Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays

Beitrag Domino

» Zum letzten Beitrag springen

Domino oder: Emanzipation für Fortgeschrittene


Keira Knightley ist uns allen bestens bekannt als Elizabeth Swann in den Pirates-Filmen. Dass das Mädchen jedoch bald genug von ihrem Image als Märchenprinzessin hatte, war abzusehen. Nach ihrem ersten Auftritt als Amazone in King Arthur wollte sie mehr. Auf der Suche nach einer noch tougheren Rolle traf sie auf das Drehbuch von Domino. Der Film erzählt die teils wahre Geschichte einer Frau, die gegen alles und jeden rebelliert hatte und ihr Geld als knüppelharte Kopfgeldjägerin verdiente. Dumm nur, dass man der hübschen und zierlichen Knightley die harte Kämpferin nicht ganz abnimmt.

Für das Drehbuch zeigte sich niemand Geringeres als Richard Kelly verantwortlich. Dieser machte sich 2001 einen Namen mit dem Kultfilm Donnie Darko. Dort hatte man eine überaus komplizierte Geschichte, über die man jedoch sehr gern diskutierte, da sie nicht komplett aufgelöst wurde. Auch hier hat es Kelly mit Verwirrung versucht. Er stopft seine Story voll mit zu vielen Figuren, viel zu vielen Handlungssträngen und einer Nebenhandlung mit Medienkritik.Durch dieses "zu viel" entsteht Verwirrung. Zusätzlich gibt es noch die Bildspielereien von Herrn Tony Scott zu bestaunen, die eher verwirrend wirken als etwas anderes - Man on Fire lässt grüssen.

Bei der Darstellerriege lässt sich neben Knightley noch ein perfekt gecasteter Mickey Rourke finden. Ihm nimmt man diesen harten Kerl voll ab, und es ist eine Freude, ihm bei der Arbeit zuzuschauen. Die anderen Figuren, wie der von Edgar Ramirez gespielte Chocos, sind nur 08/15-Figuren mit ihren 08/15-Problemen.

Domino ist zu vollgepackt. Der Actionfanatiker wird definitiv der komplizierten Story nicht folgen können und dem anspruchsvollen Kinogeniesser ist das ganze zu brutal. Wer der verzwickten Story folgen kann, erlebt zwar Wendungen am Laufmeter, aber irgendwann veliert man das Interesse an dem bunten Treiben. Dieses Werk ist weder Fisch noch Fleisch. So bleiben eher einzelne Szenen in Erinnerung als das Gesamtwerk.

Zur DVD: Obwohl das Bild in einigen Szenen arg verfremdet wurde, ist es auf der DVD die ganze Zeit scharf. Ebenfalls ein dickes Lob darf sich der Ton einholen. Wenn die Bounty Hunter loslegen, dann wackelt das Wohnzimmer. Spätestens beim Showdown in Vegas werden die Nachbarn aus dem Bettchen fallen. Die deutsche DTS-Fassung ist am stärksten, doch auch O-Ton-Fans werden nicht enttäuscht sein. Als Extras werden Interviews, Blicke hinter die Kulissen, Darstellerinfos und eine Doku über das Leben der echten Domino Harvey geboten. Letzteres ist sehr informativ, und es kommen viele Leute zu Wort, die der im Juni 2005 verstorbenen Frau ihre Ehre erweisen.

» Die komplette DVD-Kritik lesen

crs' Wertung: 3 Sterne

Zitat crs (2009-09-07 19:49:00)

Der Actionfanatiker wird definitiv der komplizierten Story nicht folgen können.


:D:D:D

euros' Wertung: Noch nicht bewertet


Beiträge suchen

Aktive Beiträge