Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays
Beitrag Misery
Misery oder: Gut geschrieben ist halb gelebt 1990 kam Misery in die Kinos. Ein Film, basierend auf dem genialen Buch von Horror-Meister Stephen King. Dieser hatte Gefallen an den Verfilmungen seiner Bücher gewonnen und hatte mit Rage Carrie, Christine, The Shining oder Stand by me auch schon richtig gute und erfolgreiche Filme hinter sich. Als Misery auf den Buchmarkt kam, war es nur eine Frage der Zeit, bis auch dieser Roman im Kino gezeigt wurde. Mit der damals noch recht unbekannten Kathy Bates (sie hatte gerade mit ihrer Nebenrolle in Dick Tracy eine weiteren Flop gelandet) wurde die Hauptfigur der einsamen und gestörten Annie Wilkes besetzt. Eine Besetzung die sich lohnte, bekam doch Kathy Bates für diese Rolle einen Oscar als beste Hauptdarstellerin und auch noch einen Golden Globe. James Caan, der damals bereits ein gestandener Star war, wurde ihr zur Seite gestellt. Die Rechnung ging auf: In Amerika spielte Misery über 60 Mio Dollar ein und war somit eine der erfolgreichsten King-Verfilmungen. Ich kann mich noch gut erinnern, als ich Misery das erste Mal gelesen habe. Starkes Buch, dass man (wenn möglich) nicht unbedingt vor dem einschlafen lesen sollte. Den Film habe ich damals natürlich auch gesehen und war schwer beeindruckt. Nach Sicht der DVD geht es mir heute nicht anders... Wie bei den meisten Buchverfilmungen von Stephen King, hat der Horror ein freundliches Gesicht. Auch hier ist Annie Wilkes anfangs der Engel in rettender Not. Doch schnell wird aus dem Patienten Paul Sheldon ein Gefangener Paul Sheldon. Und Annie ist eine Frau, die mit allen Mitteln durchsetzt, was sie sich in den Kopf gesetzt hat. Und das mit schmerzhaften, nervenaufreibenden und extrem spannenden Momenten, die der Film liefert. Natürlich denkt jeder zuerst an die bekannte Szene, in der Annie den Hammer rausholt und so den Patienten vom fliehen abhält. Aber der Film zeigt noch weiteres... Dass Kathy Bates hier eine Oscar abgeräumt hat, ist das mindeste. Ihre Darstellung, resp. der Wechsel vom "Engel" zum "Bengel" ist genial. Und persönlich denke ich, das Kathy Bates nie mehr so gut war wie hier. James Caan spielt solide und ebenfalls sehr überzeugend. Seine Angst, sein Schmerz und seine schlussendliche Entschlossenheit sind genial dargestellt. Was soll man da noch sagen. Ein Meisterwerk des Psycho-Thrillers, dass auch heutzutage noch seines Gleichen sucht und so ziemlich das Beste dieser Art Film ist, das ich je gesehen habe. Stimmungsvoll, beängstigend und erschreckend. Der ganz normale Horror eben. Ein Klassiker. Nicht mehr und nicht weniger. Top-Film! Die DVD (als "Special Edition" wiederveröffentlicht) enthält neben den üblichen Extras wie Kinotrailer oder Bildgalerie noch einiges mehr. Da wäre zum Beispiel eine sehenswerte Dokumentation mit dem Namen "Misery loves Company", in der man einiges über den Film und die Romanfigur erfährt. "Marc Shaimon's Musical Misery Tour" bringt uns die musikalische Untermalung des Films ein wenig näher und das 8-seitige Booklet ist ebenfalls beeindruckend und wünschenswert für andere DVD's dieser Art. Alles in Allem eine Top-DVD, die dem genialen Film gerecht wird. |
Toller Streifen... Tolle DVD... Reservoir Dog |
