Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag Knowing
Knowing oder: Wie ein Mann jeder noch so grossen Katastrophe ohne Kratzer entgeht Filme mit apokalyptischem Ausgang tauchen in den letzten Jahren immer wieder im Kino auf. Regisseur Alex Proyas, der seinen Durchbruch mit dem Science-Fiction-Thriller Dark City machte, steht quasi für eine düstere Grundthematik Pate. Zu seinen weiteren Werken in den letzten Jahren zählen The Crow und I,Robot, allesamt Filme mit dem Hang zum Übernatürlichen. Knowing knüpft von der Grundidee an seine Vorgänger an, arbeitet aber zudem mit religiösen Elementen und wirft philosophische Fragen nach dem Schicksal auf. Schon früh führt die Handlung eine Gruppe bleicher Männer ein, die sowohl in Verbindung mit der Verfasserin der Zahlenreihen als auch mit Caleb zu stehen scheinen. Mit der Mystik ist es damit aber erstmal genug und für die nächste Zeit passiert nicht viel. So wenig wie John seinem Sohn die bleichen Gestalten abnehmen will, so wenig findet Johns Entschlüsselung der Codes Glauben in seiner Umgebung. Erst ab den ersten beiden Katastrophen kommt Schwung und die vermisste Action in die Handlung. Nach und nach wird deutlich, dass alle bisherigen Prophezeiungen zu einem lange vorherbestimmten Schicksal der Erde führen werden. Das letzte Drittel des Films beantwortet dem Zuschauer dann endlich die Frage, was es mit den bleichen Gestalten, die nie einen Ton von sich geben, tatsächlich auf sich hat. Hier kann Proyas durchaus überraschen, wenngleich das Ende nicht zufrieden stellen kann. Das halbe Happy End und die finale Katastrophe sind recht vorhersehbar und hätten der ganzen langatmigen Geschichte vorne weg nicht bedurft. Ein grosses Manko des Films ist die Besetzung der Hauptrolle. Nicolas Cage wird schauspielerisch kaum gefordert und trabt lediglich mit überraschtem Dackelblick durch die Handlung. Aus jedem Unglück geht er ohne Kratzer und scheinbare psychische Verletzungen hervor, ein Wunder, wenn man die Ausmasse des Geschehens betrachtet. Ein kleines Highlight sind dagegen die Special Effects. Die plötzlichen und äusserst drastischen Darstellungen der zwei Unglücke und des finalen Ausgangs sind ordentlich gemacht und können für eine gewisse Spannung und Beklemmung sorgen. Fazit: Knowing ist ein durchschnittlicher Mystery-Thriller, der lange braucht, um in Fahrt zu kommen, einige gute Effekte aufweist, aber viel zu wenig Mystik beinhaltet. Die gute Grundidee hätte wesentlich interessanter aufbereitet werden können und verkümmert an dem vorhersehbaren Ausgang. So bleibt Proyas diesmal weit hinter den Erwartungen zurück. |
Zu diesem Thema wurden insgesamt 32 Beiträge geschrieben.
