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Beitrag Diary of the Dead

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Diary of the Dead oder: Szene Zombie isst Freund, die erste und letzte


Nach den ersten drei Zombiefilmen, in denen George A. Romero die Untoten neu definierte, wurde es lange ruhig um die Saga. Nach über zwanzig Jahren Pause, kehrte Romero schliesslich mit Land of the Dead wieder auf die Leinwand zurück, was auch zu einem riesigen Erfolg wurde. Im darauf folgenden Sequel, Diary of the Dead, setzte Romero die Saga aber nicht fort, sondern kehrte wieder zurück zu den Anfängen und siedelte die Handlung um die Zeit von Night of the Living Dead an, als die Zombies zum ersten Mal auf der Erde auftauchten.

Allerdings muss gleich zum Voraus gesagt werden, dass Romero die Erzählweise mit der Blair Witch Project Ego-Perspektive lange nicht so effektiv einsetzt wie die Artgenossen Cloverfield oder [REC], welche den Zuschauer mit Spannung und Schockmomenten regelrecht in den Sessel drücken. Diary of the Dead nutzt nämlich das "Mitten im Geschehen"-Gefühl kaum und gibt altbekannten und deswegen auch ausgelutschten Szenen lediglich eine andere Perspektive. Dabei kommt es aber nur zu mehr Fehlern, und da die Zombies immer noch langsam und träge durch das Bild wanken, kann von Intensität keine Rede sein. So sieht man letztendlich nur Bildmaterial, das schon vor über zwanzig Jahren in Dawn of the Dead gezeigt wurde und wird dabei das Déjà-Vue-Gefühl nicht los.

Überhaupt ist es enttäuschend, was der Vater der modernen Zombies hier abliefert, denn nach der Einführung der First-Person-Kameraführung scheint Romero den Mut zur Innovation verlassen zu haben. Anstatt die inzwischen doch sehr angestaubte Zombiewelt zu erweitern oder der immer noch unerkundigten Ursache der Zombieplage auf den Grund zu gehen, präsentiert er einen langweiligen Grusler, der einige Teenies verfolgt, die völlig ohne Ziel und Orientierung durch die Welt gondeln. Auch wenn es vereinzelt zu köstlichen Momenten kommt, wird man primär mit stupiden Dialogen und einigen recht mässig animierten Splatterszenen abgefertigt und muss auch noch die Romero-typische Sozialkritik über sich ergehen lassen. Diese fällt diesmal aber äusserst plump aus und schliesslich bleibt der Zuschauer - nachdem er zig mal daran erinnert wurde, dass Zombies langsam sind - eher mit dem Eindruck zurück, gerade einen mässig gelungenen Teenieslasher mit all seinen Klischees gesehen zu haben, als einen Beitrag zur Romero Zombie-Saga.

Fazit: Der Vater der modernen Zombies umarmt das neue YouTube-Zeitalter, wo der kleine Mobile-Reporter schneller News Verbreiten kann, als die grossen Agenturen. Allerdings vergisst er dabei, dass dies kaum interessant, geschweige denn spannend ist, wenn die gelieferte Story über zwanzig Jahre alt ist. Seine vergangenen Leistungen in Ehren, doch Diary of the Dead ist bisher der schlechteste Beitrag der "of the Dead"-Saga. Hätte Romero etwas mehr Energie in eine gute Geschichte investiert, welche die Saga wenigstens erweitern und nicht nur bereits bestehendes nochmals durchkauen würde, hätte das Experiment sicher eine ganz andere Wirkung erzielen können.

Die getestete DVD bietet den ungeschnittenen Film in einer sauberen und erstklassigen Bildqualität, welche aber von dem mässig abgemischten Ton etwas getrübt wird. Das Bonusmaterial setzt sich aus vier Dokumentationen zusammen, welche alle verschiedene Aspekte des Filmes bearbeiten und sehr umfassend mit vielen Interviews und Beispielen beleuchten. Einige Trailer sowie Mitschnitte aus Q&As runden das sehr gute Paket ab.

