Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays

Beitrag Falco - Verdammt, wir leben noch!

» Zum letzten Beitrag springen

Falco - Verdammt, wir leben noch! oder: Er war ein Punker und er lebte in der grossen Stadt


Falco ist ohne Zweifel einer der grössten Superstars, die unser Nachbarland Österreich hervorgebracht hatte. Jeder kennt seine Songs und alle haben die ekstatisch wirkenden Bewegungen des Mannes noch vor Augen, wenn der hinter dem Mikrophon stand und seine Mischung aus Deutsch und Englisch von sich gab. Der "erste weisse Rapper" war aber auch ein Mann voller Zweifel, Unsicherheit und einer gehörigen Portion Arroganz. Dieses Leben wurde nun zum Vorbild für Falco - Verdammt wir leben noch genommen.

Der junge Schauspieler Manuel Rubey hat sich dabei die schwere Rolle des titelgebenden Sängers geschnappt und versucht sein Bestes, darin nicht unter zu gehen. Die Schatten des grossen Falco sind aber sichtlich zu gross, denn Rubey wird dem Vorbild trotz grossem Einsatz nicht wirklich gerecht. Das wird vor allem bei den Auftritten klar, in denen gesungen und getanzt wird. Aber auch abseits der Bühne hinterlässt die Performance einen sauren Nachgeschmack. Das liegt aber auch am relativ lahmen Drehbuch, das vor allem im Mittelteil mehrere endlose und sich wiederholende Szenen zu bieten hat.

"Ich lebe nur einmal. Aber so wie ich lebe, ist einmal genug."

Das bekannteste Gesicht ist natürlich dasjenige von Christian Tramitz (Tell), der als langjähriger Begleiter des Künstlers immer wieder auftaucht und versucht, den abgestürzten Falken zurück auf den Pfad der Tugend zu führen. Eine solide Vorstellung in einer kleinen, aber interessanten und wichtigen Rolle. Ebenfalls bekannt sein dürfte Grace Jones (James Bond - A View to a Kill), die hier als Putzfrau aber einfach rumhampelt und eher zu belächeln ist.

Fazit: Wer auf die Songs von Falco steht, hinter die Fassade des Mannes mit der Gelfrisur gucken will und keine Angst vor einem etwas langwierigen Anfang hat, der darf sich Falco - Verdammt wir leben noch ohne Probleme anschauen. Wenn man allerdings ein bisschen mehr Hintergrund über das doch recht mysteriöse Leben und auch Ableben des Superstars erfahren will, dürfte sich bald mal Ernüchterung breit machen. Diesbezüglich bleibt der Film nämlich an der Oberfläche und bietet keine neuen Erkenntnisse.

Die vorliegende DVD in knallgelber Hülle hat ein ca. 40 minütiges Making-Of zu bieten, das den Film nochmals Revue passieren lässt und sehr informativ über die Dreharbeiten und die Schwierigkeiten dabei berichtet. Wem der Hauptfilm gefallen hat, der sollte hier unbedingt ein Auge riskieren. Technisch ist die DVD auf gutem Niveau vorhanden, bietet eine klare deutsche Fassung im sauberen Dolby Digital 5.1, jedoch keine Untertitel. Und das bei einem Film, in dem der österreichische Akzent eine entscheidende Rolle spielt ;)

» Die komplette DVD-Kritik lesen

muri's Wertung: 3.5 Sterne

was mir am film nicht gepasst hat: mir fehlte der wahre falco, der wirkliche privatmann. alles was man zu sehen bekommt ist eigentlich schlagzeilenleben. ich nehme dem film diesbezüglich nicht alles ab.

fein sind die vielen videonachdrehs gemacht, da wurde viel wert auf details gelegt.

pb's Wertung: 3.0 Sterne


Beiträge suchen

Aktive Beiträge