Forum Movies - Reviews: DVDs
Beitrag Prom Night
Prom Night oder: Auf dem Höhepunkt der Highschool wird gestorben Prom Night - ein weiteres Remake. Doch ist es ihnen diesmal gelungen, etwas Ordentliches abzuliefern oder ist es doch wieder ein verschandeltes Original? Eines vorweg: Wer nichts erwartet, wird positiv überrascht sein, und wer viel erwartet, entsprechend enttäuscht. Nelson McCormick hat mit seinem Film, der lose auf dem Original aus dem Jahre 1980 basiert, sicher keinen Totalabsturz geschaffen, doch es bleibt einer der vielen Teenieshocker, die in den letzten Jahren ins Kino geträufelt sind. Da kann man auch noch so gross "unrated" auf die DVD-Hülle schreiben, es bleibt ein jugendfreundlicher Film, der weder fesselt noch schockiert und dementsprechend harmlos ist. Als Film beginnt Prom Night ganz ordentlich mit einer düsteren Albtraumsequenz, welche auf den Film einstimmt und zusätzlich die Hauptdarstellerin Brittany Snow etabliert, die einen sympathischen Anker des Filmes abgibt. Leider schwenkt er darauf, anstatt die Hintergründe des Alptraums zu erläutern, viel zu schnell in die Prom Night-Vorbereitungen über. Leider darum, weil anstatt Spannung die üblichen Teenie-Elemente überhand nehmen und viel Zeit damit verbracht wird, die entsprechenden Figuren vorzustellen. Die sechs Hauptcharaktere fallen dabei erstaunlich natürlich aus, und anstatt völlig überzeichnete Schablonenfiguren abzuliefern, welche einem nur auf den Zeiger gehen, wirken sie durchaus sympathisch. Der Rest ist aber gesichtslose Klischeeware, für die man sich weder interessiert und die man auch nicht vermisst. Allerdings reicht für einmal sympathisches Frischfleisch nicht aus, um daraus einen guten Slasher zu machen. Auch wenn durchaus spektakuläre Drehorte geboten werden, wird der eigentliche Killer viel zu früh enthüllt, die Morde sind langweilig, selbst in der unrated Version harmlos und werden auch kaum genutzt, um Intensität in den Film zu bringen. Die Handlung gibt wenig her, und wer sich etwas auskennt, wird sich nach wenigen Minuten zusammen reimen können, wie, wer und wo stirbt. Da oben drauf noch mehrmals die gleichen Schockmomente verwendet werden, baut sich auch nie eine Spannung auf und das wenigstens noch einigermassen gelungene Finale bildet schliesslich nur den Schlusspunkt eines überraschungslosen Teeniegruslers. Fazit: Erstaunlicherweise gibt es an Prom Night gar nicht soviel zum Kritteln. Es ist genau der harmlose Teenieslasher, der Einsteiger ins Horrorgenre wohl noch etwas gruseln kann, doch jeder, der schon mehr als einen Slasher gesehen hat, weder beeindruckt noch mitreisst. Da aber die Schauspieler durchaus ordentliche Leistungen bringen, kann man ihn noch knapp als soliden Durchschnitt bezeichnen. Allerdings soll man sich nicht durch das grosse unrated-Zeichen in die Irre führen lassen, wer Schock und Intensität sucht, der wird hier kaum fündig. Die DVD liefert den Film in durchwegs durchschnittlicher Bild und Tonqualität und kann weder mit einem scharfen Bild noch guten Surround überraschen. Das Bonusmaterial fällt hingegen mengenmässig sehr üppig aus und bietet neben entfallenen Szenen und Making Ofs noch Dokumentationen über den Killer selber, sowie einige Outtackes. Dazu gesellen sich noch ein kurzweiliger Audiokommentar, sowie echte Prom Night Geschichten und ein Clip mit Bilder, der auch gekürzt im Film gezeigt wurde. Allerdings kann dies nur in der Menge überzeugen, denn inhaltlich und qualitativ fällt vieles recht kurz und oberflächlich aus. Überraschende Enthüllungen bleiben aus und wer sich etwas auskennt, wird kaum etwas Neues erfahren. |
Ganz richtig geschrieben, und ich bin mit dem Kritik zufrieden. Deswegen habe ich dieser Film ein Stern gegeben. db, deine Meinung zu diesem Film gefällt mir. Dieser Film ist für mich gar nichts neues, und ich wusste auch schon wer als nächstes Opfer ist. Der Mörder bringt den anderen billig um. Ich wusste es auch schon was als nächstes passieren würde. Gar nichts neues für mich, und auch keine Nervenkitzel oder so. Wer andere Slasherfilme gesehen hat, bsp Scream, soll sich nicht von diesem Film viel erwarten. Er ist sehr harmlos und leicht durchschaubar. Zu wenig Blut. |

