Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays
Beitrag Quarantine
Quarantine oder: Play it again, Sam Ende letzten Jahres durften wir im Kino ein bisschen staunen. Nicht etwa wegen des spanischen Films Rec, sondern über die Tatsache, dass Hollywood inzwischen bereits Remakes in die Kinos bringt, wenn das Original gerade mal ein paar Monate im Umlauf ist. So geschehen mit Quarantine, das die Geschichte aus Spanien direkt übernimmt, ein paar Szenen abändert und zum zweiten Mal den praktisch identischen Film präsentiert. Jennifer Carpenter (Dexter) übernimmt die Rolle der Reporterin, geht anfänglich mit ihrer Fragerei auf die Nerven und darf dann im Stockdunkeln gar gruslige Begegnungen machen. Auch Rade Serbedzjia (Mission Impossible 2, Shooter) hat man irgendwo schon gesehen. Dazu gibt's ein paar andere bekannte Gesichter, die allesamt schreiend und rennend versuchen, der tödlichen Gefahr zu entkommen. Zwischendurch wird auch der Blutpegel ein bisschen hochgeschraubt, die Infizierten sind eklig, und wenn am Schluss der Horror durch das Nachtsichtgerät der Fernsehkamera passiert, dann darf man schon mal ein bisschen den Atem anhalten. Ansonsten ist's leider der typische US-Hollywood-Horror, den man kennt und der einem wirklich nicht mehr vom Stuhl reisst. Fazit: Wer damals Rec mochte und dort eine englische Tonspur vermisste, der darf bei Quarantine auch gerne nochmals zugreifen. Von der Story her ist dieser Griff jedoch unnötig. Denn wer den einen hat, braucht den anderen nicht. Es ist einfach zweimal das Gleiche. Mehr oder weniger.... Da der Film vielfach durch eine nervige Wackelkamera gezeigt wird, hält sich auch die Bildqualität in Grenzen. Es wird gerüttelt, geschüttelt und natürlich sind die Bilder total hektisch geschnitten und schmerzen zeitweise fast in den Augen. Der Ton ist klar und sauber, ohne jedoch die Schrei-Qualität des Originals zu erreichen. Als Bonusmaterial hat man einen recht guten Audiokommentar vom Regisseur und dem Produzenten auf die Disc gepackt. Hier erfährt man mehr über die Geschichte oder Hintergründe. Angereichert, wie immer, mit vielen zusätzlichen Infos. Wie man aus einem Schauspieler einen Zombie macht, wird uns im kurzen Film über das Make-Up erklärt, und anhand einer Szene im Treppenhaus sehen wir, wie das mit den Stunts so gehandhabt wird. Ein kurzes Making-of mit vielen Kommentaren von Akteuren und Machern rundet das Angebot ab. |


