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Beitrag Warlords - Tau ming chong
Warlords - Tau ming chong oder: Eine Geschichte über Brüder und blutige Schwerter Peter Chang hat seit seinen Anfängen als Second Assistant Director in John Woos Streifen Heroes Shed No Tears eine steile Karriere zurückgelegt und ist heute nicht nur ein sehr erfolgreicher Produzent, sondern auch ein preisgekrönter Regisseur. Bei dem 40-Millionen-Dollar-Film The Warlords wagte sich Peter Chang zum ersten Mal an eine solch riesige Produktion heran, bestätigte seine gefühlsvolle Führung der Schauspieler und lieferte ein Epos ab, das an Festivals nur so von Preisen überschüttet wurde. An The Warlords fällt von Anfang an auf, dass der Film sehr westlich produziert wurde und so gut wie komplett auf das übliche Samurai-Gehüpfe verzichtet, das in Filmen wie Hero oder Crouching Tiger, Hidden Dragon bis zum Exzess zelebriert wurde. The Warlords ist ein harter und dreckiger Kriegsfilm geworden, der die epischen Schlachten in Braveheart- oder Gladiator-Dimensionen präsentiert und die wüsten Bilder beinahe dokumentarisch aus dem Schlachtfeld holt. Besonders verdankt The Warlords seine hohe Qualität den ausgezeichneten Sets sowie den Waffen, Kleidung und Rüstungen. Das gibt den atmosphärischen Bildern einen Realismus, der einfach mitreisst. Doch so gut die grossen Schlachten auch inszeniert sind, der Kern des Filmes bleibt die Geschichte der drei Blutsbrüder, die einst nur der Armee beitraten, um ihr Dorf zu ernähren. Leider hat das Ganze auch einige Problemzonen: Über den Verlauf der Handlung werden nicht nur immer mehr Charaktere in die Handlung eingefügt, es gibt auch immer mehr politische und persönliche Intrigen, welche bald ein Ausmass erreichen, dass man knapp noch die Übersicht behält. Dies macht die Geschichte äusserst komplex und drückt, wie einige sehr aufdringliche Pathosmomente, welche bis zum Exzess ausgekostet werden, auch auf den sehr positiven Gesamteindruck. Fazit: The Warlords ist ein bildgewaltiger Film geworden, der mit einem grossartigen Soundtrack und epischen Schlachten begeistert und dabei nicht nur mit einer grossartigen Kampfchoreographie, sondern auch charismatischen Kriegern mitreissen kann. Deshalb kann man auch darüber hinwegsehen, dass die moralischen Konflikte unter den Brüdern äusserst voraussehbar sind und sich die Grundgeschichte gegen Ende doch sehr verzettelt. Dennoch ist The Warlords ein eindrücklicher Film geworden, der jedem zu empfehlen ist, der ein Flair für die Thematik hat. Die DVD hingegen lebt weniger zu der Qualität des Filmes auf. Das Bild ist über die ganze Laufzeit unscharf und der Ton - besonders in der englischen Tonspur - wirkt asynchron. Zudem ist die chinesische Original-Tonspur nicht enthalten. Das Bonusmaterial setzt sich neben dem normalen Trailermaterial primär aus einem langen Making-of zusammen. Dieses ist aber eine herzlos zusammengeschnittene Ansammlung einzelner Webclips, die sich gegen Ende immer mehr überschneiden und kaum noch neue Informationen liefern. |