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Zitat jst (2009-03-31 18:15:00)
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Also der Film war nicht schlecht, oder jedenfalls waren meine Erwartungen nicht sonderlich hoch, sodass der Film dann doch gut war ;) Spoiler zum Lesen Text markieren
Spannend war die Geschichte halt schlussendlich doch und es gab gegen Ende dann doch ein paar überraschungen. |
Sorry, fand Vertigo nicht wirklich spannend...naja ich bin eher der Fan von aktuelleren Thrillers usw. |
kommt mir vor wie der Typ in "How to loose Friends and aliate people" der in einer Diskussion über den besten Film aller Zeiten auf "CON AIR" schwört. Ach ja, wo ist hier eigenlich die Kritik zu dem erwähnten Film?, hab da auf der Seite nichts gefunden. |
Zitat Jugulator (2009-04-02 10:39:19)
http://outnow.ch/Movies/2008/HowToLoseFriendsAndAlienatePeople/ |
Und was hat das genau mit Knowing zu tun? |
cool. bin gespannt auf den film und den immer mehr alternden nick cage |
Eine satte Enttäuschung, bei der wieder mal der Trailer schöne Vorfreude aufkommen lässt, die dann der finale Film praktisch 100% widerlegt. 1 ganzer Stern gibts für die schönen schwarzen Steine und einen für die mehr oder weniger gelungenen (aber viiiiel zu seltenen) Actionszenen. Ein bisschen Münz holen sich die bleichen Herren ab, die wirklich recht gruselige Momente hatten. Den Rest kann man leider (es nervt mich wirklich, das hier zu schreiben, weil ich mir schon etwas vom Film versprochen hatte) vergessen.... |
Ich weiss gar nicht recht, wo ich anfangen soll, diesen wirklich grottenschlechten und meiner Meinung nach auch sehr bedenklichen Film zu kommentieren. Der Film ist für mich sozusagen in 2 Geschichten zu trennen: Da wäre zum einen der, sagen wir mal klassische Mysterie-Katastrophen-Endzeitfilm, wie man es auch schon vom Trailer her erwarten kann. Und in diesem Teil gab es eigentlich nichts, was auch nur in irgendeiner Art und Weise überraschend gewesen wäre. Jede Handlung der Figuren, jede noch so "geniale" Entdeckung war absolut voraussehbar. Was die letzten paar Zahlen der jeweiligen Zahlenreihe bedeutet? Puh-leeze! Sowas von offensichtlich. Der zweite Aspekt des Filmes ist die religiöse Komponente - und, oh mein Gott, kann das denn noch ein bisschen plumper gehen? Spoiler zum Lesen Text markieren
Die Verbindung von religiöser Erlösungsmythologie verbunden mit Science-Fiction-Elementen finde ich, zumindest in dieser Form, ganz einfach total daneben, sorry. Das Religiöse wird sozusagen weg-gewissenschaftet, der Unglaube und die Unsicherheit des Vaters wird durch das Wissen über die bevorstehende Apokalypse weggefegt. Und typisch christlich gibt es zwar einen freien Willen, das richtige Verhalten, dass die Kinder retten kann, müssen sie aber, wie Nick Cage so schön sagt, einfach tun, keine Widerrede. Spoiler zum Lesen Text markieren
Nennt mich ruhig zu "verbildet" für diesen Film, aber bitte, diese Lesart war einfach zu offensichtlich, sowas kann ich nicht schauen, ohne mir fragend an den Kopf zu fassen. |
Die 20min hat sich auch wieder selbst übertroffen. 5 von 5 möglichen Sterne gegeben |
auch von mir gibts nur einen |
Ich fühle mich mit meiner Wertung ein bisschen einsam |
es gibt viele gründe, warum der film meiner meinung nach wirklich nur durschnitt ist. aber ganz grob gesehen, ist es einfach die langweilige story. die ausgangslage ist sehr interessant aber dann die auflösung (die sich bereits in den ersten 30 minuten erdenken lässt, sobald man gewisse personen sieht): nein, das kann es nicht sein. ein punkt, der mich dennoch interessiert: könnte es sein, dass die idee schlussendlich auch aus hesekiel's beobachtungen in der bibel entsprungen sein könnte? diese "theorie" hat bereits erich von däniken aufgestellt und die finde ich nicht uninteressant.
