Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag Identity
Identity oder: ... wer ist noch nicht, wer will nochmal ... Es regnet. Eigentlich durch den ganzen Film durch. Dadurch sind eine Handvoll Menschen gezwungen, die Nacht in einem Motel zu verbringen, wo einer nach dem anderen - schön nach Zimmernummer sortiert - ermordet wird. Die Ausgangslage des Films ist simpel, verspricht aber Spannung pur. So kommt es dann auch, dass die verschiedenen Figuren kurz vorgestellt werden und auch gleich der erste Tote zu beklagen ist. Einige der Personen sind bereits durch gewisse Abläufe miteinander verbunden. Da hat eine Frau einen Schuh auf der Strasse verloren, über den eine Familie dann fährt, einen Plattfuss einfängt und dann auf den Filmstar samt Chauffeur trifft. So werden die Figuren langsam alle in das einsame Motel gedrängt, wo auf kleinstem Raum eine nervenzerreissende Intensität entsteht und man mit den einzelnen Charakteren mitfiebert und hofft, es möge doch genau diese nicht treffen. Über die schlussendlich Auflösung des Filmes kann man geteilter Meinung sein. Ich fand das ganze sehr überraschend und einfallsreich. Kein Durchschnitts-Mörderspiel, sondern der Zuschauer wird tatsächlich gezwungen, sich etwas zu überlegen. Wer kann es sein? Warum? Wieso verschwinden alle Leichen wieder? Gelungen ist der Cast: auch wenn mit John Cusack, Ray Liotta oder Amanda Peet bekannte Namen dabei sind, so wird doch keiner so richtig in den Vordergrund gedrängt. Keiner spielt den klassischen Helden, jeder hat sein Bündelchen zu tragen und so kann man auch nie sicher sein, wer als nächster den Löffel abgibt. Ob das auch so gut funktioniert hätte, wenn ein Megastar dabei gewesen wäre? Kaum. Identity ist ein spannender, gruseliger, zeitweise recht heftig brutaler Thriller, der Ähnlichkeiten zu Final Destination hat, allerdings weniger auf Witz setzt, sondern auf Suspense und zum Überlegen anregt. Zeitweise sind die einzelnen Szenen doch recht heftig, passen aber zu der ganzen Stimmung des Filmes. Dunkel, verregnet und halt einfach spannend. Knabbert an euren Fingernägeln, denn dieser Film ist ein echter Geheimtip! |
Zu diesem Thema wurden insgesamt 22 Beiträge geschrieben.
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Mir hat Identity deshalb nicht gefallen, weil...
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Verdammt nochmal, John Cusack ist einfach genial... |
Identity fängt recht vielversprechend an - und bleibt es längere Zeit auch. Nach ca. 2/3 des Films wird einem aber die Auflösung präsentiert, und von da an ist einem sowohl der Rest des Films, wie auch das Geschehen vorher völlig egal (will hier keinen Spoiler anbringen, deswegen keine Erklärung dazu). Insegsamt: nette Atmosphäre, aber das Drehbuch hat dann doch irgendwie die ganze Spannung verhunzt... |
Leider gehöre ich zu den Leuten, denen man vorher nicht sagen darf, das das Ende überraschend ist. Dann find ich es erst recht raus. Ging mir schon bei "The Sixth Sense" und "The Others" so. Ich habe ehrlich nur sehr wenig über den Film vorher gelesen; gesehen überhaupt nichts. Also für mich widersprüchlich: solide gemacht, gut gedacht - aber leider rasch durchschaut |
Identity hat mir sehr gut gefallen. Ein klassischer Film, am anfang einwenig von Memento inspiriert (sehr gut) und die homage an Psycho (Ich sag nur Duschvorhang) fand ich super. @nd P.S. Wo und wann ist Larry verschwunden? |
Zitat cinefan2001 (2003-09-26 07:17:29)
Das ist ja genau das Problem (nachem die Lösung bekannt ist). Die Handlung muss keine Logik mehr aufweisen, also erübrigen sich auch solche Fragen. Genau deswegen gab's einen dicken Punkteabzug von mir. |
Jetzt auch noch für die dummen: Spoiler zum Lesen Text markieren
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*hust* |
sorry, ist schon eine Weile her (hab ihn damals in den USA gesehen). Aber deine Interpretation kommt in etwa hin, wenn ich mich recht erinnere. Spoilers: Spoiler zum Lesen Text markieren
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Erste Stunde sehr gut, aber dann... Die Auflösung, ich weiss nicht. Kein Brüller! |
ich mag ihn... die peet und der rest der cast sind sehr gut, und die stoy is au ok, der schluss mit dem gedicht als off kommentar fand ich spitze! |
Nein, Nein und nochmals nein... |
