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Beitrag Buben, baraban
Buben, baraban oder: Ich bin Bibliothekarin und ich will Rache! Buben, baraban ist eine komplett russische Produktion und das erkennt man auf Anhieb. Hollywood kann noch so viel Geld in Requisite und Sets verwenden, die Realität können sie nicht rekonstruieren. Buben, baraban hat jedoch nicht nur russische Schauspieler zu bieten sondern wurde auch an Originalschauplätzen gedreht, und das gibt dem Film nicht nur von Anfang an eine Authentizität, sondern fasziniert auch auf ganz eigene Art und Weise. Unterstrichen wird diese düstere Stimmung von der grossartigen Charakterschauspielerin Natalya Negoda, welche die abgestumpfte und zynische Bibliothekarin mit Leib und Seele verkörpert. Die guten Schauspielerinnen und Schauspieler, die Atmosphäre sowie der bitterböse russische Humor bilden dann auch, neben der tragischen Geschichte von Katya, die Basis für Buben, baraban. Auch wenn es ein sehr ruhiger Film geworden ist, der zwischendurch auch seine Längen hat, folgt man doch fasziniert der Handlung, die im berechenbaren Alltag beginnt und dann immer mehr ausser Kontrolle gerät. Da stört es wenig, dass die Handlung sehr linear abläuft, und dass der Film, selbst wenn Familienprobleme und die Vergangenheit von Katyas Liebhaber nebenbei eingeflochten werden, ohne grosse Überraschungen auskommt. Glücklicherweise hatte Regisseur Alexei Mizgirev auch den Mut, die Geschichte so zu Ende zu erzählen, wie sie angefangen hat, und nicht wie in anderen Produktionen üblich, irgendein bemühtes Happy End hochzuzüchten. Fazit: Buben, baraban ist ein sehr trister, realistischer und faszinierender Film geworden, der mit viel Authentizität die Lebensgeschichte von Katya erzählt und eindrücklich die Grenzen der Widerstandsfähigkeit gegenüber einer verzweifelten Situation auslotet. Gespickt mit viel makaberem russischen Humor und tragischen Schicksalen bietet Buben, baraban eine sehr gute Mischung, die bis zum bitteren Ende überzeugt. |

