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Beitrag Righteous Kill
Righteous Kill oder: Was für ein Stress kurz vor der Pension Der Cop-Streifen Righteous Kill ist nach der Pate 2 und Heat die dritte Produktion, welche die beiden Urgesteine Al Pacino und Robert De Niro zusammen vereint. Nachdem sie in der Pate 2 die Bösen waren und sich in Heat duellierten, sind jetzt zum ersten Mal beide auf der Seite der Polizisten. Leider gehört dies auch zu den einzigen Innovationen des Filmes, denn insgesamt riecht das Ganze eher nach Gammelfleisch, als nach frischem Braten. Das Szenario, das hier geboten wird, wurde in ähnlicher Form bereits in vielen anderen Produktionen verbraten und ist eigentlich nur aussergewöhnlich, weil die beiden Kultschauspieler die Hauptrollen spielen. Wie üblich bei Filmen, die etwas spezieller als der Mainstream sein wollen, beginnt Righteous Kill am Ende und rollt von da aus die Geschichte von Anfang an auf. Allerdings geht Regisseur Jon Avnet die Geschichte weniger wie ein Fall, sondern eher wie eine Nachrichtensendung an, bei der von einem Mordfall zum nächsten moderiert wird. Die Handlung dümpelt dabei sehr langsam voran, und da der Film linear und aus der Sicht der beiden Hauptfiguren erzählt wird, wird es kaum abwechslungsreich oder spannend. Dazu kommt noch, dass bis auf die Frage, wer jetzt eigentlich der Killer ist, es kaum etwas gibt, was die Handlung interessant gestalten könnte. Da hilft es auch nicht, wenn im letzten Viertel der Handlung unter den Cops Misstrauen ausbricht, als klar wird, dass sich der Mörder in den eigenen Reihen befindet, denn ein Spannungsbogen wird kaum aufgebaut. Selbst wenn es schliesslich doch sauber aufgelöst wird, bleibt man eher ernüchtert und mässig interessiert zurück. Mit seiner Spielzeit von 100 Minuten ist Righteous Kill zudem an der oberen Grenze, denn länger hätte er definitiv nicht sein dürfen. Selbst wenn die Kameraführung und die Beleuchtung der verschiedenen Szenen sehr gelungen sind, vermag der Film nicht zu packen. Da nützen auch die grossen Namen im Cast nichts, da kaum mehr als solide Arbeit geleistet wird und selbst wenn es heisst, dass die Herren Al Pacino und Robert De Niro im Film kurz vor dem Ruhestand sind; man merkt ihnen ihr reales Alter überdeutlich an, was einigen Szenen schlichtweg die Glaubwürdigkeit nimmt. Fazit: Righteous Kill gehört zu den vielen Cop-Streifen, die mit grossen Namen auftrumpfen wollen und am Ende doch nur das bekannte Schema F abliefern. Selbst wenn einige Szenen durchaus gelungen und einige Dialoge auch amüsant sind, zieht sich der Film enorm in die Länge und kann kaum Überraschungen oder mehr als solide Arbeit bieten. Die DVD liefert den Film in einer soliden Bild- und Tonqualität. Das Bonusmaterial setzt sich aus den üblichen Verdächtigen wie Audiokommentaren, Trailer und Spots zusammen. Wirklich interessant sind jedoch nur die beiden Making-ofs, welche zum einen die Entstehung des Filmes und zum anderen auch echte Polizisten zu Wort kommen lassen, welche ähnliche Vorfälle, wie sie im Film behandelt werden, wirklich erlebt haben. |


