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Elegy oder: Altersunterschied interessiert nicht


Basierend auf einem Roman von Philip Roth (schrieb auch die Vorlage für The Human Stain) wird uns in Elegy eine Story erzählt, die sehr intellektuell daherkommt. Ein alternder Lehrer, eine junge Studentin und die Frage nach der echten Liebe, die auf den ersten Blick meilenweit entfernt zu sein scheint. Das alles wurde hier in zwei Stunden recht mühsamen und mitweilen auch kräfteraubenden Film gepackt.

Penélope Cruz bekam dieses Jahr an den Academy-Awards in Hollywood bekanntlich einen Oscar für ihre Rolle in Vicky Cristina Barcelona. Bereits ihr Auftritt in Elegy hat hier wohl ein bisschen Vorarbeit geleistet, denn als Consuela macht sie einen hervorragenden Eindruck und ist auf der gleichen intellektuellen Ebene wie ihr Filmpartner Ben Kingsley. Der überzeugt als alternder Mann auf der Suche nach Jugend und Bestätigung. Endlich wieder einmal eine passende Rolle für den Mann, der letztens in Filmen wie You Kill me oder The Last Legion in ziemlichen Gurken platziert wurde.

Man muss schon ein Fan solcher Dramen sein, um hier Gefallen an den aufkeimenden Gefühlen, deren Verarbeitung und einem recht zwiespältigen Schluss zu finden. Die Story tröpfelt mehr oder weniger über die ganze Filmdauer und bringt höchstens mit den Auftritten von Dennis Hopper eine Prise Leichtigkeit hinein. Auch Peter Sarsgaard (The Skeleton Key) geht unter.

Fazit: Elegy braucht Durchhaltevermögen und eine grosse Sympathie für die Darsteller. Auch wenn Penélope Cruz sich mehrfach barbusig gibt, findet der Nichtkenner der Vorlage zwar interessante Anhaltspunkte, aber nur selten richtig tolle Momente. Zu viel verläuft sich in Plaudereien und intellektuellem Schnickschnack.

Die Interviews auf der DVD sind knapp, aber ganz okay im Informationsgehalt. Das kann man von dem kurzen Featurette nicht sagen, das hauptsächlich aus Werbematerial und ausschliesslich positiven Stimmen zum Film besteht. Zum Schluss können wir auch noch die Kamera hinter der Kamera anklicken, womit wir eine interessante "B-Roll" zu sehen bekommen. Technisch ist Elegy anständig geworden. Ton und Bild sind okay, aber keine Meisterleistung, wobei einmal mehr die Originalfassung der Synchronisation vorzuziehen ist. Denn nur im Original rollt Penélope Cruz das "R" so herrlich, wenn sie englisch spricht...

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muri's Wertung: 3 Sterne


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