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Beitrag Ong Bak 2

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Ong Bak 2 oder: Jeder darf mal verprügelt werden


Spätestens 2003 wurde die Welt aufmerksam auf Tony Jaa. Der Mann aus Thailand verband verschiedenste Kampftechniken, legte in seinem Film Ong Bak eine Intensität und Brutalität an den Tag, die man so noch selten in einem Mainstreamfilm gesehen hatte. Die Kämpfe waren spektakulär, der Kerl wurde zum Star und bringt nun Ong Bak 2. Allerdings hat dieser Film nur noch den Titel gemein mit dem Original. Und natürlich die Kampfszenen, die spektakulärer kaum sein könnten.

Die Story von Ong Bak 2 dient nur der Überbrückung auf die Kämpfereien. Ein Junge wird entführt, in diversen Techniken ausgebildet und nimmt Rache. Mehr gibts nicht zu sehen, auch wenn die schlussendliche Auflösung mit der Identität des Mörders eine klitzekleine Überraschung sein dürfte. Aber das ist alles Pipifax gegen die traumhaft choreographierten und wunderbaren Sequenzen, bei denen es mit Hand, Fuss, Knie oder Kopf zur Sache geht und die Knochen splittern.

Da wird gegen Krokodile gekämpft, auf dem Rücken von Elefanten geprügelt und das Tier spektakulär in den Kampf miteinbezogen, oder es werden allerlei Knochen gebrochen. Und das in einer Geschwindigkeit und Präzision, die wohl selbst Jet Li oder Jackie Chan vor Neid erblassen lassen. Doch so toll diese Darbietungen auch sind, so atemberaubend Tony Jaa kämpfen kann, wenn die Geschichte dahinter nicht stattfindet, nützen auch die härtesten Handkanten und brutalsten Tritte nichts.

Fazit: Ong Bak 2 ist kampftechnisch hervorragend gelungen und spektakulär umgesetzt. Dagegen verblasst die Story, und auch Tony Jaa vermag als Mime nicht zu überzeugen. Er hat ja eh nicht viel Text, aber ausserhalb des Kampfkreises geht der Mann leider unter.

Die DVD zu Ong Bak 2 kommt auf zwei Discs daher, wobei auf der ersten Scheibe der Film und ein paar Trailers enthalten sind und auf der Extra-Bonus-Disc das komplette Zusatzmaterial. Hier kriegen wir nochmals spektakuläre Filmclips zu sehen, lauschen die Stars bei diversen Interviews (Tony Jaa macht einen ganz schüchternen Eindruck) und sehen ein TV-Special, das natürlich einen rein werbetechnischen Zweck hat und entsprechend den Film auch über alle Facetten lobt. Die B-Roll nimmt uns mit zur Kamera hinter der Kamera, und ein paar Hinweise auf andere Filme runden das gelungene Angebot ab.

Technisch überrascht Ong Bak 2 mit einem sehr guten und klaren Bild, das auch bei den schnellen Kampfszenen nie den Überblick und die Qualität verliert. Der Ton wird nicht besonders beansprucht, macht aber das Nötigste, wenn mal jemand Dialogszenen hat. Hier reicht's für ein "solid".

» Die komplette DVD-Kritik lesen

muri's Wertung: 4 Sterne

abzug wegen und warnung vor dem sehr abrupten ende! ansonsten einiges besser als erwartet, auch wenn einige storylängen zu überbrücken sind.

th's Wertung: 4.0 Sterne

Die Kritik von muri erwähnt leider nicht, daß die Kampfszenen in Ong Bak 2 stark mit hektischen Schnitten und unterschiedlichen Abspielgeschwindigkeiten manipuliert sind. Das ist das genaue Gegenteil von der direkten, authentischen Power, die Tony Jaas erste Hauptrollen so einzigartig machte (Ong Bak 1 und Tom Yum Goong/ Revenge Of The Warrior). Dort gab's rohes Muay Thai, hier gibt's das alte "Alles gegen Alles"-Klischee uralter Kung Fu-Turnier-Schinken wie "Duell der Giganten (Master of the Flying Guillotine)", aber schnitttechnisch aufgepimpt und steril wie ein Videoclip. Ong Bak war hart, Ong Bak 2 macht weich in der Birne. Es wirkt wie eine Anbiederung an den Teil des Publikums, dessen Aufmerksamkeitsspanne nur noch für kurze Youtube-Clips und dessen Intelligenz nur noch für Sprüche wie "Kampfstil X is aba besser als Y", gesetzt unter selbige Clips, ausreicht. Kein großes Sequel, eine große Enttäuschung. :! - shatterhand

shatterhand's Wertung: Noch nicht bewertet

Zitat th (2009-05-26 22:25:10)

abzug wegen und warnung vor dem sehr abrupten ende!


kommt daher, dass der film noch einen zweiten teil hat also noch nicht fertig ist. zudem ist das ja kein teil 2 sondern ein eigenständiger film mit dem selben titel. Hats in der geschichte schon oft gegeben.

greedo's Wertung: 5.0 Sterne

natürlich. aber wenn man den film guckt, gibt es gegen das ende absolut kein indikator, dass er demnächst fertig ist. es wird fleissig gekämpft und ohrfeigen ausgeteilt, und *puff* kommt der abspann, total unerwartet. es schaut so aus, als wurde bis zum letzten vorhandenen Baht filmbudget gedreht, und dann einfach aufgehört, als kein geld mehr da war.

th's Wertung: 4.0 Sterne

Nun ja! Die krasse Lookveränderung (Mittelalterliche Zustände, zerissene Vorhänge als Kleidung, mit weichzeichner versehene Optik und und und). Erstmals musste ich mich ein wenig daran gewöhnen, doch die klasse inszenierten Slow-Motion Fights lassen einen schnell die Kulisse drumherum vergessen!

+ sämtliche MuayThai-KungFu Szenen mit Tony Jaa

- kitschige, unnötige Klischesequenzen, die teilweise echt ANÖDEN
- von der Grosstadt Bangkok, ab in den Dschungel um 1400
- Weichzeichnung
- gestreckte oder/und, um die 90 min zu erreichen, aufgezwungen wirkende Szenen (die Tanznummer, Jugendfasseleien, teils sogar sich wiederholende Bildabfolgen)
- teils überlastige Kackerlackenmusik X(

Fazit: TONY JAA gehört in die moderne Grossstadt, entsprechend gekleidet!

lutzefutz's Wertung: 4.0 Sterne


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