Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays
Beitrag Hell Ride
Hell Ride oder: Auf dem Highway ist die Hölle los Larry Bishop ist ein Kumpel von Quentin Tarantino. Seit Kill Bill Vol. 2 sind die beiden Herren gute Freunde, und so war es nur logisch, dass sie gemeinsam den "besten Bikerfilm aller Zeiten" drehen wollten. Schlussendlich hat sich Mr. Kinn allerdings auf das Produzieren beschränkt, während Larry Bishop die Regie übernahm und gleich selber die Hauptrolle spielte. Zusammen mit Michael Madsen übernimmt er den Lead in diesem Bikerabenteuer. Eins muss man dem Herrn Bishop lassen: Er hat bei Quentin Tarantino einiges abgeguckt. Die Musik von Hell Ride passt zu den harten Burschen auf ihren Töffs, die Schnitte sind teilweise unübersichtlich und pseudo-cool, und die Darsteller wurden genau so gecastet, dass jeder schlussendlich einen grossen Teil seiner eigenen Persönlichkeit einbringen konnte. Das ergibt viel Flucherei, lautes Dröhnen von Motoren, knapp (oder gar nicht) bekleidete Damen und stylische Bilder. Nur bei der Geschichte happerts. Sobald wir nämlich die Hauptfiguren vorgestellt bekommen haben, fängt eine Horde von Zeitsprüngen und Hinweisen an, die dem Zuschauer klar macht, was vor dreissig Jahren passierte und wer genau dafür verantwortlich ist. Unser "Held" hingegen tappt noch länger im Dunkeln, und erst mit dem Auftauchen von David Carradine fällt auch sein Zwanziger. Darstellerisch bietet Hell Ride die ganz coolen Jungs aus Hollywood. Michael Madsen beim Saufen und Prügeln, Dennis Hopper mit coolem Seitenwagen, und natürlich Vinnie Jones als Henchman mit Armbrust. Sieht alles lässig aus, und wenn dann die nackten Damen noch dazukommen und sich verführerisch räkeln, dann freut das den Mann vor dem Fernseher. Fazit: Hell Ride hätte ein Riesending werden können, verpasst aber mit einer langweiligen Story und den Tarantino-typischen Übertreibungen in Coolness diesen Schritt. So machen einzelne Szenen zwar Spass und überzeugen in ihrer Machart, der grosse Wurf bleibt leider aus. Trotz lässigen Töffs und heissen Miezen. Auf der DVD von Hell Ride werden die wichtigsten Punkte des Filmes nochmals näher unter die Lupe genommen. Nein, die Story ist es nicht. Dafür kriegen die Kerle, die Babes und die Motorräder eigene Features, in denen geschwärmt und Komplimente verteilt werden. Das Making-of ist okay, macht einen sympathischen Eindruck, bietet aber nicht viel Neues, und auch das Videotagebuch von Michael Madsen hätte man besser umsetzen können. Der Trailer zum Film macht den Abschluss des Bonusmaterials. Technisch ist die DVD gut gelungen. Wenn man sich mal durch die zahlreichen Trailers gedrückt hat, erwartet einen der satte und wummernde Ton des Soundtracks, und auch das Bild vermag standzuhalten. Zwischendurch ein bisschen überbelichtet, aber irgendwie passt das ja zu der Wüstenhitze, oder? |
Nur Zensiert auf Code 2 Wie üblich wird der Film nur Zensiert in unseren Breitengraden erscheinen:
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Was ein paar durchgeschnittene Kehlen doch bewirken können.... |
Die CH-DVD von Ascot soll uncut sein! |
Zitat db (2009-06-04 12:32:16)
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Unterste Schublade, dieser Film. Sogar als Grindhouse-Hommage gibt's nicht als Grindweh |

