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Inkheart oder: Lesen ist gefährlich


Cornelia Funke und ihre Bücher wurden in den letzten Jahren mehrmals für die Leinwand adaptiert und ins Kino gebracht. Seien es Die wilden Hühner oder auch der Der Herr der Diebe. Kinderbücher, die eine altersgerechte Filmumsetzung bekamen, in Deutschland produziert wurden und deshalb auch ausserhalb des Landes kaum grosse Beachtung fanden. Das sollte sich mit Inkheart ändern. Bei uns allerdings konnte der Film nur etwas mehr als 25'000 Eintritte verbuchen. Ein Flop also?

Die Geschichte von Inkheart beginnt in der Schweiz. Dort fahren Brandon Fraser und Tochter jedenfalls umher und starten in ein Abenteuer, dass vielleicht in Buchform zu packen vermag, jedoch als Film höchst durchschnittlich daherkommt. Eine voraussehbare Geschichte, ein etwas lahmer Brandon Fraser, eine aufgeweckte und junge Eliza Bennett und Helen Mirren, die eine etwas abgedrehte Grossmutter gibt. Sie alle sind okay, aber keinesfalls überragend.

Da ist Paul Bettany und sein Charakter des "Staubfingers" schon interessanter. Er ist klar der beste Charakter der Geschichte und stellt einen Höhepunkt des Films dar. Was man von den Bösewichten nicht behaupten kann. Andy Serkis ("Gollum") kommt nie über den Status eines Bösen von der Stange hinweg und verschwindet auch immer mehr aus dem Zentrum des Interesses.

Fazit: Ein paar schöne Effekte, einige lustige Witze, schöne Landschaftsaufnahmen und ein bekannter Filmtitel machen noch keinen guten Film. Das muss Inkheart am eigenen Leib erfahren. Die Umsetzung ist teilweise recht langatmig und kaum einmal richtig mitreissend oder gar hochspannend. Ob diese Geschichte als Filmreihe weitergeht, wird sich nun zeigen. Es hing ja davon ab, wie sich Inkheart an den Kinokassen geschlagen hatte. Und das könnte problematisch werden.

Die DVD hat ein nettes Feature als Bonusmaterial zu bieten. Eliza Bennett. persönlich, liest eine Passage aus dem Buch vor, die im Film nicht untergebracht wurde. Diese wird mit Illustrationen von Cornelia Funke angereichert und ist recht interesssant. Dazu gibts den US-Kinotrailer.

Technisch macht Inkheart dafür einen sehr sauberen Eindruck. Die Originalversion kommt klar und kräftig durch die Boxen, wobei beim Auftauchen des Schattens die Heimanlage schön zum Tragen kommt. Das Bild ist stark und bunt und hinterlässt ebenfalls einen gelungenen Eindruck.

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muri's Wertung: 3 Sterne


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