Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag Pinocchio
Pinocchio oder: Holz, der Typ ist aus HOLZ, verdammtnochmal! Robert Benigni - ein Garrant für Fröhlich- und Ausgelassenheit. Nach seiner grandiosen Rolle in La Vita è bella hab ich mich auf seine Fassung von Pinocchio gefreut... Und wirklich, nach einer vielleicht ein bisschen zu kitschiger geratenen Anfangszene mit der blauen Fee verspricht die Jagd des freche Holzpflock durch die Strassen des kleinen italienischen Dörfchens ein unterhaltender Film. Und schon schnitzt Geppetto den kleinen Pinocchio, und das Teil beginnt zu reden. Noch kurz eingekleidet (think pink!), und schon... Benigni wirkt weder wie ein kleiner Junge (kein Wunder ist er ja doch auch schon 50gi) noch vermag er Charme zu versprühen. Da hat mir der Holzpflock besser gefallen, der hielt wenigstens seine Klappe und versucht nicht krampfhaft "Freude" - bravo bravo bravo - zu verbreiten. Was folgte sind die mühsamsten 100 Kinominuten die ich durchleben musste. 100 Minuten peinliches Rumgehüpfe, kindliches Getue und - es hat sich schon in mein Hirn eingebrannt - bravo bravo bravo. Hab ich das wirklich verdient? Mehr bietet der Film nicht. Die Fee hat nicht wirklich blaue Haare, die Grille ist keine Grille, die Katze keine... etc. etc. etc. Selbst die im Vorfeld als molto bene (natürlich von Italienern, wem sonst) angepriesenen Spezial-Effekte sind lächerlich ("ahja, toller Wahlfisch") oder nicht vorhanden (Pinocchio's Nase ist grad mal eine Sekunde länger als normal). Fazit: Folter pur - ausser Benigni scheints niemandem zu gefallen... Niemandem ausser den Einwohner des Landes bekannt als Italien. Bravo. |
Ja super. Da kann ich mich ja auf was freuen.... |
... wenn beinah alle Welt sagt, dass Pinocchio mit Benigni schlecht, schlechter, am schlechtesten ist... |
das grenzt aber ziemlich nahe am Masochismus! |
Ist "Pinocchio" eine Konkurrenz zu "Plan 9 from Outer Space"? |
Wie kann man eine Geschichte spannend verfilmen, die schon so bekannt ist und die man in- und auswendig kennt? Klar, man nimmt einen Mann, der selber einer Cartoon-Figur recht nahe kommt, mixe ein bisschen Magie und Kitsch dazu, rühre es in einer grossen Pfanne voll Zauber und voilà. Der Film steht, die Zuschauer können kommen. Nun, so gern ich Benigni auch sehe, so gern ich "Pinocchio" sehe und so gern ich Fantasie im Kino habe, manchmal wird es sogar mir zuviel des Guten. Und genau das passierte bei diesem Film. Am Anfang noch zauberhaft (Kutsche, die von vielen weissen Mäusen gezogen wird), driftet der Film immer mehr in's Fantastische ab und endet schliesslich im kitschigsten Kitsch, den ich seit langem gesehen habe. Als der Film dieses Level erreicht, sind dummerweise noch über 1 Stunde zu schauen... Benigni macht seine Sache sicherlich gut, strampelt und witzelt was das Zeug hält. Aber genau dass ist es, was mir der Zeit brutal auf die Nerven geht. Da hüpft ein 50-jähriger Mann, in weissem Schlafanzug herum, trifft "Katze" und "Fuchs" (die keine sind...), hält Streitgespräche mit einer Grille (noch das Witzigste am Film...), jammert bei einer "blauen Fee" (was auch immer die in "Pinocchio" zu suchen hat) und nervt mich knappe 2 Stunden. Fazit: Was gut begonnen hatte, wurde schlussendlich zu einem langweiligen, langatmigen und uninteressanten Filmchen, das zwar von den Kostümen her einiges bietet, allerdings Handlungs-technisch eher lau bleibt. Wer Benigni mag, soll rein, denn von ihm bekommt man wahrhaftig genug zu sehen. Mir war es (leider, leider) zu viel Robertoooo und too much Kitsch... |
also die blaue fee muss schon sein. weil sie ists, die im original der holzpuppe schliesslich das leben einhauchte - sieht man natürlich in benigni's version nicht. und sie ists auch, die schlussendlich aus pinocchio ein richtiger menschlicher junge aus fleisch und blut macht - auch dies vermisst man hier. |

