Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays

Beitrag Iris

» Zum letzten Beitrag springen

Iris oder: eine Bio und mehr


Richard Eyre hat nach den Büchern "Elegy for Iris" und "Iris and her Friends" von John Bayley nicht einfach eine Biografie über Iris Murdoch verfilmt. Vielmehr konzentriert er sich auf das Liebes- und Lebensverhältnis in der Vergangenheit und im Jetzt von Iris und John, geschickt parallel erzählt, ruhig zwischen früher und heute hin- und hergleitend. Auch lässt Eyre, als Iris und John von der Diagnose erfahren, seinen Film nicht in belanglose Krankenhaus- oder Therapieschmonzetten abgleiten, sondern bleibt bei der menschlichen Problematik, die nicht nur den Betroffen sondern auch dessen nächste Umgebung, das häusliche und persönliche Schicksal, schwer trifft und aus der Bahn zu werfen droht. Auf nachvollziehbare Art und Weise erfahren wir so vom irdischen Ende einer langen, nicht einfachen Liebe zweier Menschen, die sich in ihrem Innersten so eng verbunden fühlten, wie man es sich für sich selbst wünscht.

Der Film ist hervorragend gespielt von den vier Hauptakteuren Winslet, Bonneville, Dench und Broadbent, wobei vor allem das ältere Schauspielerpaar ganz grandios die Leinwand füllt. Ein ebensolches Lob geht an die bezaubernde Musik von James Horner, der die stimmigen Bilder und die individuellen Konflikte mit einem feinen musikalischen Netz umgarnt. Sicher kein Film für lustige Wochenendpartys oder einfach schnell zur Unterhaltung, aber ein sehr schönes, leises Ereignis, das man gut und gerne geniessen kann.

Die Zusatzfeatures der DVD sind sehr fad. Das Making-Of ist Promostandard, über die Person Iris Murdoch erfahren wir nur wenig dokumentarisches. Dann gibt's noch einen Kurzspot in Sachen Alzheimer und einen noch kürzeren, der zum Kauf der Filmmusik anregen soll. Und das war's dann schon.

» Die komplette DVD-Kritik lesen

pb's Wertung: 4.5 Sterne

denke dass es ein fehler ist solche filme linear zu schneiden....

papp's Wertung: 4.0 Sterne


Beiträge suchen

Aktive Beiträge