Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays
Beitrag Bowling for Columbine
Bowling for Columbine oder: ... und Weltfrieden! Spätestens seit seiner Rede an der Oscar-Night, nachdem er den Oscar für den besten Dokumentarfilm erhielt, ist der Bestseller Autor und Filmemacher Michael Moore weltberühmt. Vor laufender Kamera beschimpfte er den amerikanischen Präsidenten mit den Worten "Shame on you, Mr. Bush!" Dies war jedoch kein billiger PR-Gag sondern Moor's persönliche Meinung zur US-Regierung und deren Panikmacherei. Und so zeigt Moore in seinem Film nicht die glänzende- sondern die Schattenseite vom Land der Freiheit. Ein Dokumentarfilm auf DVD kaufen? Dies ist eine berechtigte Frage, gibt es doch viele Dokumentarfilme die eher langweilen als begeistern. Doch dank dem provozierenden Moore gehört Bowling for Columbine nicht in diese Kategorie. Dieser Film unterhaltet und informiert auf höchstem Niveau. Doch auch Michael Moore hat seine Schattenseiten die man nicht ausklammern darf. So fährt er selber ein schweres Auto welches 19 Liter auf 100 km verbraucht (dies kritisiert er in seinem Buch) und ist auch in der National Riffle Organisation. Er hat auch bemerkt welche Macht er mit seinen Filmen hat und so werden viele seiner Ansichten zu überspitzt dargestellt. Die Extras werden dem Film leider nicht gerecht. Zur Auswahl steht lediglich der Kino-Trailer sowie ein 42-minütiges Interview mit Micheal Moore, welches zwar interessant ist aber keine deutschen Untertitel hat - schwach! Wer der englischen Sprache nicht mächtig ist, kommt beim Hauptfilm nicht ums Untertitel lesen herum. Es gibt zwar eine deutsche Fassung doch dort wurden nur die gesprochenen Infos synchronisiert, während die Interviews untertitelt wurden. Die Französische und Italienische Version wurden komplett in die jeweilige Sprache übersetzt - wodurch aber viel Flair verloren geht. |
War auch ein bisschen enttäuscht ab den Extras. Ein Trailer und ein Interview... Zum Film muss man wohl nichts sagen. Der ist beängstigend real und hat mich (als Dokufilm-Nicht-gerne-Seher) total begeistert. |
tja. hier wär wieder mal eine dvd, von der man sich lieber irgendwo die region 1 version beziehen würde. denn diese bietet doch "Mo(o)re for the bucks": Commentary by interns with introduction by Michael Moore schade. doch dies riecht verdächtig nach einer bald erscheinenden R2 special edition... |
Zitat muri (2003-06-06 22:28:27)
Specials sind wirklich schwach. Ich war von der Doku zu Beginn sehr angetan. Später habe ich noch das Buch angefangen zu lesen, doch schon da merkte ich, dass Mr. Moore zum Teil gewaltig übertreibt "Ich stelle nur noch schwarze an"... in seinem Film arbeiteten aber alles weisse. |
Nach diesem Artikel kann ich nur sagen: Shame on you Mr. Moore, Shame on you! Reduktion meiner Sterne von 5 auf 3 What a jerk! [Editiert von Markus am 2007-05-08 10:22:32] |
Jep habs ja auch schon erwähnt, der Penner hat definitiv ausgedient. Seine Motivation ist ja schon in Ordnung. Aber mit solchen Aktionen spielt er seinen "Gegenern" natürlich voll in die Hände. Das wars dann wohl mit der Karriere als Dok-Filmer! Hat den Streifen schon jemand gesehen, möchte zu gern wissen was bei Fahrenheit alles gefakt ist! An meiner Wertung ändert das wenig, da ich Moore nie ganz 100% Ernst nehmen konnte, seine Filme aber trotzdem sehr amüsant fand. |
Zitat Markus (2007-05-08 09:43:48)
er hat szenen manipuliert? böser bub. am grundproblem "waffen" ändert dies leider gar nix. |
Zitat th (2007-05-08 18:12:42)
