Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays
Beitrag Burn After Reading
Burn After Reading oder: Wenn alles in die Hosen geht Die Coen-Brüder sind bekannt für ihre etwas skurrilen Filme, in denen sich meist eine imposante Schar bekannter Schauspieler(-innen) tummeln. Das war bei Fargo über Intolerable Cruelty bis hin zum oscarprämierten No Country for old Men stets der Fall. Nun haben die Beiden mit Burn after Reading eine Komödie am DVD-Start, die ebenfalls das Potenzial zum Kultfilm hat. John Malkovich als gestresster CIA-Agent, der eine Liste auf CD vermisst. Brad Pitt als Fitnesstrainer mit Zuckerschock und Bewegungsdrang, George Clooney der das Kalb macht oder auch Frances McDormand, die herrlich agiert und erfrischend bedeppert in die Kamera gucken kann. Sie alle tragen eine Story vor, die recht verrückt und abgefahren ist, aber immer wieder Grund gibt, um lauthals raus zu lachen. Schnittige Dialoge, irre Charaktere und glatte Fluchereien machen aus dem Film eine Komödie, die den Namen auch wirklich verdient. Es mag zwischendurch ein bisschen unübersehbar sein und die scheinbar einfache Geschichte schlägt ein paar unerwartete Haken, kann aber im Gesamten schon recht gefallen. Und wenn David Rasche (Sledge Hammer) und JK Simmons (Juno) über die Geschehnisse referieren und diskutieren, dann darf man auch als Zuschauer zurücklehnen und bemerken, dass Burn after Reading halt eine feine Sache ist. Fazit: Es hat irre komische Szenen in Burn after Reading, keine Frage. Allerdings auch einige Sequenzen, die nicht so zu klappen scheinen und aus denen man eventuell mehr hätte herausholen können. Die hohen Erwartungen konnten sich nicht ganz erfüllen, auch wenn der Film über die Mehrheit der 95 Minuten Spass macht. Auf der vorliegenden Doppel-DVD (auch erkennbar am gelben Cover) sind die drei Featurettes, die den Film, die Story und die einzelnen Schauspieler (George Clooney) etwas näher unter die Lupe nehmen. Die Berichte sind gefüllt mit guter Laune und schelmischen Stars, was den Eindruck hinterlässt, dass die Dreharbeiten zum Film ein richtiger Spass gewesen sein müssen. Die Interviews mit den Stars (ohne Brad Pitt) hingegen bringen kaum Neues ans Tageslicht. Ein Making-Of bringt einen Blick hinter die Kulissen und die "B-Roll" (die Kamera hinter der Kamera) erlaubt uns nochmaligen Einblick in die Dreharbeiten. Technisch ist Burn after Reading einwandfrei gelungen und überzeugt mit einem klaren Dolby Digital Sound, wie auch mit dem klaren und sauber transferierten Bild, das keinerlei Wünsche offen lässt. |


