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Beitrag Step Up 2 the Streets

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Step Up 2 the Streets oder: Tanzen bis zum Umfallen


Es stellt sich immer wieder die Frage, ob ein Sequel überhaupt notwendig ist. Bei Step up 2 the Streets stellte sich diese Frage umso mehr, denn der erste Teil war schlichtweg langweilig. Die Story wirkte wie eine missglückte Hommage an Dirty Dancing und Cinderella und der Versuch Hiphop mit Ballett zu vermischen kam dem Elephant im Porzellanladen gleich. Nur schon beim Gedanken an eine Fortsetzung überkommt einen statt heissen Vibes ein kalter Schauer.

In Step up 2 the Streets scheinen die Produzenten aber aus ihren Fehlern gelernt zu haben. Der Film beginnt mit einem Hammerschlag. Ein genial durchchoreographierter Tanzangriff auf einen U-Bahnwagen schmeisst den Zuschauer regelrecht in ein "Wow!"-Gefühl. Das können selbst die "MTV Music Awards" nicht besser inszenieren. In diesem Rhythmus tanzt sich der Film von einem Höhepunkt zum nächsten, ähnlich einem gut durchdachten Musikvideo. Ein Feuer von verschiedenen Stilen verzücken dabei jedes Tänzerherz. Regisseur Jon Chu hat dem Ganzen eine dunkle, musikästhetisch gelungene Bildsprache gegeben. Verschwunden ist der matte Märchenschimmer des ersten Teils.

Leider kommt auch hier die Story dazwischen. Im zweiten Teil spielt mit Briana Evigan eine weibliche Person den Hauptpart, das Prinzip bleibt aber das gleiche wie im ersten. Die Storyline ist vorhersehbar, hat aber dank den vielen exzentrischen Nebendarstellern ein bisschen mehr Würze abbekommen. Ja, Briana Evigan geht hierbei tänzerisch und schauspielerisch fast unter. Der 15jährige Adam G. Sevani brilliert als Moose mit seiner Neuinterpretation von Michael Jackson-Moves und begeistert damit zweifellos auch ein älteres Publikum.

Dem Film haftet aber in einem Aspekt ein schaler Nebengeschmack an. In der "Step up"-Serie sind die Hauptdarsteller und Aufsteiger konsequent weisse Schauspieler, während das private Umfeld der Hauptrolle zumeist Schwarz oder Hispanic ist, um wohl die "Street-Credibility" zu gewährleisten - Sozialklischees pur mit einer verheerenden Aussage. Das wirkt nur noch lächerlich. Es wird höchste Zeit sich in der angehenden Obama-Ära von diesen festgefahrenen Schablonen zu lösen.

Fazit: Die Story bleibt fade, dafür wurde den Tanzszenen endlich der gebührende Platz zuteil. Es dürfte aber ruhig noch mehr Bewegung sein. Die Neubesetzungen mit Regisseur Jon Chu und mit einer durch und durch professionellen Tanz-Crew haben sich definitiv gelohnt. Der Film ist im Youtube-Zeitalter angekommen.

Die DVD enthält ein Making-of, ein Porträt der Tanzcrew "410" und zahlreiche Musikvideos zum Film, also genügend Unterhaltung für die Fans der "Step Up"-Serie. Bilder und Sound verzücken und zeigen wie viel Herzblut hinter all den Choreographien steckt. Für manch einen mag die Bonus-DVD interessanter sein als der Film selbst.

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jak's Wertung: 3.5 Sterne


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