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Beitrag The Boat That Rocked

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The Boat That Rocked oder: Sex, Drugs, Rock 'n' Roll und ein Boot


The Boat that rocked ist eine witzige und unterhaltsame Komödie mit typisch englischem Humor. Die Handlung ist deshalb besonders, weil eine geschichtlich und gesellschaftlich wichtige Zeit aufgegriffen wird, die eigentlich schon seit längerem abgeschlossen und trotzdem nie gestorben ist. Die ganze Filmidee wurde gut umgesetzt: Für jemanden der die Hippiezeit nicht miterlebt hat und sich nichts darunter vorstellen kann, ist der Film Lernstoff. Wir alle haben schon vom Motto der Hippies ("Sex, Drugs and Rock'n'Roll") gehört, aber was es in deren Leben wirklich bedeutet hat, wird im Film ohne Scheu direkt demonstriert. Sexuelle Offenheit spielt dabei nicht alleine eine wichtige Rolle. Der Film zeigt die Hippiedenkweise gut auf und zieht sich durch den ganzen Film wie ein Religionsglaube, der das Leben aller Beteiligten schlagartig verändert hat.

Ganz am Anfang des Filmes sieht man einen Jungen, der - statt zu schlafen - heimlich ein Radio unter sein Kissen schiebt, um der verbotenen Radiostation zu lauschen. Dieser Junge stellt den Regisseur Richard Curtis selber dar. Die Idee für den Film stammt aus alten Kindheitserinnerungen. Die Musik von damals begleitet den Film zu fast jeder Szene und sendet dem Zuschauer deshalb eine gewaltige Menge Pop-Songs aufs Gehör. Die Songs sind fachgerecht ausgewählt worden und machen den Klassikern von damals nochmals alle Ehre.

Der Film glänzt nicht mit einem Hauptdarsteller alleine, sondern alle Schauspieler werden in den Film mit eingebunden, was dem Ganzen eine tolle Ausgeglichenheit verschafft. Die Schauspieler besitzen die Begabung, für wunderbare Stimmung zu sorgen, ob live übers Radio oder als Männer auf dem Boot. Sie alle bringen dieses amüsante DJ-Feeling ausgezeichnet rüber, man könnte denken, dass sie auch im realen Leben als Radiomoderatoren arbeiten.

Regisseur Richard Curtis ist kein unbeschriebenes Blatt. Zu den Filmen, für die er die Drehbücher schrieb, gehören unter anderem Four Weddings and a Funeral, Notting Hill sowie die Bridget Jones-Filme. Bei der Erfolgskomödie Love Actually hat er zum ersten Mal Regie geführt. Aus 60 Kanditaten hat Curtis Tom Sturridge für die Rollenbesetzung des Carl auserwählt, weil er der einzige war mit dieser lässigen Art, die er sich wünschte.

Sturridge ist noch nicht so bekannt wie sein bester Freund Robert Pattinson (Twilight), gilt aber dennoch schon als "Teen Idol"-Kandidat. Er durfte bereits Schauspielerfahrung sammeln in den Filmen Vanity Fair und Being Julia. Seine Rolle als Carl in The Boat that rocked spielt er auf jeden Fall hervorragend.

The Boat that rocked ist ein ungemein positiver Film über Liebe, Freundschaft und natürlich ganz viel Rock'n'Roll. Wer Lust darauf hat, in die bereits vergangene Ära der Hippies einzutauchen oder alte, schöne Erinnerungen wieder aufleben zu lassen, sich gerne Songs von den Beatles, den Rolling Stones und den Kinks anhört und das Kino in guter Stimmung verlassen möchte, der ist mit The Boat that rocked bestens bedient.

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cin's Wertung: 5 Sterne

Eine recht durchschnittliche Story wird durch grandiose und tolle musikalische Unterstützung zum Happening. Jeder Song ist bekannt, lädt zum mitwippen ein und wer bei "Father + Son" nicht selber die Lippen dazu bewegt, hat keine Ahnung von Musik...;)

Daneben macht der Film einen sympathischen Eindruck, hat glatte Charaktere zu bieten, ist aber definitiv zu lang. Über 120 Minuten mit einer so flachen Story sind mühsam. Da helfen auch die Rocksongs nicht mehr.

Schauspielerisch kriegen wir viele bekannte Gesichter zu sehen (Emma Thompson mit schönem Gastauftritt) und zu lachen gibts auch einiges.

Also eine recht schöne Angelegeneheit.

muri's Wertung: 4.0 Sterne

The Boat That Rocked ist ein Film, den ich in meine persönliche Kiste "cosy movie" einordne. Wieso? Man kann sich zurücklehnen und sich entspannen. Man kann eine anspruchslose Reise in die 60er unternehmen und sich an der Austattung erfreuen. Ansonsten...naja... Das Drehbuch ist lahm und man merkt, wie Richard Curtis verzweifelt versuchte, ein paar Storylines aus dem Boden zu stampfen. Dies gelang überhaupt nicht. Aber trotzdem unterhält The Boat That Rocked einigermassen mit einem guten Soundtrack, schönen Anspielungen und soliden Darstellern. Bill Nighy und Philip Seymour Hoffman sollen dabei besonders hervorgehoben werden. Kenneth Branagh ist nicht der Rede wert - er ist gut, doch man wird das Gefühl nicht los, dass John Cleese das auch hätte spielen können. Naja, Branagh ist auch ok.
Leider ist die Hommage an die Piratenradios kein grosser Hit geworden. Ein Grund dafür ist sicherlich auch der Punkt, dass der Film nicht allzu witzig, geschweige denn bissig oder rebellisch ist. Dass gegen Ende des Films noch so etwas wie eine Story auftaucht, entschädigt teilweise für den flachen Rest.
Fazit: The Boat That Rocked ist bunt, laut und daher mehr oder weniger unterhaltsam, scheitert aber an der eigenen Inkohärenz. Well, maybe next time.

[Editiert von El Chupanebrey am 2009-04-18 21:34:45]

El Chupanebrey's Wertung: 3.0 Sterne


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