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Beitrag The Bank Job
The Bank Job oder: Schatz, ich habe eine Bank ausgeraubt! Inside Man hat vor einigen Jahren eindrücklich demonstriert, wie ein simpler Bankraub nicht nur ungemein spannend, sondern auch durch viele Beteiligte, politische Machtspiele und einigen interessanten Handlungswendungen sehr abwechslungsreich gestaltet werden kann. Bank Job hätte ein ähnliches Potential gehabt, denn er basiert auf dem realen Baker Street Robbery, der im Jahre 1971 für grosses Aufsehen sorgte, als etwa 3 Millionen Pfund gestohlen wurden. Die genauen Umstände wurden aber nie ganz geklärt, und vieles steht bis heute noch unter Geheimhaltungsstufe. Bank Job ist in dieser Hinsicht aber keine nachträgliche Aufklärung des Bankraubs, denn auch er bedient sich einer guten Portion Fiktion, um den Film zügig voranzutreiben. Inside Man wurde als Messlatte bereits genannt, eine Messlatte, welche Bank Job aber nicht erreichen kann. Dazu ist er zum einen zu träge und zum anderen spielt er mit zu offenen Karten. Da nützt ihm auch die verschachtelte und in Zeitsprüngen unterteilte erste Hälfte nicht, welche sehr kompliziert in ein an sich einfaches Szenario einführt und die vielen Storylines ohne Erklärung dem Zuschauer an den Kopf wirft. Nach einiger Zeit kennt man aber die beteiligten Figuren, und man kann sich darauf konzentrieren, wie die Schachfiguren geschickt auf ihre Positionen gebracht werden, um sie dann gegeneinander auszuspielen. Doch leider ist viel zuviel schon am Anfang bekannt, und handlungsmässig gibt es kaum Überraschungen oder Aha-Momente. Dennoch bleibt es unterhaltend, den Amateuren zuzusehen, wie sie in einer Liga spielen, in der sie überhaupt nichts zu suchen haben und sich trotzdem erfolgreich zur Wehr setzen. Schauspielerisch bietet Bank Job natürlich mit Jason Statham einen grossartigen Anker, der sowohl den liebenden Familienvater, als auch den Bankräuber überzeugend spielen kann. Auch die anderen Nebenfiguren sind durchwegs sehr gut gecastet, fallen glaubwürdig aus und sind auch sehr charakteristisch ausgesucht. Saffron Burrows hingegen wirkt eher deplatziert. Unter dem Strich wird dann auch ein gutes Familienensemble geboten, welches schnell sympathisch wird und das man auch gerne auf seinem Abenteuer begleitet, was doch etwas weitere Kreise zieht, als vorerst angenommen. Fazit: Etwas mehr Geheimniskrämerei hätte Bank Job nicht geschadet. Trotz verschachtelter Erzählweise ist viel zu schnell klar, wer da mit wem unter einer Decke steckt, weshalb viel Spannung und Dramatik wegfällt. Dennoch bleibt es ein sehr kurzweiliges Stück Film, das dank sympathischen Figuren und immer mehr Spannung in der zweiten Hälfte, sehr gut bei Laune hält und man auch sehr gerne bis zum Schluss dabei ist. Die DVD überzeugt mit sehr guter Bildqualität und arbeitet gut, wenn auch zurückhaltend mit dem Surround. Das Bonusmaterial setzt sich aus den üblichen Bestandteilen aus Audiokommentaren, entfallenen Szenen und Trailern zusammen. Der Kern bildet aber ein Making of des Filmes sowie eine Dokumentation über den eigentlichen Bankraub. Beide fallen durchaus informativ aus und geben einen schnellen Überblick über die Geschehnisse in der Realität und hinter den Kulissen des Filmes. |
The Bank Job ist ein amüsanter Gaunerfilm. Der eine interessante Story sowie gute Unterhaltung und Spannung besitzt. Dazu wird das ganze noch mit ein wenig Humor erweitert. Die Akteure sind allesamt sehr überzeugend. Im grossen und ganzen verdient der Film diese 5 Sterne. |


