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Beitrag 24, Season 7

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24, Season 7 oder: Ein weiterer Scheisstag


Er hat die Welt (also die USA) schon ein paar Mal vor Katastrophen bewahrt, war mit den übelsten Terroristen im Clinch, setzt sich über jegliche Befehle hinweg, knallt Verbündeten eine Kugel ins Bein, wenn's der Sache dient, und ging sogar schon auf seine eigene Familie los, nur um sein Land zu schützen. Der grösste Patriot der TV-Geschichte heisst Jack Bauer, arbeitete als CTU-Agent, wurde angeschossen, gefoltert, gequält, gejagt und gefangen genommen. Und dennoch, der Teufelskerl schafft es noch immer, den bösen Buben einen dicken fetten Strich durch deren teuflische Rechnung zu machen. Willkommen im siebten Tag!

Einmal mehr verkörpert Kiefer Sutherland den Überagenten, dem man einfach vertrauen muss. Zwar ist er nun nach 24: Redemption erstmal vor Gericht, aber dort bleibt er natürlich nicht lang. Schon nach ein paar wenigen Minuten sind wir wieder drin, in einer neuen Verschwörung, neuen Gefahren und gefährlichen Figuren. Nur muss Jack Bauer dieses Mal nicht alleine gegen die Bösewichte antreten, sondern hat Verstärkungen bekommen, die der Serie richtig gut tun und frischen Wind hineinbringen.

Endlich darf auch Carlos Bernard als "Tony" wieder mittun und das in einer Art, die einfach nur genial ist. Ein Guter, der undercover bei den Bösen arbeitet, aber dann doch noch einige Überraschungen auf Lager hat und schlussendlich auch mal auf Augenhöhe mit Kiefer Sutherland agiert, anstatt nur immer dessen Befehle zu befolgen. Zudem wurde mit der attraktiven Annie Wershing auch eine Dame ins Gefecht geschickt, die durchaus austeilen kann.

Die Story rund um den afrikanischen General, die Verwicklungen der Präsidentenfamilie und der Auftritt von Altstar Jon Voight sind erfrischend spannend umgesetzt und zeigen, dass die Serie nach zwei eher langwierigen Staffeln wieder an Fahrt gewonnen hat. Zwar macht, dem Autorenstreik sei Dank, der Anfang ein bisschen Mühe, aber wenn wir endlich mitten im Getümmel sind, wird Thrill auf sehr hohem (TV-)Niveau geboten. Und wenn Chloe O'Brian und Bill Buchanan auftauchen, gefällt's uns sowieso. Nur Elisha Cuthbert als Kim Bauer hätt's nicht gebraucht. Die macht einfach das, was sie am besten kann - sie lässt sich entführen... ;)

Fazit: 24 Season 7 ist hervorragend umgesetztes und produziertes Actionmaterial, das Fans der Serie begeistern dürfte. Kiefer Sutherland darf ein bisschen mehr Mensch als Maschine sein und die Gegner sind dieses Mal wirklich gut gewählt und stellen eine echte Bedrohung dar. 18 Stunden Spannung, Thrill und Nervenkitzel sind garantiert und wir hoffen, dass die nächste Staffel sich diesem Niveau anpassen kann.

Die DVD-Box der ganzen Staffel kommt in schöner Aufmachung und mit einem Booklet daher, das kurz die einzelnen Inhalte der Folgen beschreibt. Darüber sind Unmengen an Audiokommentaren abrufbar, sowie entfallene Szenen zu begutachten. In den Featurettes lohnt sich der Blick hinter die Kulissen, in dem die Drehbuchautoren spezifisch Bezug auf den Start dieser Season nehmen und ihre Unzufriedenheit darüber äussern. Damals, beim grossen Autorenstreik, war das Schreiben intelligenter Storylines und die Fortführung derselbigen ein bisschen, äääh, komplizierter....

Technisch hingegen werden wir mit einem hervorragend abgemischten Ton verwöhnt, der satt und kräftig durch die Boxen rauscht. Im Original und in der deutschen Synchro wurde tolle Arbeit geleistet und dem Fan somit genau das geliefert, was er erwartet hatte. Im Bereich des Bildes kommen einige Szenen ein bisschen körnig rüber, aber ohne gross auf die Qualität zu drücken.

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muri's Wertung: 5 Sterne

Der Reboot hat der Serie gut getan. An allen Fronten etwas frischer Wind geben der verkrusteten 24-Struktur wieder neue Impuse und das tut dem ganze richtig gut. Die wohl beste Staffel seit der zweiten.

db's Wertung: 4.0 Sterne


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