen hört, der darf hier ohne zu zögern zugreifen.

» Die komplette DVD-Kritik lesen

muri's Wertung: 5 Sterne

Ich muss sagen, ich war wirklich angenehm überrascht. Gut, anstatt Tom Cruise hätte man wohl gleich ein paar andere Mimen besetzen können, es hätte wenig Unterschied gemacht, denn ein Schauspieler-Film ist Last Samurai kaum.
Visuell ist Last Samurai aber in der Tat wieder ein beeindruckender Zwick Film und er zieht eigentlich auch ganz gut sein Tempo durch. Die Kampfszenen sind beeindruckend. Schön auch mal wieder überrascht zu werden (ins Kino konnte mich der Film damals nicht ziehen). :)

pb's Wertung: 4.0 Sterne

Der Film war ein sehr guter Jahresauftakt und von den Mainstreamfilmen meiner Meinung nach der Beste. Ich finde es sehr gut, dass nicht der ganze Film auf dem Schlachtfeld stattgefunden hat, sondern ein grosser Teil des Filmes im kleinen Samurai Dorf in den Bergen spielt. Obwohl nicht die ganze Zeit gekämpft und geprügelt wird, war der Film sehr unterhaltsam und hat mich deswegen auch überzeugt.

NOFX's Wertung: 5.0 Sterne

Ich fand den Film o.k
Das einzige was mich gestört hat, war dass die ganze Landschaft mit dem PC gemacht wurde. Ansonsten wie gesagt ein guter Film.

rini's Wertung: 4.0 Sterne

Ein sehr schön inszenierter Schwertfilm (ich liebe Filme über Schwertkämpfe-r). Leider war Tom Cruise die völlig falsche Besetzung deshalb gibts von mir nur 5 Punkte. ^

Nyle's Wertung: 5.0 Sterne

Mir hat der Film zwar gefallen...Ein Überflieger ist es aber definitiv nicht. Er leidet am typischen Hollywood-Syndrom...Wenn alle bis auf einen sterben...na, dann ists Tom Cruise das Stehaufmännchen mimt :-(

Tom Cruise als Alkoholisierter, der es nicht verarbeiten konnte, wie böse er zu den Indianer sein musste...Not really...In Hollywood muss der Held auf ethisch und politisch korrekt sein...*nerv*

Alle Non-Cruise-Schauspieler machen einen Superjob...

Markus' Wertung: 3.0 Sterne

Das Privatleben von Cruise hin oder her, als Schauspieler finde ich ihn einfach vielmals grandios. Auch in The Last Samurai, den ich mir gestern wieder mal zu Gemüte zog, zeigt er eine absolut beachtliche Leistung. Doch trotzdeman übertrumpfte ihn Ken Watanable mit seinem schauspielerischem Können noch um einiges. Seine Darbietung als Katsumoto ist schlicht weg genial.

Edward Zwick zeigt das Japan des 19. Jahrhunderts in unglaublich schönen Bildern. Die Geschichte vermag einen durchaus zu fesseln, ein paar gute Portionen Action werden einem serviert und dazu ist auch noch die nötige Dramatik vorhanden. Einige Längen, ein paar übertriebene heldenhafte Szenen und vorhersehbare Story Teile rauben dem Gesamtwerk noch ein wenig von seiner Genialität und verhindern das The Last Samurai schlussendlich ein perfektes Epos ist.

Freue mich jedenfalls auf den neuen Zwick Streifen Defiance

nick*'s Wertung: 5.0 Sterne


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