schade... am anfang war ich richtig begeistert. die ersten szenen (wo mit der zeit gespielt wird) waren richtig vielversprechend, sehr unterhaltend. aber irgendwie, je weiter der film fortschritt, desto mehr geht an originalität verloren. so bleibt der gute ansatz leider auf der strecke liegen, schade... |
Von mir 5/6 Sternchen ! Sagenhafte Atmosphäre, geniale Schauspieler, allen voran Genial ! [Editiert von 'Reservoir Dog' am 08 Apr 2004 01:42:54] |
in sachen DVD, guckst du hier: http://outnow.ch/DVDs/2004/Identity/ |
Der Film hatte mich damals gereizt, weil die Story gut klang und Super-Darsteller à la Ray Liotta und John Cusack mitwirken. Einfach genial dieser Film. Andauernde Spannung, sehr gute Darstellungen, eine gute Atmosphäre und die wunderbar einfache, aber unheimliche Kulisse machen diesen Film mehr als sehenswert. Dies sind genau solche Storys, die ich mag. Über die Auflösung war ich doch ziemlich überrascht, da man dies zu keiner Zeit annimmt oder vorstellt. Was ich immer wieder faszinierend finde, dass man aus beschränkten Locations alles rausholt. Solche gibts in Identity wahrlich nicht viele, was vielleicht manchen Menschen als langweilig empfunden wird. Fazit: Sehr gelungener Film mit durchgehend sehr guten Schauspielern, welche auf kleinstem Raum ums Überleben kämpfen. Und dies ist spannend, intensiv und zum Rätselraten, wer nun der Mörder ist. Muss man gesehen haben. |
Wer Agatha Christies Krimiklassiker "10 kleine Negerlein" mag, der wird sich hier wohl fühlen. Die Geschichte über eine Gruppe Menschen, die Unterschlupf in einem Motel finden und dort nach und nach von einem Mörder getötet werden, ist spannend und atmosphärisch inszeniert. Die schauspielerischen Leistungen können sich mehrheitlich sehen lassen, dazu kommen ein paar schöne Schockeffekte, schwarzer Humor und ein nachdenklich stimmender Schluss. Wie man an den Kommentaren hier im Forum sieht, ist dieser nicht unumstritten, mir persönlich gefällt er aber wegen seiner Bösartigkeit gut. |
Film ist eigentlich ganz gut...witzig gemacht...aber die Auflösung...naja. |
Spannend und überraschend, was braucht ein Thriller mehr? |
Also ich bin hell begeistert. Spoiler zum Lesen Text markieren
(Indianerfriedhof von "Friedhof der Kuscheltiere",10 Spoiler zum Lesen Text markieren
Menschen werden nach und nach abgemurgst von "10 kleine Negerlein". |
Identity - überladen - kompakt - brutal Von Identity hatte ich kein grosses Vorwissen, nur das er eine recht komplexe und intensive Story hat. Dieser Eindruck blieb mir auch 86 Minuten später. Nach einem etwas laschen Intro beginnt der Film beinahe überschlagsmässig. Innert kürzester Zeit, müssen enorm viele Personen vorgestellt werden und kurz deren Vergangenheit beleuchtet werden. So muss man von Anfang an dabei sein, damit man auch bei allen Personen weis um was dass es geht. Das wird einem jedoch auch leicht gemacht, denn alle Personen sind so verschieden, auch in ihrer Darstellung, dass es einem auch etwas leichter fällt. Der Cast ist ein Ensemble aus durchaus überzeugenden Schauspielern, die guten Einsatz bringen und keiner speziell negativ auffällt. Mit den etablierteren wie John Cusack, Ray Liotta erhält man das was man erwartet. Cusack blass und farblos und Liotta der routinierte Psycho vom Dienst. Doch insgesamt verleiht das dem Film eine enorme Qualität und so kann Identity eine sehr intensive Atmosphäre aufgebauen. Allerdings war es zwischendurch auch eine Erlösung, wenn wieder einmal jemand umd die Ecke gebracht wurde, denn einige Personen sind absolut Nervtötend. Zum Film selber: Ist wohl eher eine Gratwanderung zwischen Horror und Thriller, obwohl mir teilweise der Horrorpart etwas zu kurz kam. Etwas mehr Blood and Gore hätte nicht geschadet. Durch den Regen wird es natürlich leicht, eine gruselige Atmosphäre zu schaffen, doch erst mit der passenden Musik und der sehr guten Kameraführung kann Identity überzeugen. Die Hauptstärke hat der Film in den überraschenden Wendungen, viel ist nicht so wie es scheint und im Verlauf der Geschichte erfahren wir immer mehr über die Verschiedenen Personen. Jedoch wirkt Identity auch überladen und anfänglich werden enorm viele Personen mitgeschleppt, die alle eine Screentime haben müssen. Das wird zwar gegen Ende besser, wirkt einfach etwas mühsam am Anfang. Fazit: Ein sehr intensiver wie auch komplexer Horror-Thriller der mit vielen überraschenden Wendungen, netten Schockmomenten und einem etwas konstruierten Schluss aufwartet. Durch gut gecastete Schauspie-ler und intensiver Spannung ein wahres Filmerlebnis. |