Langsam. Ganz langsam... Mockumentary? Nönö mein Freund. Ist nicht als 'Mockumentary' betitelt (selbst hier auf outnow nicht) sondern als DOKUmentary: Mockumentary = 'This is Spinal Tap' oder 'Fast Food Nation' Documentation haben der Wahrheit zu entsprechen. Und wenn du mit der Standard-Einstellung ins Kino gehst: 'Was ich da sehe, stimmt ja sowieso nicht, obwohl die Nase es sagt', dann tut es mir leid! Unconvenient Truth ist sicher auch alles gelogen...Nur die Schauspieler waren halt lausig... Please! Bitte wieder vom hohen Ross runterkommen. Klar, hast du damit Recht, wenn du sagst, dass es in den USA ein Waffenproblem gibt ABER dieser Film hilft nicht. Sondern er stachelt die Gegenseite nur noch mehr an (wie im Artikel erwähnt)...Die Gegner behaupten zu Recht: 'Die Wahrheit ist euch nicht mal mehr wichtig'. Und mit DEM hab ich ein Problem. Aber ich sehe schon, dass ich einfach zu leichtgläubig und naiv für diese Art von Filmen bin |
ach markus, die wahrheit ist der anderen seite, der waffenlobby, doch noch viel weniger wichtig - und hallo, dokus müssen der wahrheit entsprechen? weisst du wie viele tierdokus gemacht werden, wie szenen arrangiert und gestellt werden? trotzdem sind sie doch lehrreich. |
dir sind wohl die " bei mockumentary entgangen - der begriff stammt aus dem von dir verlinkten interview. mal ganz davon abgesehen dass du gewissen filmen einen recht hohen wahrheitsgehalt beimisst (ich erinnere mich an einen ellenlangen forenthread zu diversen 911-verschwörungsfilmchen) - es ist eh eine sache der unmöglichkeit, die facts zu prüfen/kennen. wer sagt denn, dass die zwei interviewten total recht haben? ich kann mich nur wiederholen: auch wenn moore schummelt oder sich fakten zurechtrückt (und das tut er wohl schon, in der einen oder anderen weise), bleibt der film was er ist: ein anprangern der waffenlobby. wer sagt denn nun (ausser du), dass der film nicht hilft? es wird drüber gesprochen, gestritten, dokumentiert, gegendokumentiert. nur weil du den moore nun hasst, heisst das noch lange nicht, dass einer diskussion des themas die grundlage entzogen wurde. |
Muss ja kein Widerspruch sein! Wenn du ne Spinne oder ne Schlange im Studio auf ne Maus loslässt wird sie diese änlich töten wie in freier Laufbahn!
Nun Moore weiss was er tut und gewisse Szenen bleiben einfach besser im Gedächnis als trockene Fakten. Ist doch dasselbe Mittel wie die gefakten Kriegshelden. Mit einem falschen Eyecatcher wird auf ein Problem hingewissen. Na ja ist halt Medienwirksamer! |
nein, ist kein problem, aber weisst du wieviel meinen dass der tierfilmer jetzt wirklich 17 stunden da gehockt ist und gewartet hat bis schlange maus frisst? sehr viele! |
Zitat pb (2007-05-08 19:42:56)
Wer sich den Film ansieht, wird damit belehrt, dass die USA der gefährlichste Ort ist, bei dem Menschen all ihre Probleme Joe-Pesci-Rollen-mässig mit der Waffe klären und das Charlton Heston die Schuld am Tod einer 6jährigen trägt. Das ist eben das Problem bei Moore: Er gibt von allem ein zu einseitiges und teils manipulatives Bild her (hier ein ausgeführlicherer Beitrag) - wenngleich er gute Argumente gegen die Waffenpolitik bringen konnte. [Editiert von First It Giveth am 2007-05-08 21:55:24] |
Zitat pb (2007-05-08 19:42:56)
Das was Moore macht entspricht etwa einem "Elefant nach Australien fliegen um dann bei der Tierdoku über Australien auch die schönen einheimischen Elefanten zu zeigen"... Die Knarre, die man in der Bank bekommt, war der Aufhänger zum Film.
