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The Five Obstructions oder: Der Mentor und sein Schüler


Tausendsassa Lars von Trier ist zurück und stellt uns seinen Mentor Jørgen Leth vor. Leth zeichnet sich auch hauptsächlich für den Film verantwortlich. Aber man soll es dem Verleih nicht verübeln, wenn beide Namen in gleicher Schriftgrösse im Inserat stehen. Von Trier lockt auch bei schönem Wetter die Massen in die Arthouse Kinos.

The Five Obstructions ist ein Experiment. Original, Remakes und das Making-of verschmelzen zu einem Film. Das Original von 1967 studiert mit der Kamera je einen Mann und eine Frau. Die Kamera analysiert Ohr, Mund, Knie, wie ein Mensch umfällt, wie er isst und so weiter.

Die Dialoge zwischen von Trier und Leth sind mit der wackligen Handkamera aufgenommen. Von Trier figuriert als Giftzwerg, der mit allen Mitteln versucht Leth an seiner Arbeit zu hindern. Ins Blaue hinaus listet er die Behinderungen für Leth auf. "Nur 12 Bilder pro Einstellung! Ich will einen elenden Drehort, den man aber nicht zeigen darf. Mach einen Trickfilm!" bellt von Trier und Leth gehorcht, um dann die Kappe gewaschen zu bekommen nach der Visionierung des fertigen Produktes. Leths Gesichtausdrücke dabei sind unbezahlbar. Denn von Trier schafft es nicht, Leth zu einem schlechten Film zu zwingen. Beim ersten Remake - in Kuba gedreht - wird das Hindernis der zwölf Frames zum unbezahlbaren Stilmittel. Sogar das von beiden verhasste Genre des Trickfilms - beim vierten Remake angewendet - kommt nicht schlecht heraus. Im Stile von Linklaters Waking Life wird dem Original ein neuer Stempel aufgedrückt.

All dies erstaunt nicht, denn auch beim Film gilt die Devise "Not macht erfinderisch". Die Liste der Regisseure, die dank Hindernissen aller Art beim Drehen auf innovative Ideen kommen mussten, reicht von Hitchcock bis Peter Jackson. Was als Schnapsidee in einer E-Mail zwischen zwei Freunden begann, wurde schlussendlich eine kleine Forschungsreise in die Welt des Filmemachens - lustig und philosophisch zugleich.

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rm's Wertung: 4 Sterne

Der experimentelle Dokumentarfilm "The Five Obstructions" von Lars von Trier und Jørgen Leth wird von Dänemark ins Rennen um den Oscar in der Kategorie Bester nicht-englischsprachiger Film geschickt. Der Film hatte im letzten Jahr seine Premiere in Venedig und war auf verschiedenen Festivals, u.a. in Toronto, Amsterdam und Sundance zu sehen. Zuletzt wurde er mit dem Grand Prix des dänischen Odense International Filmfestival für Kurz- und Dokumentarfilme ausgezeichnet.

rm's Wertung: 4.0 Sterne


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