Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays
Beitrag Bruce Almighty
Bruce Almighty oder: Möge die göttliche Macht mit dir sein! Stell dir vor, du wärst allmächtig und könntest alle (deine) Wünsche verwirklichen - was würdest du tun? Die Ausgangsidee von Bruce Almighty ist recht vielvesprechend: Viele haben sich vermutlich schon überlegt, wie es wohl wäre, besässe man die Macht sich alle Wünsche zu erfüllen. Die Möglichkeiten, daraus eine Geschichte zu entwickeln, sind schier grenzenlos. Regisseur Tom Shadyac (The Nutty Professor) macht daraus eine Mischung aus Slapstick und Romanze, versehen mit einer gehörigen Prise (amerikanischer) Moral. Dominiert zu Beginn der Spassfaktor, wird die Geschichte gegen Ende immer moralinsaurer und gipfelt in einem Ende, das der Bezeichnung Hollywoodkitsch alle Ehre bereitet. Hauptdarsteller Jim Carey (The Truman Show) liefert streckenweise eine One-Man Show, die die anderen Darsteller fast verdursten lässt. Seine Darbietung ist intensiv, fratzenreich und stellenweise hart an der Grenze des Erträglichen - ganz so, wie man es sich aus anderen Carey-Filmen, wie beispielsweise The Mask, gewohnt ist. Keine Mühe Jim Carey das Wasser zu reichen, hat Morgan Freeman (The Sum of All Fears). Er gibt der Rolle Gottes jene Würde und Gelassenheit, wie man sie von einem allmächtigen Gebieter erwartet. Seine Ruhe, gewürzt mit einer Prise Ironie, wirkt wohltuend im Vergleich zu Careys lauten Eskapaden und gibt Auge und Gehör Gelegenheit, sich wieder etwas zu erholen. Auch Jennifer Aniston (Friends) macht ihre Sache gut - dass man nicht von einer herausragenden Leistung sprechen kann, liegt wohl mehr an der Rolle als an der Schauspielerin. Überhaupt, der Film ist gut gemacht, die Schauspieler sind b-e-a-utiful, die Musik ist popig - wäre da nicht die Geschichte, aus der man wohl soviel mehr hätte machen können, als es getan wurde. Der Film will Slapstick sein und gleichzeitig philosophisch, er bringt witzige Ansätze und Einfälle, und reduziert sich am Ende auf Platitüden (Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied, Nur die Liebe zählt), die doch gar nicht nötig gewesen wären. So reiht sich Bruce Almighty in die lange Liste der Filme ein, die man sich ansieht, über die man lacht, und die man nach der Vorstellung auch schon wieder vergessen hat. And that, I suppose, is the way the cookie crumbles... Zur DVD: Die Scheibe bietet neben diversen Sprachoptionen und Untertiteln einen Audio-Kommentar des Regisseurs Tom Shadyac, herausgeschnittene Szenen en masse (wahlweise mit oder ohne Kommentar des Regisseurs) sowie Outtakes. Ein weiteres Feature zeigt Jim Carreys Arbeitsweise: Er spielt die gleiche Szene in verschiedenen Variationen. |
Ein genial lustiger Film, zum ablachen und alles schlimme auf der Welt für 2 Stunden vergessen. Ich hab mich köstlich ab Jim "Gummigesicht" Carrey amüsiert. Und Story hin oder her, ich hab viel Lachen können. Und das will der Film ja vermitteln. |
Ich fand ihn gar nicht so gut, wie er angepriesen wurde. Ich konnte kaum lachen während dem film, weil die wirklich witzigen szenen schon im trailer vorkamen. Höchstens ein bisschen schmunzeln... |
Zitat 7hUnD4b1Rd (2003-12-29 10:59:57)
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Jim Carrey wieder einmal, habe npaar Filme von ihm gesehen, viele gleich wieder verdrängt und nur einer davon steht bei mir im Regal. Die Maske, the Truman Show und noch knapp Batman Forever fand ich noch seine Höhepunkte. (ja vielleicht gibt es noch weitere aber diese habe ich nicht gesehen und vielleicht habe ich auch was verpasst.) Dort passte seine übertriebene Schauspielerei auch einigermassen. Und bei Trumanshow hat er sich auch zrückgehalten, was er auch gut konnte zu meinem überraschen. Bei Bruce Almighty dreht er wieder auf, übertreibt und war mir in vielen Szenen einfach peinlich. Was eigentlich schade ist, denn der Film hätte eine gute Ausgangslage und streift zwischendurch Themen über die ich mit meiner Begleitung als ich den Film sah noch recht lange diskutiert habe. Wie auch immer. Um noch etwas positives zu sagen, der Film meistert das Krittische Thema recht gut, die Schauspieler agieren nach ihrer Art. Jenifer Aniston nach ihrer gewohnten TV-Routine. Freeman, wie er immer ist, routiniert und dank gutem Script mit viel ironie. War mir beinahe sympatischer als Carrey und noch andere Nebenfiguren. Die Jokes waren einerseits viele aus dem Trailer bekannt und die anderen reimte man sich zusammen während der Film voranschritt. Jedenfalls konnte er mir schon ab und zu ein paar lacher abringen, aber eines fragte ich mich. Wenn er den Willen nicht beeinflussen kann, wie konnte er dann den Ferhnsesprecher so beeinflussen, dass er solch ein Mist erzählte vor der Kamera. Wie auch immer. Nette komödie für zwischendurch, wenigstens ordendliche gägs und nicht Fäkalhumor wie bei dem blödsten Film den ich kenne Dumm und Dümmer. |


