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Beitrag The Alphabet Killer

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The Alphabet Killer oder: Buchstabenspiele mit Menschen


Wir erinnern uns einige Jahre zurück, da kam Wrong Turn ins Kino, und es gab mit Eliza Dushku eine neue Scream-Queen. Leider war dies nicht von Dauer. Nach einigen Ehrenrunden in TV-Serien ist sie jetzt in The Alphabet Killer wieder mit Wrong Turn-Regisseur Rob Schmidt vereint. Der Film basiert lose auf den sogenannten Alphabet Murders, die in Rochester zwischen 1971 und 1973 stattgefunden haben und deren Mörder auch nie geschnappt wurde. Rob Schmidt hat sich viele Freiheiten bei seiner Adaption genommen, und anstatt die Geschichte mit den Morden aufzurollen, benutzt er diese lediglich als Basis, um die Geschichte der psychisch labilen Polizistin Megan (Dushku) zu erzählen.

The Alphabet Killer beginnt vielversprechend. Ein mysteriöser Mord an einem jungen Mädchen. Eine Polizistin, welche sich immer mehr in den Fall hineinsteigert und schliesslich zwar das Richtige sieht, doch von den Kollegen nicht mehr beachtet wird. Leider wird dies kaum genutzt, um eine Spannung aufzubauen, sondern geht nach einigen Szenen-Collagen von einer Polizistin, die sich immer mehr im Kreis dreht, auf die Psychoschiene über, bei dem im The Sixth Sense Stil plötzlich Visionen von den toten Mädchen die Polizistin peinigen. Allerdings wird dies, im Gegensatz zu The Sixth Sense, kaum genutzt, um etwas zur Story beizutragen oder mit deren Hilfe den Fall zu lösen. So werden lediglich unmotivierte und pseudogruslige Szenen aneinandergereiht, welche schnell den Reiz verlieren und nur bedingt etwas zur Atmosphäre und schon gar keine Schockmomente beitragen.

So wird aus dem einst potentiellen Thriller ein chaotischer Genremix, der durch einen Cop auf dem Abstellgleis erzählt wird und es kaum schafft, einen Spannungsbogen aufzubauen. Wie schon bei den Zodiac Verfilmungen zieht sich das Ganze in die Länge, und selbst wenn das Raten "wer ist der Täter" den Film noch etwas interessant hält, fesselt er kaum. Was The Alphabet Killer schliesslich das Genick bricht, ist Eliza Dushku selber. Ihre Darstellung der immer instabiler werdenden Polizistin ist so überzeichnet und schlittert gegen Ende derart ins Lächerliche, dass es dem Film jegliche Glaubwürdigkeit nimmt und mehr zu einem ungewollten Grinsen als Mitfiebern verleitet.

Fazit: The Alphabet Killer hätte rein von der Idee her sicher viel Potential gehabt. Leider hat Regisseur Rob Schmidt draus nicht einen Cop-Thriller gemacht, sondern eine schwurblige Genremischung, welche die einzelnen Elemente kaum nutzt. Als Psychothriller bleibt der Film zu klischeehaft und zu schlecht gespielt, die übernatürlichen Erscheinungen wirken unmotiviert und bringen ausser einigen unheimlichen Momenten kaum etwas in die Story hinein. Deshalb bleibt The Alphabet Killer auch eher eine durchschnittliche Produktion mit einer soliden Story, vielen Hängern und einer Auflösung, die zwar überraschend ist, doch den Film auch nicht retten kann.

Die DVD liefert den Film mit einer soliden Bild- und Tonqualität. Das Bonusmaterial setzt sich aus zwei Audiokommentaren, einer entfallenen Szene sowie einem Making-Of zusammen. Das Making-Of ist allerdings keine Erklärung des Filmes, sondern ein Zusammenschnitt aus Aufnahmen vom Set ohne Kommentar.

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db's Wertung: 3 Sterne


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