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Zitat woc (2009-04-13 12:08:37)
Da weiss ich nicht wirklich was drüber, bin nicht so bibelfest, aber: Wer aufpasst, kann ganz am Schluss des Abspanns den Company-Namen "Ezekiel Films" erkennen. Mach daraus, was du willst... |
Zitat HomerSimpson (2009-04-12 19:40:18)
mmh, hab ihn leider noch nicht gesehen und werde ihn vermutlich erst auf bd nachholen. klingt aber nach einem film für mich, wenn ich all die entrüsteten kommentare lese... |
Zitat pps (2009-04-13 14:47:34)
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Zitat HomerSimpson (2009-04-12 19:40:18)
da kann ich nur noch sagen, dass es einzelne szenen gibt Spoiler zum Lesen Text markieren
die mich echt vom hocker gerissen haben. aber schlussendlich bleibt's halt lahm und vorsehbar... |
@woc: Spoiler zum Lesen Text markieren
@farossi: Natürlich ist's ein Film für dich |
Hatte gestern das Vergnügen, mir diesen Film auch anzusehen. Nun fand ihn das restliche (spärliche) Publikum nicht so dolle und labberte ständig. Somit sah ich mich in einer Minderheit, diesen Film wirklich sehen zu wollen... und ich konnte und kann mich noch immer nicht durchringen, ob er nun schlecht oder gut ist. Sicher: Hier wurde christliche Religion (Arche Noah) in einen Katastrophenfilm gepackt. Was mich persönlich noch angesprochen hat, da ich persönlich Europa noch immer als christlichen Kontinent sehe, doch leider immer weniger Glauben. Nicht im Sinn der Fundamentalisten, sondern der Freiheit und Nächstenliebe. Deswegen gibt's ein GUT für die Idee. Spannung: Jaaaaaa, er ist eigentlich lahm... und doch ist das obenerwähnte die Komponente, die den Film spannend macht. Denn hier ist nicht einfach ein Heldenteam zur Rettung der Erde unterwegs (Armaggeddon, The Core, The Sun, etc) und/oder die Menschheit wird verschont. Nein, hier geht die Menschheit drauf. Dann die moderne Arche Noah... tiptop! Gibt im Schnitt ein gut, denn ich redete während dem Film nicht und fand es doch interessant. Actionszenen: Schlecht animiert, langweilig und doch brutal (brennende Menschen!). Fazit: schlecht Logikfehler: 81 TOte beim Flugzeugabsturz, 6 Überlebende (zumindest in der von mir gesehenen deutschen Version) doch man sieht mind. 10 Menschen vom Flugzeug flüchten. Dann hatte es noch einige andere Fehler, die mir jetzt jedoch schon nicht mehr im Kopf sind. Kein Urteil. Alles in allem müsste ich 4 Sterne vergeben... doch irgendwie lohnt es sich doch nicht. Wahrscheinlich, weil ich nicht wusste, worum es in dem Film wirklich geht und deshalb ohne Erwartung im Kino sass. |
ich bin auch ein bisschen enttäuscht von dem film.. vor allem weil es so viele sachen gab, für die ich keine vernünftige erkärung finde.. Spoiler zum Lesen Text markieren
...irgendwie habe ich das gefühl, den film nicht verstanden zu haben :-(( |
das schlimmste finde ich neben der lückenhaften story halt auch, dass mich nick cages' charakter kein kleines bisschen interessiert. das ganze mit seinem sohn, seiner frau oder seinem beruf ist soooo klischeemässig aufgebaut - das haben wir schon 100x gesehen. und das macht diesen film eben auch eintönig. nick's kampf gegen die zahlen erweist sich dann eher als "okay, ja hmmm, gut" und man vermutet eigentlich schon, um was es geht. ACHTUNG! AB HIER SPOILER! Spoiler zum Lesen Text markieren
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@woc: Spoiler zum Lesen Text markieren
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Zitat HomerSimpson (2009-04-15 16:59:47)
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Zitat woc (2009-04-16 07:54:42)
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btw: kleine quizfrage: wie heisst der eine sohn von nicolas cage mit vornamen (im reallife)? kal-el, natürlich... noch fragen? |
okay, alles klar. |
Gutes Mittelmaß....schade eigentlich hatte große Hoffnung auf was packendes und Mitreissendes. Der Film war ziemlich vorhersehbar und bereits am Anfang war schon klar wie der Streifen enden würde. Hätte man Besser machen können aber als Schlecht will ich den Film jetzt nicht bezeichnen. Man kann ihn sich an sehen aber man sollte nicht zu viele Erwartungen darauf verschwenden das man für den Film das Rad neu Erfunden hätte. |
Der Film ist nicht gut, aber wie alles von Proyas interessant und regt zu Diskussionen an. Das ist doch schon mal mehr als andere Blockbuster zu Stande bekommen |
Ja aber es reicht meiner Meinung nach nicht. Gerade von Proyas hätte ich mehr erwartet (aber das hat man ja auch von Marc Forster bei "Quantum of Solace" gesagt). Daher: |
Jojo mittelmässiger Sciene-Fiction Spass der Proyas uns aufbietet. Die Story hatte potenzial und der Streifen vermag zwischendurch die Geschichte spannend zu halten. Dennoch verliert Knowing seine Glaubwürdigkeit bei lächerlichen Logikfehlern, sackschlechten Effekten und vorhersehbaren Szenen. |

