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Beitrag Babylon A.D.
Babylon A.D. oder: Die heikle Fracht Der Roman von Eric Besnard galt lange Zeit als unverfilmbar und kein Regisseur hatte Interesse, sich der Geschichte um einen Söldner und seine Reise mit einem jungen Mädchen durch die düstere Zukunft anzunehmen. Der Franzose Mathieu Kassovitz (Gothika) soll sich, so erzählt er gern selber, in zwei Nächten durch die Geschichte gelesen und dann gesagt haben, mit sechs Stunden Film und 500 Millionen Dollar würde er die Geschichte in einen Film umwandeln. Babylon AD ist nun aber deutlich kürzer geworden und hat auch nicht soviel gekostet. Trotzdem kann er sich sehen lassen.. Die Story des von Vin Diesel recht gut dargestellten Söldners, der ein mysteriöses Mädchen von Russland nach New York schaffen muss, ist nicht nur spannend, sondern bietet auch dem Actionfan genügend Material. Die junge Mélanie Thierry als "Aurora" macht dabei ebenfalls einen passablen Eindruck und der Zuschauer weiss lange nicht, was genau es denn jetzt mit ihr auf sich hat. Denn dass sie von diversen Organisationen gejagt, verfolgt und angegriffen wird, versteht sich von selber. Aber um diese Aktionen abzuwehren wurde schliesslich Vin Diesel organisiert, der mehr als einmal gutes, altes xXx-Feeling aufkommen lässt. In weiteren Nebenrollen stossen wir auf einen recht witzig aussehenden Gerard Depardieu als Gangsterboss und eine tolle, weil eiskalte, Charlotte Rampling, die in ihrer Rolle als Kirchenführerin eine tolle Bösewichtin abgibt. Aber ist sie überhaupt "böse"? Auch Ex-Bondgirl Michelle Yeoh teilt kräftig aus, agiert aber ansonsten recht zurückhaltend. Der Grad zwischen Gut und Böse ist in Babylon AD eh relativ schmal. Jede Partei hat triftige Gründe für ihr Handeln und so ist es denn dem Zuschauer selber überlassen, die Figuren richtig platzieren. Mittendrin steht das kleine Grüppchen, das von einer ausweglosen Situation in die nächste schlittert und mit viel Gebumms und Geprügel sich nur knapp aus diesen wieder befreien kann. Fazit: Babylon AD hat ein ähnliches Thema wie damals Children of Men, kommt aber schlussendlich nicht ganz an dessen Intensität heran. Auch wenn die Zukunft recht überzeugend dargestellt wird, die Kulissen wunderbar sind und die Darsteller überraschend gut. Das gilt vor allem für Vin Diesel, der Hoffnung aufflackern lässt, dass er den Sprung zum einstigen Erfolgslevel durchaus wieder erreichen könnte. Es liegt uns leider nur die Single-Disc-Version vor, die "ungeschnitten" daherkommt, aber dafür keine Bonusfeatures zu bieten hat. Um Making-Ofs, Interviews oder Analysen zu gucken, muss entsprechend die "Limited Edition" her. Technisch macht Babylon AD dafür einen sehr guten Eindruck. Zwar ist das Bild zeitweise ziemlich dunkel geraten, aber die Figuren und das Geschehen sind jederzeit klar zu erkennen. Auch der Ton macht eine gute Falle, vor allem wenn es ein bisschen lauter wird, dürften diejenigen mit dem teuren Soundsystem in der Stube Freude haben. |
dem film ist bös anzumerken, dass das studio seine finger drin hatte. die kürzungen wirken sich leider schlecht aus und scheinbar war alles, was das studio proklamieren wollte: Vin Diesel = Action. ich kann mir vorstellen, dass Babylon A.D. in seiner urpsrünglichen Länge sogar funktioniern könnte. so aber ist das ding ein locationspringer mit unausgegorenen Charakteren und zuviel Ballerei und Balgerei. |


