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Beitrag Dr. Strangelove or: How I Learned to Stop Worrying and Love the Bomb
Dr. Strangelove or: How I Learned to Stop Worrying and Love the Bomb oder: You can not fight here, you are in the War Room! Stanley Kubrik hat viele bekannte und berühmte Filme geschaffen. Komödien oder Satiren findet man aber nur bei ganz genauem Hingucken auf die Werke des Meisters. Spartacus ist ein Sandalen-Epos, A Clockwork Orange eine bitterböse Abrechnung mit der Gesellschaft und The Shining ein Film zum Fürchten. Mit Dr. Strangelove or how I learned to Stop Worrying and Love the Bomb schuf der Mann eine erstklassige Satire, die auch heute noch kaum an ihrem Bezug und ihrer Aktualität verloren hat. Der Star des Films ist Peter Sellers, der grad drei Rollen übernommen hat. Die Lustigste (und gleichzeitig Böseste) davon ist sicherlich diejenige des Dr. Strangelove, der im Rollstuhl sitzt, dessen linke Hand sich immer wieder zum Nazi-Gruss erhebt und der auch sonst ein bisschen gar von der Rolle scheint. Leider kommt der Mann nur am Rand der Geschichte vor, dafür sind seine Auftritte Higlights des Films. Erwähnenswert ist noch die kleine Rolle eines gewissen James Earl Jones, der hier sein Debüt in einem Kinofilm gab und später unter anderem Conan the Barbarian bekämpfte und in The Lion King den Löwenvater sprach. Dr. Strangelove behandelt ein heisses Thema, über das schon viel geschrieben wurde. Ein Atomangriff, ausgelöst von einem Spinner, der dann zum nervenzerreissenden Showdown ausgebaut wird, ist dabei nur ein kleines Teilchen des ganzen Puzzles. Die Charaktere sind herrlich angelegt, die Diskussionen im präsidialen Beraterraum können glatter kaum sein und wenn am Schluss sogar einer auf der Atombombe "reitet", dann sehen wir eine der wohl bekanntesten Szenen der Filmgeschichte. Der Film ist in Schwarz/Weiss gedreht und hat zwischendurch einige Längen, die aber Interessierte nicht gross stören. Toll gespielt (Peter Sellers war halt schon ein ganz Grosser) und mit denkwürdigen Dialogen angereichert, darf aber mehr als einmal bitterbös gegrinst werden und manchem wird das Lachen im Rachen stecken bleiben. Fazit: Untermalt von herrlicher Filmmusik und gestützt von tollen Szenen mit ebensolchen Darstellern, hat sich Dr. Strangelove zum Kultfilm gemausert und das zu recht. Es ist eine bitterböse Kriegssatire geworden, bei der man vielfach nicht weiss, ob man jetzt eigentlich lachen darf oder eher in skeptisches Stirnrunzeln verfällt. Von Dr. Strangelove gibt es inzwischen einige DVD-Editionen, die mit interessantem Bonusmaterial angereichert sind. Die hier vorliegende "Special-Edition" hat eine kleine Doku über Stanley Kubrik zu bieten, sowie ein paar kleine Hintergrundinformationen zum finalen Film. Wer mehr Infos über die Dreharbeiten, den Regisseur oder auch die atomare Bedrohung sehen will, der sollte sich beispielsweise die Jubiläums-Edition zutun, die 2004 auf den Markt kam. Technisch ist die DVD nicht sonderlich gut ausgerüstet. Der Ton ist leider nur in Mono-Qualität abrufbar (bei den "besseren" Editionen wurde das aufgemotzt) und das Bild variiert zwischen zwei Bildformaten, was mitunter ein bisschen nervig sein kann. |
Genialer Film und wohl die vollendete Satire. Dr. Strangelove ist natürlich eine Once-in-a-lifetime-Performance von Peter Sellers ("Jawohl, mein Führer...") und auch die übrigen Darsteller sind in Topform. Dass der Film am Anfang etwas Mühe hat, in die Gänge zu kommen, wird bald vergessen gemacht. [Editiert von El Chupanebrey am 2009-01-05 20:57:41] |
gehört ganz klar zu den 10 filmen, die ich aufzählen werde, wenn ich dereinst auf dem sterbebett nach meiner bestenliste für die ewigkeit gefragt werde... |
ein traum von einem bitterbösen film! |
Zitat muri (2009-01-05 20:50:00)
ich liebe diesen film, aber diese aussage ist doch ziemlicher quark, muri. seine aktualität hat der streifen spätestens seit dem fall der mauer verloren.
öhm, ob du recht hast oder nicht, sagt dir gleich das licht... |
Einer der besten Filme überhaupt, einfach genial. Auch die vielen Geschichten die es um den Film gibt (Sellers hätte noch den Bomberpiloten spielen sollten konnte - oder besser wollte - aber nicht) sind sehr interessant. Für mich ist aber nicht Dr. Strangelov sondern der US-Präsident (geniales Telefongespräch) und das geniale Schauspiel von George Scott die Highlights des Films. |
"changed his name when he became a citizen. used to be merkwürdigliebe." da muss ich auch beim fünfzehnten durchgang noch lachen... |
"Gentleman, you can't fight in here, this ist the war room!" |
Zitat gargamel (2009-01-06 09:08:22)
finde ich nicht unbedingt. gerade die "krisensitzungen eines manchen US-Präsidenten (der wenig gescheite George W. zB) NACH dem fall der maurer kann ich mir bestens so vorstellen. die vorpreschenden militärs... die berater... passt doch wunderbar in de heutige zeit. [Editiert von pb am 2009-01-06 10:30:08] |
Zitat sj (2009-01-06 09:22:56)
natürlich sind george c. scott und der präsi (wunderbar gespielt von peter sellers) die highlights des films. dr. strangelove ist eine wunderbar überspitzte dreingabe. |
Zitat pb (2009-01-06 10:29:02)
aber wenn du den film als parabel auf das grundsätzlich irrationale und opportunistische verhalten von menschen (eben auch solcher in verantwortungsvollen positionen) verstehst, so ist er natürlich zeitlos und passt bestens z.b. zur finanzkatastrophe... [Editiert von gargamel am 2009-01-06 12:56:27] |
Zitat pb (2009-01-06 10:29:02)
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Zitat gargamel (2009-01-06 10:44:46)
et voilà! |
Zitat gargamel (2009-01-06 10:52:36)
hehe... ein wunderbarer verschreiber meinerseits... |

