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Beitrag The Curious Case of Benjamin Button
The Curious Case of Benjamin Button oder: Verkehrte Welt Regisseur David Fincher und Darsteller Brad Pitt sind ein gutes Team. Se7en und Fight Club sprechen eine deutliche Sprache. Nun haben sie sich der Verfilmung einer Kurzgeschichte von F. Scott Fitzgerald angenommen und laden den Zuschauer auf eine fast magische Reise ein. The Curious Case of Benjamin Button zeigt einen Hauptcharakter, der immer jünger wird und sich das Leben von der entgegengesetzten Seite anschauen muss. Drei Oscars hats dafür an der Verleihung dieses Jahres gegeben, jedoch keiner davon in einer "Major"-Kategorie. Eins vorne weg. The Curious Case of Benjamin Button dauert knappe drei Stunden und erzählt die erwähnte Story des speziellen Mannes sehr ausführlich. Aber so faszinierend und toll erzählt die Geschichte auch ist, sie hat vor allem im Mittelteil mit rechten Längen zu kämpfen und setzt ein diskussionsloses Interesse des Zuschauers voraus. Wer das nicht bieten kann, wird es schwer haben, dem Leben des Benjamin Button zu folgen. Gespielt wird die Hauptfigur bekanntermassen von Brad Pitt. Der musste vielfach halt einfach sein Gesicht leihen, während der Körper dazu von jemand anderem kam. Das macht aus der Figur von Benjamin praktisch einen durchgehenden Spezialeffekt, der aber mit zunehmender Filmdauer immer besser platziert wird und überzeugt. Cate Blanchett, die mit Pitt ja schon in Babel vor der Kamera stand, liefert ebenfalls eine tolle Performance ab und hätte auch eine Oscarnominierung verdient gehabt. Die beiden harmonieren prächtig, geben sich genügend Zeit zur Entfaltung und dominieren den Film nach Belieben. Da geht der kurze Auftritt von Tilda Swinton recht unter, und auch Julia Ormond vermag da nicht mitzuhalten. Fazit: The Curious Case of Benjamin Button ist eine schöne und toll umgesetzte Geschichte geworden, die allerdings ein bisschen mit seiner Überlänge zu kämpfen hat und in der Nebenhandlung der Gegenwart meist recht langweilig wirkt. Wenn aber die Zeit zurückgedreht wird und wir Brad Pitt beim "Jüngern" zugucken, dann überzeugt der Film absolut. Teilweise erinnert er an Forrest Gump, ohne allerdings an dessen Qualität und Unterhaltungswert heranzureichen. Einmal mehr müssen die Fans von Hintergrundmaterial auf die teurere und auch vollbepacktere Spezial-Edition des Films zurückgreifen. Die vorliegende Standardversion bietet leider als Extra nur einen Audiokommentar von David Fincher. Der ist zwar interessant, aber ein Making-Of oder eine Reportage über die Maske kostet extra. Technisch bietet The Curious Case of Benjamin Button eine hervorragende Bild- und Tonqualität. Die Farben sind satt, und auch in den dunkleren Szenen gibt es keinen Abzug zu vermerken. Auch die tolle Musik kommt klar und sauber durch die Boxen, was den Film diesbezüglich zu einem sicheren Wert macht. |


