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The Unborn oder: Eine viel zu späte Abtreibung


David S. Goyer, der Mann, der schon die Vorlage zur Blade-Saga sowie anderen Erfolgen wie Batman Begins geliefert hat, wagt sich in den übernatürlichen Horrorsektor. So entstand unter der Aufsicht von Produzent Michael Bay, der mit seiner Firma Platinum Dunes primär für Remakes von Horrorklassikern verantwortlich ist, ein harmloser PG-13 Grusler, der seine Basis in der jüdischen Sagenwelt hat. The Unborn dreht sich nämlich um so genannte Dibbuks. Das sind - vereinfacht gesagt - Seelen Verstorbener, welche nicht in den Himmel gelassen werden und den Körper eines Lebenden übernehmen, um so wieder in die reale Welt einzutreten.

Wenigstens lässt Goyer das Publikum nicht lange warten, und so beginnt sich das Genredefinierende Übernatürliche bereits nach wenigen Minuten zu manifestieren und will den Zuschauer mit Erscheinungen und merkwürdigen Hunden verunsichern. Allerdings gelingt es ihm dabei nie, einen Spannungsbogen aufzubauen und anstatt mit der unverbrauchten jüdischen Kabbalah-Mythologie einen interessanten Film zu bieten, wird der Zuschauer mit Szenen gelangweilt, welche sich in The Grudge, The Omen, Emily Rose oder Routinegrusler wie When a Stranger Calls bereits totgelaufen haben. So wird The Unborn ein über die ganze Laufzeit andauerendes Déjà Vue, welches kaum eine Atmosphäre aufbaut und nur von Zeit zu Zeit mit einem Handbuchschockmoment auf Zeitschaltung etwas wachrütteln kann.

Die Charaktere in The Unborn sind - bis auf Sofie (Jane Alexander) oder Rabbi Sendak (Gary Oldman) - wieder einmal eine Anhäufung aus uninteressanten Schablonenfiguren, welche kaum einen bleibenden Eindruck hinterlassen oder Sympathiepunkte sammeln. Deshalb lastet der Grusler primär auf den Schultern von Odette Yustman, welche bisher lediglich im Katastrophenfilm Cloverfield einer breiten Masse bekannt wurde. Auch wenn sie dabei eine ganz gute Leistung bringt und vor allem in den intensiveren Szenen des Exorzismus am Ende des Filmes mitreissen kann, wirken die vielen Szenen, in denen sie unmotiviert in Unterwäsche über die Leinwand huscht, primär wie eine Fleischschau für die männlichen Zuschauer. Natürlich sieht das ganz gut aus, doch schon bald schleicht sich das Gefühl ein, als ob so Goyer lediglich von den vielen Mängeln sowie dem fehlenden Unterhaltungswert abgelenken wollte.

Fazit: The Unborn ist trotz des interessanten Ansatzes, einmal eine andere Mythologie zu verwenden, primär ein Flickwerk aus den letzten zehn Jahre PG-13 Grusler und kombiniert ausgelutschte, spannungslose und unendlich in die Länge gezogenen Handlungsszenen mit Routineschockmomenten, welche kaum noch jemand hinter dem Ofen hervorlocken können. Dabei wird, trotz der an sich guten Kameraarbeit, keine einzige Überraschung geboten und auch wenn in den letzten zehn Minuten etwas Intensität aufkommt, entschuldigt dies kaum die restlichen siebzig Minuten Langeweile.

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db's Wertung: 1.5 Sterne

Schwacher Film, der nach zügigem Start enorm an Tempo und Gruselfaktor verliert. Gary Oldman spielt inzwischen auch jeden Gugus mit und einzelne Szenen sind so lachhaft, da fällt es schwer, sich zu erschrecken oder gar zu gruseln.

Der Trailer mag vielversprechend sein und einige schöne und erschreckende Szenen aufweisen. Im finalen Film verläuft sich das Ganze leider bald mal.

muri's Wertung: 2.0 Sterne

Zitat muri (2009-03-13 20:07:13)

Der Trailer mag vielversprechend sein


Naja... ich fand die Geschichte schon im Trailer hanebüchen. Genau richtig für Michael Bay als Produzent eben...

El Chupanebrey's Wertung: Noch nicht bewertet

Unborn wird uns mit einem gut gemachten Trailer verkauft. Beim Auspacken macht sich dann aber die grosse Enttäuschung breit! :)

Der Streifen ist einfach unglaublich öde! Gänsehautstimmung und Schockeffekte (sowie wie in Omen, Exorzist oder Emily Rose) kündigen sich oft meilenweit an und verpuffen dann gnadenlos.

Was bleibt ist eine hübsche Hautdarstellerin die verzweifelt versuch die Story durch den Film zu tragen. Das gelingt aber nur mässig. Grusel und Story hingegen sind banal und uninteressant, wenigstens aber schön gefilmt!

Chemic's Wertung: 2.0 Sterne


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