Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays
Beitrag Meet Dave
Meet Dave oder: Willkommen auf der Erde Immer wenn Eddie Murphy mit einem neuen Film ins Kino oder in die DVD-Shops kommt, fangen die Fans an, sich an dessen frühere Werke zu erinnern. Wir hatten Spass am Prinz aus Zamunda, hielten den Mann für ein Genie in Trading Places und er wird wohl für immer der wahre Beverly Hills Cop bleiben. Nur sind diese Jahre längst vorbei und der gute Eddie Murphy hampelt inzwischen durch schreckliche Komödien, die den Begriff eigentlich gar nicht verdienen. Meet Dave ist das aktuellste Beispiel eines Films, der vorwiegend vom Hauptdarsteller lebt, der auch gleich zweimal vorhanden ist. Einmal als mannsgrosser Roboter und natürlich auch als dessen Kapitän in seinem Inneren. Das hätte ein richtig schöner Spass à la Innerspace werden können, entpuppt sich aber als reine Blödelei, die zudem mit einer ganz schwachen Geschichte angereichert wird. Eddie Murphy versucht verzweifelt ein paar Sprüche an den Mann zu bringen, scheitert aber daran, dass der Zuschauer bereits nach wenigen Minuten aufgegeben hat, dem Film die nötige Beachtung zu schenken. Die Story plätschert dahin, Elizabeth Banks spielt (neben ihrem Auftritt in Fred Claus) ihre blödeste Rolle und Scott Caan hat Glück, einen bekannten Familiennamen zu haben. Fazit: Mehr Worte über Meet Dave zu verlieren, wäre unnötig. Der Film ist schwach, blöd und leider überhaupt nicht komisch. Da helfen auch die Grimassen von Eddie Murphy und dessen Tanzeinlagen überhaupt nichts. Schade, einmal mehr müssen wir an die alten, guten, Filme des Mannes denken, wenn von ihm gesprochen wird. So schwach der Film, so überraschend gefüllt ist die DVD. Neben den üblichen Verdächtigen wie einer Galerie, dem Trailer und den zusätzlichen Szenen, kriegen wir ein Interview mit Eddie Murphy geboten. Dort erzählt der Mann vom Film, seiner Rolle und seiner Motivation, sich diesem Projekt anzuschliessen. Die Besatzung des menschlichen Raumschiffs wird ein bisschen unter die Lupe genommen, es hampeln allerlei Leute über den Bildschirm und schlussendlich kriegen wir noch die "Entstehung einer Szene" zu sehen. Nicht ganz uninteressant, das Teil. Technisch kann man allerdings eine gute Note verleihen. Die Qualität von Bild und Ton ist gelungen, die Farben kräftig und der Sound kommt klar durch die Boxen. Wie immer (oder meistens) ist hier die Originalversion vorzuziehen, denn die altbekannte Synchronstimme von Eddie Murphy, Randolph Kronberg, verstarb ja leider 2007. Und die neue Stimme braucht weiterhin Eingewöhnungszeit. Schön ist allerdings die Option der Hörfilmfassung für Sehbehinderte. Das sollte man auch noch erwähnen. |


