Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays
Beitrag The Birds
The Birds oder: Wenn das Federvieh verrückt spielt Der englische Kultregisseur Alfred Hitchcock hat in seiner langen und erfolgreichen Karriere viele gute Filme abgeliefert. Psychodramen, Thriller und auch Gaunerkomödien. Eines seiner bekanntesten Werke ist sicherlich The Birds, ein für die damalige Zeit recht brutaler und aufwühlender Tierhorrorfilm, der auch heute noch nichts von seiner Faszination verloren hat. Über die Fortsetzung von 1994 legen wir hingegen den Mantel des Schweigens. Nachdem wir Hitchcocks üblichen Cameoauftritt hinter uns gebracht haben (er führt einen Pudel aus dem Tiershop), lernen wir die beiden Protagonisten der Geschichte kennen. Tippi Hedren und Rod Taylor (The Time Machine) sind schöne Menschen und sehen super aus. Mehr haben sie auch in den ersten knapp 50 Minuten nicht zu tun. Da plätschert der Film nämlich recht langatmig vor sich her (von einer kurzen Vogelattacke auf Mrs. Hedren mal abgesehen) und dreht sich um das Katz- und Mausspiel von Hedren und Taylor. Nett, aber nicht das, wofür wir The Birds mögen. Erst als die Geburtstagsparty empfindlich gestört wird, legt der Film einen schönen Zahn zu und lässt sogar Leichen mit ausgepickten Augen in Grossaufnahme stehen. Die Spannung steigt, die Attacken häufen sich, und auch weil das Ganze einen recht chaotischen Eindruck macht, entsteht eine tolle Spannung und Intensität, von der dieser Klassiker bis in die Schlussminuten zehrt. Einzelne Szenen sind brillant (beispielsweise diejenige, in der Tippi Hedren vor der Schule wartet und sich im Hintergrund das Spielgerüst immer mehr mit Vögeln füllt), und die Schauspieler zeigen auch was fürs Geld. Fazit: The Birds ist ein wahrer Klassiker der Filmgeschichte, überzeugt durch tollen Thrill und angsteinflössende Momente bei den Attacken der Vögel. Da das Ganze scheinbar ohne Grund geschieht, kann man nach Sichtung dieses Filmes auch noch über das "Warum" diskutieren. Ein paar mögliche Gründe werden nämlich schon seit Jahren durchs Internet getragen. Die DVD, aus der Alfred Hitchcock Collection, bietet den Ton leider nur in Monoqualität, jedoch gibt es diverse Untertitelspuren, aus denen man auswählen kann. Natürlich sind Ton und Bild altersentsprechend nicht mit neueren und überarbeiteten Versionen zu vergleichen, aber wer will einen solchen Klassiker schon ohne Spuren im Bild und Knacken im Ton gucken? Eben. Das Bonusmaterial hingegen ist sehr gut gelungen. Ein informatives Making-of, unveröffentlichte Szenen und ein alternatives Ende (nur als Zeichnungen verfügbar) optimieren die Story, und wenn wir den Leinwandtest von Tippi Hedren zu sehen bekommen, dann wissen wir auch, warum die Dame gecastet wurde. Eine schöne Fotogalerie ist auch noch anwählbar, und der DVD liegt ein kleines Booklet bei, das nochmals zusätzlich Infos liefert. |
Ein wirklich starker Film von Alfred Hitchcock, welcher von Anfang bis zum Ende zu packen vermag. Leider muss der Film vor allem beim Schluss abstriche hinnehmen. Denke aber auch, dass die Möglichkeiten für einen besseren Schluss noch nicht vorhanden waren. |
Da gibts doch so einen Typen der aus den ganzen Filmen (u.a Matrix, The Birds etc.) seine eigene psychologische tiefgehende Metapher herausliest, leider aber ist mir der Namen nicht mehr geläufig! Bei The Birds wars, wenn ich mich recht erinnere, ein tief verwurzelter Mutter/Ödipusskomplex oder sowas in diese Richtung! Kennt den jemand? |

