Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays
Beitrag Eagle Eye
Eagle Eye oder: Schön, dass wir wenigstens noch einige Geheimnisse halten können. Als im Jahre 1958 der Autor Isaac Asimov seine Kurzgeschichte All the Troubles of the World verfasste, war das damals skizzierte Szenario ein wildes Produkt seiner Fantasie. Inzwischen wurde die Fiktion nicht nur durch die Realität eingeholt, die stetige Präsenz von High-Tech wurde auch in Filmen aufgegriffen und hat unter anderem bei Die Hard 4, Pulse oder Enemy of the State gute Vorlagen für rasante Thriller geboten. Produzent Steven Spielberg hat dieses Potential auch in Asimovs Geschichte erkannt und liess ein Drehbuch verfassen, welches lose auf diesem Konzept basierte. Eagle Eye beginnt mit der Etablierung eines Nobodies, der in seinem Leben kaum etwas erreicht hat. Dies ermöglicht einen kurzweiligen Start, denn zum einen spielt Shia LaBeouf die unfähige Null sehr authentisch und zum anderen ist es äusserst amüsant, wenn er von der Situation völlig überfordert wird. Seiner ebenfalls nicht ganz freiwilligen Mitstreiterin Michelle Monaghan geht es dabei nicht anders, doch im Gegensatz zu anderen Filmen, findet hier kaum eine Teambildung statt. Deshalb fehlt dem Film auch eine charismatische Leitfigur, denn weder LaBeouf noch die eher ausdrucksarme Monaghan können den Film tragen, geschweige denn irgendwelche Sympathiepunkte sammeln. Als Film kombiniert Eagle Eye geschickt die heute gängigen, modernen Technologien mit einem hitzigen Postenlauf im Stil von Stirb langsam 3 und mischt noch etwas FBI-Routine hinein. Dies und die unbekannte Drohung in Form der allgegenwärtigen, kühlen Stimme am Telefon, ergeben einen sehr abwechslungsreichen Thriller der mit regelmässigen Actioneinlagen gut bei Laune hält. Allerdings übernimmt sich Caruso dabei regelmässig selbst und wirkt in den spektakulären Actionszenen überfordert. Durch die chaotische Kameraführung sowie den ungünstigen Schnitt geht regelmässig die Übersicht verloren. Zudem ist offensichtlich, dass hier klar die Inszenierung wichtiger war, als die technische Korrektheit, denn auch wenn heute Computer einiges können, was Caruso hier bietet, ist es stellenweise nicht nur gesucht sondern auch unmöglich. Fazit: Auch wenn Eagle Eye den Realismus von Passwort: Swordfish hat und technisch genau so glaubwürdig ist, wie ein bekannter Wahrsager aus dem TV, wird fürs Auge ein rasanter Actionthriller geboten, der kaum Zeit gibt, das Gesagte zu überdenken, weshalb Eagle Eye auch ganz gut funktioniert. Dennoch für sehr kurzweilige 100 Minuten sicher geeignet. Die DVD bietet den Film in einer soliden Qualität. Am besten überzeugt der Sound, der nicht nur gut mit dem Surround arbeitet, sondern es auch mit dem Bass richtig krachen lässt. Das Bonusmaterial bewegt sich im Minimum-Bereich und bietet neben einigen entfallenen Szenen lediglich eine sehr kurze und nichts sagende On-Set-Dokumentation. Noch etwas in eigener Sache: Wie seit neustem üblich, wird das DVD-Cover auch hier vom FSK-Logo dekoriert und ein Wendecover nicht geboten. |
Ein Film der seine Erwartungen nicht halten konnte. Die Story ist so geklaut und ausgelutscht, dass das ganze nur langweilig ist. Dafür hat es ein paar passable Actionszenen. [Editiert von ()=() am 2009-04-04 12:27:00] |
Ein Film welcher vorallem bei der Story abzüge hinnehmen muss. Die Story ist 0815, weil man alles irgendwo schon mal gesehen hat... 4 Sterne erhält der Film von mir u.a., wegen den Actionszenen welche wirklich gut sind. |
Zitat Le-Chiffre (2009-04-07 19:30:41)
naja, aber mit grossen abstrichen. nichts gegen wackelkamera, aber hier ist's dann des öfteren too much und ermüdend. however. eagle eye beginnt vielversprechend und wird von den beiden hauptprotagonisten auch solide gespielt. doch die story hat zu viele logiklöcher, vor allem weil sie sich so ernst nimmt und authentisch sein möchte. streckenweise erinnerte es mich an enemy of the state, ohne jedoch auch nur annähernd an dessen klasse heranzukommen. eigentlich schade um eine gute ausgangsidee, die m.e. von der umsetzung her ein bisschen hingepfuscht wirkt. im endeffekt gibt's von mir ein aufgerundeter durchschnitt. |