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db's Wertung: 3 Sterne

Der Alte aus Pittsburgh ist ja wieder äusserst produktiv in den letzten Jahren. Nun ganz ehrlich, bei Diary of Dead hätte besser mal eine Auszeit genohmen. Was bei Cloverfield perfekt funktioniert dank Bombast-Action und realistischer Geschichte, floppt bei Diary of Dead gnadenlos auf Grund dümmlicher Standard-Zombienummer sowie völlig dämlichen Action und Splatterszenen bei denen man nie den Cloverfield-Zustand beim Publikum erreicht. [REC] zeigte noch im gleichen Jahr wie man das richtig macht!

Chemic's Wertung: 3.0 Sterne

Muss ich zustimmen der Streifen ist insgesamt so Aufregend wie eine Kaffeefahrt durch den Wiener Wald mit anschließendem Picknick zum Vögel Beobachten.

War schon sehr Enttäuscht den eigentlich habe ich mir bei einem Zombiefilm von George A. Romero sehr viel mehr erhofft als solch einen Streifen.
Die Darsteller waren so Real vor der Kamera als hätten sie jeweils einen Freiberuflichen Puppenspieler von der Muppet Show im Hintern stecken gehabt die mit den Schauspielern großes Kasperle Theater vor der Kamera gespielt hatten.

Zumindest ich für meinen Teil liebe bei dieser Art von Machart in einem Film die direkte Kamerafahrt aus Sicht des Kameramannes, das ging komplett durch die Idee flöten das der Film durch einen der Überlebenden brav zugeschnitten und Vertont wurde um einen tollen dramatischen Do it Yourself Horrorfilm daraus zu machen.

Die Ideen im Film wahren altbacken, die Zombies waren so gefährlich wie wie ein Herzhaftes Gähnen und viele Stellen im Film wie einige überzeichnete Figuren waren einfach nur Überflüssig was dem ganzen die eh kaum bemerkbare Spannung nimmt die man vermutlich erzeugen wollte in dem man alles per Ego Perspektive aufgenommen hatte.

Ich liebe filme von Romero deswegen fällt es mir eigentlich recht schwer das zu sagen aber in dieser Schublade des Genres hat eindeutig [REC] die Krone auf und Romero sollte lieber wieder das machen was er kann.

Solide,Klassische, gut gemachte Horrorfilme mit Potenzial die man sich auch gerne an sieht und wo Zombies auch morgen noch Kraftvoll zubeißen können.

Frank sallerie's Wertung: 2.0 Sterne

Kann mich hier nicht wirklich anschließen. Romero liefert schnörkellose Zombieware, in guter alter Tradition ab, mit neumodischer Verpackung. Da ich (in solchen Sachen) traditionell veranlagt bin, hat mich nicht einmal die unsägliche Cam Perspektive grösser gestört. Zu dankbar ist man dafür, dass endlich wieder richtige Zombies vorkommen, ohne heulend herumzurennen wie die neumodischen "Speedzombies" es ja anscheinend tun müssen, um in der schnelllebigen Actionwelt noch mithalten zu können.
Insgesamt gefiel es mir sogar etwas besser als Land of the Dead und ich hoffe noch nicht das letzte vom Großmeister des Zombiegenres gesehen zu haben.

Nekator's Wertung: 5.0 Sterne

Zitat Nekator (2009-05-13 16:03:05)

hoffe noch nicht das letzte vom Großmeister des Zombiegenres gesehen zu haben.

Das Sequel zu Diary of the Dead ist ja bereits in Produktion und soll angeblich mit dem gleichen Cast gleich Nahtlos an die Handlung von Diary anknüpfen. Von dem her gibt es da sicher noch neues Material ;)

db's Wertung: 3.0 Sterne

Leider nicht das, was ich erwartet hatte. Zu langweilig die Story, zu oberflächlich die ganze Aufmachung. Die Protagonisten liessen mich kalt, was womöglich auch an der gänzlich fehlenden Atmosphäre liegt. War mir mit der Zeit nicht mehr sicher ob ich mir wirklich einen George A. Romero Film gekauft hatte oder doch nur einen billigen B-Movie wie es ihn zu oft gibt. Leider mein Tip: Hände weg!!

ChriguI's Wertung: 1.0 Sterne


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