Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag Die Geschichte vom Brandner Kaspar
Die Geschichte vom Brandner Kaspar oder: Kruzifix nomal! In Bayern soll ja jedes Kind Die Geschichte vom Brandner Kaspar kennen. Bei uns hingegen dürfte diese Sage ziemlich unbekannt sein. Nichtsdestotrotz bringt nun Regisseur Joseph Vilsmaier (Comedian Harmonists) genau diesen knorrigen Bauern und seine Beziehung zum Tod auf die Leinwand. Und das überraschend lustig, interessant und sehr unterhaltend. Die Geschichte beginnt schön langsam und gemütlich. Es wird (Klischee, Klischee) praktisch durchgehend irgendwo Bier oder Schnaps getrunken und eine Weisswurst ist auch meistens am Köcheln. Tja, so schienen die Herrschaften damals in Bayern gelebt zu haben. Dazu kommen der tolle Dialekt ("Hast mi?") und die kurligen Figuren, welche direkt aus den diversen Bauerntheatern und -Schwänken geholt scheinen. Sie passen ins herrliche Bild, das von toll gefilmten Alpen umrahmt wird. Das Duo Franz Xaver Kroetz und Michael Herbig hat tolle Szenen zusammen, wobei der grummlige und störrische Bauer schlussendlich das bessere Ende für sich behält. Seine direkte und typisch bayrische Art passt hervorragend zur Geschichte, während "Bully" für den Witz zuständig ist, ohne jedoch ins Kalauern und Blödeln abzufallen, wie er es in seinen eigenen Filmen tut. Neben diesen zwei starken Rollen gehen die hübsche Lisa Maria Potthoff und der "Saupreiss" Detlev Buck ein wenig unter. Und Kroetz's Ex-Frau Marie Theres Relin taucht auch noch kurz auf. Fazit: Die Geschichte vom Brandner Kaspar ist einerseits typisch bayrisches Wohlfülkino, das sympathisch und gemütlich daherkommt, andererseits aber auch eine humoristische Ansicht über den Tod und das Leben. Natürlich ausgemalt mit allerlei Klischees, aber nie blöd, dumm oder gar langweilig. Dafür darf man den Beteiligten des Films durchaus ein Kompliment machen. Des passt scho! |
"Des 6. Gebot is doch a Empfehlung und ka Dogma!" Die Geschichte vom Brandner Kaspar - ein typisch bayrischer Film. Weisswürste werden verdrückt, Bier wird gekippt und schön Boarisch geredet wird auch. Der Film hat zwar einige kleine Schwierigkeiten bei der Exposition, ist aber nie langweilig und steigert sich im zweiten Teil immer mehr und wird immer abstruser. Die Szenen bei Michael und Petrus (Höhepunkt: Die Beichte vom Boanlkramer Fazit: Die Geschichte vom Brandner Kaspar ist ein unterhaltsamer Streifen, der mit sehr guten Darstellern und einer lustigen Geschichte überzeugt. Wie muri schon sagte: Des passt scho! 4,5 Sterne [Editiert von El Chupanebrey am 2009-03-31 20:11:26] |