Falls jemand den Film noch nicht gesehen hat: Misery gibt es jetzt in der schönen "Gold Edition" zum kleinen Preis. http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B0001N5G3W/outnowch/028-3649216-2711752 Wirklich ein super Film! Gruss Stefan |
Guter Streifen, definitiv. Obwohl ich diese Szene mit dem Fuss und dem Hammer einfach hasse. |
Naja, nicht einer meiner Lieblings Horror/Thriller...Die Beinbrechszene ist ganz nett... Kommt allerdings nicht an den Zahnarzt im Marathon Man ran |
Fantastischer Film |
K. Bates ist wirklich ganz stark in dem Film und auch sonst ein *netter* Streifen Cellulose |
Steven King Verfilmungen haben so eine Sache für sich, the Stand hat seine Qualitäten, Shining hat seine Qualitäten und Misery vereinigt die besten davon. Gut erzählt wie the Stand, schockierend wie Shining und trotzdem viel reissender. Das Setup ist klassisch. Schneefall, zugeschneit in einer Hütte, keine Verbindung zur Aussenwelt. Während in Shining erwähnt wurde, dass sich so etwa 5 Freunde gegenseitig aufgegessen hatten, sind es hier nur der Autor und seine Pflegerin. Beide Schauspieler spielten ihre Rollen ausgezeichnet. Die Aufbrausende Annie die innert sekunden zum Monster werden konnte, unterstützt durch den passenden Soundtrack, und der leidende Autor, dessen Schmerzen einige Szenen beinahe zur Qual werden lassen. Die Kameraführung seinerseits ist eher veraltet, lange Einstellungen, wenig mobilität. Passte vielleicht zu der damaligen Zeit, heute wirkt es staubig, betont aber zwischendurch die BU Momente und das Leiden um so besser. Fazit: Ein sehr intensiver Horrorstreifen, der einem unter die Haut geht und sicher einen Blick wert ist. |
Zitat navi_t (2005-07-21 19:12:54)
sozusagen zevva-wischundweg |
Misery ist für mich neben Shining der genialste Horrorfilm überhaupt. Spannung bis zum grossen Schluss-Finale. Stephen King hat hoffentlich seine Freude an diesem Film gehabt. |
Ich hätte mir gewünscht, dass der Film etwas brutaler gewesen wäre. So wie das Buch. Denn da wurden die Beine nicht gebrochen, die Füsse wurden abgehackt. Der Polizist wurde nicht erschossen, sondern erst mit einem grossen Kreuz durchbohrt und dann mit dem Rasenmäher überfahren. Ich weiss nicht mehr, wie Annie in dem Buch gestorben ist, aber es war ebenfalls einen Hauch brutaler. Trotzdem ist der Film ein wahres Meisterwerk. |
Brillante Buchverfilmung. Kathy Bates in Höchstform, doch auch James Caan überzeugt, er spielt Sheldons Angst wirklich wunderbar. Super Film, der richtig gut mit den Gefühlen des Zuschauers spielt. Abgerundete 5 Sterne. |
Ein Film der auch nach gut 20 Jahren zu fesseln vermag. Von A-Z bietet Misery spannende Unterhaltung. Zu K. Bates performence gibt es nichts hinzuzufügen. Von dieser Frau hat man einfach Angst |
Misery geht wahrlich unter die Haut und das "Stalker-Szenario" macht einfach aus Prinzip Angst. Die schauspielerischen Leistungen sind grossartig und helfen Misery zu noch mehr Spannung. Misery ist kein Shining, dafür fehlt dem Film die Tiefe, die Kraft und vor allem die Intensität. Es ist nicht so, dass Misery gar keine Intensität versprüht, im Gegenteil. Doch ein Vergleich mit Shining hinkt. Das Kammerspiel funktioniert unglaublich gut und die Veränderungen der Umstände, der Figuren usw. sind sehr realistisch umgesetzt worden. Sicherlich ein starker Psycho-Thriller, vor allem dank den Schauspieler. Im Gesamtbild aber dennoch weit hinter dem Roman. |

