Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays
Beitrag Push
Push oder: Heroes reloaded Regisseur Paul McGuigan hat sich für seinen Nachfolgefilm von Lucky Number Slevin ins übersinnliche Genre begeben und präsentiert uns aufgemotzte Menschen, die gegen eine Organisation kämpfen, um ihr Leben rennen und deren Geschichte uns gleich in den ersten paar Filmminuten erzählt wird. So entsteht eine schöne Grundlage für die folgenden knapp zwei Stunden und lässt uns darauf hoffen, dass in Push etwas geboten wird, das wir schon lange nicht mehr erleben durften. Push ist ein dreckiger Film geworden. Die Behausungen der Charaktere sind verlumpt, die Strassen von Hongkong nicht gerade ein Traum, und das grosse Finale findet in einer Fabrik statt, in der die Filmemacher richtig aus dem bombastischen Vollen schöpfen durften. Es wird geschossen, gerannt, geflucht und natürlich, fast nebenbei, eine Story erzählt, die interessant beginnt, mit zunehmender Filmdauer aber etwas an Intensität verliert. Der Film bedient sich aus dem Fundus der bekannten Stories über spezielle Menschen und Mutanten. Ein bisschen Heroes, hie und da ein Schuss X-Men und eine nette Verschwörungsgeschichte, die sicher einen Platz in den X-Files verdient hätte. Als Beste im Cast mausert sich die junge Dakota Fanning (War of the Worlds, Charlottes Web) zur Leaderfigur. Mit ihrer unbekümmerten und frechen Art, ihrem für eine 15-Jährige recht provokanten Look und dem schönen Schauspiel stiehlt sie Chris Evans (The Fantastic Four) und dem etwas eintönigen Djimon Hounsou (Blood Diamonds) doch glatt die Show. Auch Camilla Belle (10000 BC) geht mit ihrem arg auf mysteriös getrimmten Charakter dagegen ziemlich unter. Fazit: Push macht sich nicht viel aus schönen Szenen oder ebensolchen Menschen. Die Story ist interessant, hält aber das Niveau leider nicht durch. Wer auf Mutantensachen oder Verschwörungsfilme steht, sollte hier ein Auge riskieren. Nicht zuviel erwarten, sondern einfach reingucken. Die DVD zu Push ist mit einigem Bonusmaterial ausgestattet, wobei der Hintergrundbericht über die Geschichte am meisten hergibt. Die Interviews hingegen sind nicht wirklich informativ oder interessant. Ein paar TV- und Kinospots und ein paar zusätzliche Szenen runden das Angebot ab, zu dem auch noch ein mässiger Audiokommentar kommt. Quantitativ zwar überraschend vielfältig, jedoch hapert's am Informationsgehalt der Reports. Dafür ist das Bild trotz der "dreckigen" Machart sehr gelungen, und in Sachen Ton rappelt's heftig in den Boxen. |
Hab ihn vor ein paar Monaten mal im Kino gesehen und muss sagen, dass die Idee des Films gut ist aber die Umsetzung nur teilweise gelungen ist. Aber ich hab mich doch beinahe 2 Stunden lang unterhalten, was schlussendlich doch das wichtigste ist, gell ;) |
mir hat der film - trotz der dakota |