Effekthascherei...Pures Marketing. Der Zweck heiligt die Mittel (ohne Rücksicht auf Verluste). Ich hab doch kein Problem damit, wenn jemand 1000 Leute interviewt und von denen sagen 50 den automatisch den richtigen Satz, den man hören und im seinem Film zeigen will. ABER: Wenn man Leute überredet/anbettelt, dass sie einem DIE Antwort geben um seine Theorie zu beweisen, da hört bei mir der Spass auf. |
Zitat Markus (2007-05-08 19:36:16)
den "logischen" schluss find' ich schon ziemlich bezeichnend für dich, mein freund. moore hat nicht sauber gearbeitet, also ist das bei allen anderen doks, die eine dir ungelegene sicht der dinge vertreten, automatisch auch so... aber, wie th bereits erwähnte, irgendwelchen absurden verschwörungstheorien gehör schenken, das ist dann überhaupt kein problem. |
Zitat Markus (2007-05-08 22:49:42)
war es sicher nicht. der aufhänger ist columbine, die waffenlobby (ich erinnere an einen tollen ausspruch der waffenlobby nach dem kürzlichen Unimassaker: "hätten alle eine waffe auf sich getragen, hätten sie sich wehren können!" |
Zitat gargamel (2007-05-09 08:23:46)
Jetzt legst du mir wiedermal ( Der Internet-Erfinder hat mit seinem Film sicherlich eine wichtige Funktion wahrgenommen und er sollte deshalb NICHT mit der Moorenase in einen Topf geworfen werde. @pb: Die Bank-Knarre wurde als perfektes Beispiel einer der schiesswütigsten Nationen der Welt genommen... |
Zitat Markus (2007-05-09 13:11:35)
das sollte doch eigentlich auch bis zu dir durchgedrungen sein:
du bedienst dich also exakt derselben methoden, die du moore vorwirfst... und zum "worte in den mund legen"-vorwurf: dass dies eine ironische bemerkung war, ist nicht wirklich auf den ersten blick erkennbar (vor allem, wenn man deine sonstigen politischen ansichten kennt, kommt man nicht wirklich auf die idee, dass du das nicht ernst meinst...) [Editiert von gargamel am 2007-05-09 13:44:09] |
Zitat gargamel (2007-05-09 13:22:36)
Ich weiss, ich weiss, dass er es nicht literally gesagt hat (tönt aber cool. Und die Leute wissen, wer man meint)... Bezüglich deinem letzten Comment: Ich schreib hier auf outnow.ch und prangere nicht auf globaler Ebene eine Nation oder eine Tradition einer Nation an. Ich habe (leider noch) nicht die mediale Wirkung eines Michael Moore's |
Zitat Markus (2007-05-09 13:40:31)
heisst: lügen, verleumden und tricksen ist erlaubt, wenn's im kleinen geschieht? sorry, ich bin da etwas altmodisch: für mich ist's dasselbe. kannst mich dafür gerne wieder mal 'gutmensch' nennen... |
Zitat gargamel (2007-05-09 13:48:33)
Lügen, verleumden und tricksen? Das sind aber schwere Geschütze, die du hier auffährst. Nein: Aber Al Gore wurde (und wird wohl ewig) mit dieser Internet-Sache in Verbindung gebracht. Deshalb hab ich es verwendet, weil es ja um Dokumentations-Lügen ging. Ich würde dich NIE einen Gutmenschen nennen |
Zitat Markus (2007-05-09 14:11:21)
das ganze war eine wahlkampfgeschichte aus der bush'schen (bzw. roveschen) giftküche. man verdrehte dieses gore-zitat, um ihn lächerlich zu machen. und nun bleibt's an ihm kleben. was übrigens eine interessante diskussion über google und dessen definitionsmacht auslöste. wenn man zu einer gewissen zeit (unterdessen ist das nicht mehr so) nach "internet, gore" suchte, kamen zuoberst nur artikel, die diese wahlkampfpropaganda kolportierten. ganz gezielt waren von der republikanischen wahlkampfmaschinerie hunderte von webpages darauf optimiert worden... |
Zitat Markus (2007-05-09 14:11:21)
ich hab' ja auch nicht "lügen, verleumden, tricksen und polemisieren" geschrieben... |
Oder google hat einkassiert??
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Zitat Chemic (2007-05-09 23:19:14)
ein böser gedanke... nein, nein, es ging um den algorithmus, der definierte, welche seiten zuoberst in der resultateliste auftauchten, also die wichtigkeit einer page bewertet. und der ist unterdessen meines wissens neu. das problem bleibt natürlich grundsätzlich bestehen: google definiert, welche seiten wichtig sind. |
Genau und die wichtigen sind die die am meisten bezahlt haben. Das ist ein Grundbestandteil dieses Algorythmus! Je häufiger ein Begriff gesucht wird, desto schwieriger ist es für eine Seite oben zu stehen. Mit Geld kann da nachgeholfen werden! |
Zitat Chemic (2007-05-10 09:24:49)
gemäss google funktioniert die geschichte so:
und zum verkauf von platzierungen sagen sie explizit:
nun, du kannst natürlich sagen, dass sie lügen. dann müsstest du das aber auch irgendwie untermauern können... |
hmm ich dachte ich hab das mal gelesen das sich das Page-Ranking für gewisse Seiten änlich wie bei AdWords Programm von google zusammen stellt. Ich kanns aber nicht finden |
Zitat Chemic (2007-05-10 09:50:04)
(abgesehen davon, dass sich google es fast nicht leisten kann, sowas zu machen, die "neutralität" ihres rank-algorithmus ist imagemässig für eine suchmaschine zentral... was aber wiederum nicht heisst, dass es nicht doch heimlich gemacht werden könnte... aber eben: theorie. |


