Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays
Beitrag The Double
The Double oder: Die bösen Russen! Es ist ruhig geworden um Richard Gere. Nur noch vereinzelt sieht man den Schönling aus Pretty Woman in interessanten und grösseren Produktionen, meist muss er sich mit Direct-to-DVD-Filmen rumschlagen. Dass solche kleineren Werke durchaus Potenzial zum Anschauen haben, beweisen beispielsweise der rührende Hachiko: A Dog's Story und nun auch The Double. Unter der Regie von Michael Brandt (er schrieb am Drehbuch von Wanted mit) entwickelt sich hier sogar ein richtig guter und spannender Thriller. Wenn er nicht einen entscheidenden Fehler haben würde. The Double arbeitet sich langsam in die Geschichte ein, stellt den Protagonisten etwas näher vor und lässt diesen bald inmitten eines Mordfalles auftauchen. Die Spannung nimmt unweigerlich zu, bis nach knapp 30 Minuten der Twist schon enthüllt wird! Richtig, anstatt die Zuschauer unwissend und miträtselnd vor dem Fernseher sitzen zu lassen, wird die Auflösung bereits nach einer halben Stunde eröffnet. Dass danach der Thrill nicht mehr wirklich funktioniert und der Rest der Story leider nur noch bedingt packt, ist kein Wunder. Dafür macht das Gespann Richard Gere/Topher Grace einen durchaus soliden und ansprechenden Eindruck. Vor allem der ältere der beiden zeigt nochmals, dass er es durchaus versteht, eine Figur geheimnisvoll zu spielen, so dass der Kollege sich wirklich anstrengen muss, um da mitzuhalten. Die wenigen Auftritte von Martin Sheen sind nett, allerdings hat der Mann, der mit Apocalypse Now zum Weltstar wurde, keine Chance, seinen Charakter zu prägen. Fazit: The Double bietet eine sehr unterhaltsame und spannende erste halbe Stunde, wird dann aufgelöst und müht sich dann damit ab, den Film anständig zu Ende zu bringen. Das klappt ordentlich, hätte aber durchaus spannender und interessanter sein können. Aber eben, man musste ja den Twist schon viel zu früh bringen... Als Bonusmaterial wird bei The Double ein recht interessanter Audiokommentar vom Regisseur und einem Drehbuchautor geboten. Dazu gibt es leider nur noch den Filmtrailer. Technisch darf man sich über ein schönes und kräftiges Bild freuen und natürlich auf den Ton, der gut abgemischt und sauber durch die Boxen kommt. |
Zitat muri (2012-02-09 14:00:00)
Für seine Rolle in Arbitrage soll er sich angeblich minime Oscar-Hoffnungen (für 2013, versteht sich) machen dürfen. [Editiert von El Chupanebrey am 2012-02-09 14:46:32] |
Jawohl, das Sundance Film Festival hat schon manche Perle ans Tageslicht gebracht. Darum hoffe auch ich auf den Impact von Arbitrage. |

