Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag Four Christmases
Four Christmases oder: Eine Satellitenschüssel ist kein Satellit Vince Vaughn, der Spassmacher vom Dienst, und Reese Witherspoon, die quirlige Blondine, auf einem Höllentrip zu ihren, von einer illustren Schauspielerschar verkörperten, Eltern. Four Christmases handelt von Familienfesten zu Weihnachten, für viele Menschen nicht eine Chance wieder einmal mit ihren Lieben zusammenzukommen, sondern Qual pur. Ein Thema also, dass sich für eine Komödie durchaus anbietet, kann man doch Witze über alle möglichen Charaktere, wie Eltern, Geschwister und sonstige Verwandte und Situationen, wie verborgen gebliebene Sünden der Kindheit, machen. Dies versuchen die Macher von Four Christmases auch, lassen sie doch fast keine Möglichkeit aus, sich über irgendetwas oder -jemanden lustig zu machen, seien es hinterwäldlerische Wrestler, neureligiöse Menschen, das Abnehmcamp aus der Jugend oder kotzende Babys. Leider haben sie dabei des Guten zuviel getan, die Gags sind meist vorhersehbar und oft auch sehr übertrieben. Dies wirkt mit der Zeit ermüdend und überdeckt die, im Film auch vorhandenen, wirklich lustigen Szenen. Dies macht sich vor allem im ersten Teil des Filmes bemerkbar, später konzentriert sich der Film mehr auf das Wesentliche und er wird interessanter. Dieses Wesentliche sind die Figuren. Anfangs bleiben sie sehr blass und wirken überzeichnet, werden sie aber, je länger der Film dauert, sympathischer und dadurch auch spannender. Was dem Film aber leider nicht gelingt, ist, dem Zuschauer die Figuren näherzubringen, sie bleiben distanziert und es fällt schwer, sie wirklich zu mögen. In dieser Beziehung fehlt es Four Christmases an Herz, das nötig gewesen wäre, um mehr als nur oberflächlich zu sein. Dies ist auch insofern schade, da mit Vince Vaughn ein Schauspieler zur Verfügung steht, der es in der Vergangenheit immer wieder schaffte, dass seine Charaktere dem Zuschauer ans Herz wuchsen, selbst wenn sie auf den ersten Blick nicht übermässig sympathisch schienen. Zu den Schauspielern ist zu sagen, dass sie ihre Sache gut machen und ihre jeweiligen Charaktere ausfüllen. Besonders in Erinnerung verblieben sind Mary Steenburgen und Kristin Chenoweth, die sehr gut zu ihren Rollen passen. Insgesamt ist Four Christmases kein schlechter Film, er vermag meist zu unterhalten und passt gut in die Weihnachtszeit, und doch bleibt das Gefühl, dass mit dieser interessanten Ausgangslage und diesen Schauspielern mehr dringelegen wäre. |
Das könnte daran liegen, dass sich Reese Witherspoon und Vince Vaughn nicht ausstehen konnten und am Set mehrfach aneinander geraten sind... |
Was natürlich von beiden Seiten nachträglich dementiert wurde... |
Intressant ist ja, dass der Regisseur hier niemand geringerer als der Macher hinter der Doku The King Of Kong ist... |
Warum heisst der Film eigentlich "Anywhere but Home" in allen Gratisblättern inkl. Züritipp? Der "deutsche" Titel wäre doch "Mein Schatz, unsere Familie und ich"... |
Netter Film mit ein paar lustigen Szenen (Babyalarm!) und einem gut aufgelegten Vince Vaughn. Dazwischen gibts einigen Leerlauf bei den Familien und auch Reese Witherspoon scheint sich nicht so richtig wohl zu fühlen. Der Film gehört Vaughn. Ganz klar. Und wenn sie im letzten Drittel nicht so auf die Weihnachts-Feiertags-Drüse gesetzt hätten, wärs sogar ein richtig Guter geworden. |
Zitat rm (2008-12-04 08:56:01)
Wahrscheinlich weil der deutsche Titel beschissen klingt. Erinnert mich an die fürchterlichen Übersetzungen von "Meet the Parents" oder "Meet the Fokkers" -> wie war das schon wieder?, "Meine liebe Frau, meine bösen Schwiegereletern und auch noch ich..." PFFF. Aber wieso er "Anywhere but Home" heisst anstatt das Orginal entzieht mich meiner Kenntnis. Auf Imdb gibt es eine Liste mit allen Titeln in Fremdsprachen : Also Known As (AKA) |

