Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag Open Range
Open Range oder: Me and my friend got a cravin' for Switzerland chocolate "Einen Open Range, bitte!", sagt der Cowboy zum Barkeeper im Western Saloon. Dieser nimmt sogleich den Mixbecher in die Hand und giesst folgende Ingredienzen hinein: Hauptzutaten sind Dances with Wolves und Waterworld. Dazu passt ein Schuss Message in a Bottle, etwas Wyatt Earp und vielleicht eine Prise A Perfect World. So, jetzt noch etwas Eis dazu, Deckel drauf und *shake-it-Baby!*. In ein Cocktailglas gegossen, mit einem Strohhalm (!) verziert und einem kräftigen "Howdy" serviert, bringt der Herr Cowboy-Kellner das Getränk an den Mann. Kevin Costner klebt an dieser Art von Filmen (Cowboys etc. also Thema, Kulisse, Musik), wie die Läuse an den englischen Zuchtrosen; he just won't let go. Wo er jedoch m.E. mit Wyatt Earp den Vogel mit Gähnen abgeschossen hat, da klebt er mit Open Range zu seinem Glück ein Pflästerli auf die schmerzende Stelle hin. Der liebe Kevin. Ich glaube, er hat seit seinem enormen Erfolg mit dem wahrlich sackstarken Kultfilm Dances with Wolves eine unverdaute Wild-West-Manie!? (Das deutsche theatrical Poster inkl. der Anmerkungen spricht für sich...) Die Story ist nicht der Hammer. Es entstehen hie und da Längen, die einem dazu verleiten, nach dem Uhrwerk am Handgelenk zu greifen. Dafür geben sämtliche Schauspieler - vom unbedeutenden Shop-Verkäufer bis zum Boss "Boss" - Vollgas. Kevin Costner mimt wie so oft den nachdenklichen, innerlich wahrscheinlich verlorenen Einzelgänger und Robert Duvall stellt den erfahrenen (oder besser "er-rittenen") Oberguru-Zug-Cowboy dar. Und auch wenn das Paar nicht wie die Faust auf Mephisto passt, so harmonieren die beiden Hollwoodianer dafür rein visuell. Daneben - oder dazwischen? - rückt Annette Bening ins Feld, um ihren weiblichen, praktischen und v.a. psychologisch einfühlsamen Geist darzubieten. Doch oh weh. Costner und Bening als verliebtes Paar? Naja. Wenigstens hampelt Costner in seiner herrlichen Naivität zahm den Tipps und Anregungen von Duvall hinterher. (Männer werden diese Szene(n) wohl voll weich finden. Doch wie wird sie wohl auf das weibliche Publikum wirken?) Das ersehnte Fazit: Sehenswert. Kein Weltwunder, aber wirklich solid. Wenn's draussen schifft und innen mieft: Open Range!! |
och, da freu ich mich doch wieder auf einen flotten Western. Was handfestes. |
Bah bin ich enttäuscht worden von dem Streifen. Ich hatte auch die Hoffnung und die Vision von einem stylischen Western. Dazu gehört für mich guter Sound, ordentlich Blei und einfach die typische Westerstimmung a la "Eine Handvoll Dollar" oder "Zwei glorreiche Halunken". Ich persönlich sehne mich nach einem modernen Western mit einer guten Technik a la "Matrix", mit heissen Duellen a la "Schneller als der Tod" und mit dem Westerflair eines "Spiel mir das Lied vom Tod".Natürlich das ganze untermauert mit einer Portion "Ennino Morricone". Ich hoffe das Clint Eastwood mal so ein Projekt anpackt.Das käme gut. |
Zitat Chemic (2004-04-27 17:03:25)
fully agree! das wär mal was! schade bringt niemand mehr nen geilen western :( der streifen hier is durchschnittlich, jeder spaghetti-western übertrifft den schinken locker! die schiesserei am schluss hat mir gut gefallen, das und die gelungenen landschaftsaufnahmen retten den film in die durchschnittlichkeit. der film hat langweilige szenen drin, und zuviel geschwafel. |
Der Streifen lief ja dieses Wochenende überall wo man auch hinzappte...Meine Güte. Hat mich überhaupt nicht gepackt. Meister Costner hat seine guten Tage (seinen guten Tag) schon lange hinter sich. |
Zitat Chemic (2004-04-27 17:03:25)
das kann ja heiter werden...
trotz schönen aufnahmen und einem coolen duvall - no thanx - da ist man mit einem klassiker allemal um längen besser bedient |
Ich verstehe die negativen Stimmen hier nicht ganz. Ich habe nicht allzu viel erwartet und ich habe einen hervorragenden Western gesehen. "Open Range" erfindet das Rad natürlich in keinster Weise neu, liefert aber einen klassischen Western mit prächtigen Bildern, Wild-West-Atmosphäre, einem sehr coolen Cowboy-Duo, einer richtigen Bilderbuch-Story und einem sehr spannendes Showdown. Der Film hat wirklich das, was ich von einem (amerikanischen!) Western erwarte. Schon alleine die Dialoge sind so herrlich klassisch wildwest. Ich für meinen Teil habe mich ausgezeichnet unterhalten gefühlt. Zitat Chemic (2004-04-27 17:03:25)
Hat der mit "Unforgiven" nicht schon Meisterwerk genug abgeliefert? |
Ich fand Open Range auch überaus gelungen. |
jeder der western liebt, "muss" diesen film eigentlich lieben. schön langsam, ohne grosse neuzeithektik, wunderbare bilder. [Editiert von pb am 2008-01-08 10:40:55] |
Bin eigentlich kein grosser Westernfan. Hatte auch demensprechend keine grosse Erwartungen. Aber Open Range hat mir sehr Positiv gefallen. Der Film brilliert durch seine wunderschönen Landschaftsbildern, den hervorragenden Schauspielern und der ruhigen Atmosphäre. Auch zu erwähnen ist, der gute Unterhaltungswert und der Geile Showdown am Schluss. Was ich vielleicht als kleiner Negativpunkt hinzufügen will, ist die Story die doch ein bisschen dünn war. |
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Toller Film mit wunderschönen Landschaftsbildern. Wird trotz der Länge von 133 Minuten nie langweilig. Eine bisschen kürzere Fassung hätte aber wahrscheinlich auch gereicht. Schauspielerisch gibt's nichts zu meckern. Duvall und Costner meistern ihre Rolle ohne Problem mit ihrer Routine. Der Showdown am Schluss ist spannend inszeniert und erfreut mit seiner Schiesserei sicher so manchen Western Fan. Alles in allem, ein sehr gelungenes Western Epos. Schön, dass im 21 Jahrhundert auch noch ab und zu einer wagt einen Cowboy-Film auf die Leinwand zu bringen. |
Sehr schöner Film, obwohl man nicht wirklich neues aufgetischt bekommt. Kevin Kostner hat ihn schnörkellos inszeniert in einer herrlich schönen Gegend. Auch die Akteure können allesamt überzeugen. Die Dialoge waren herrlich, zum Teil auch schön sentimental und das Tempo ist angenehm dosiert. Langeweile kam nie auf. |

