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Beitrag Things We Lost in the Fire
Things We Lost in the Fire oder: Accept the good Ein Verlust oder ein Todesfall in einer Familie kann ein Leben in den Grundmauern erschüttern und vieles zum Einsturz bringen. Plötzlich fehlt etwas im Leben, das vorher einen zentralen Platz hatte und hinterlässt ein riesiges schwarzes Loch, welches man zuerst verdrängt und welches einen dann wieder wie ein Schlag trifft. Der Verlust und der anschliessende Weg zurück ins Leben ist das zentrale Thema von Things We Lost in the Fire und begleitet dabei zwei gepeinigte Seelen: Jerry, den von Benicio Del Toro genial gespielten Heroinabhängigen, und die immer noch unter Schock stehende Witwe, gespielt von Halle Berry. Wer sich jetzt aber auf einen sehr fein ausgearbeiteten emotionalen Entwicklungsbogen freut, wird schnell enttäuscht sein, denn der Auftakt von Things We Lost in the Fire ist nur bedingt gelungen. Mit einer Vielzahl von Zeitsprüngen und sehr holprig zusammengeschnittenen Rückblenden wird zu Beginn immer wieder zwischen der eigentlichen Beerdigung von Ehemann Brian (David Duchovny), und wie es dazu gekommen ist, hin und her geschnitten. Das macht es sehr schwer, sich überhaupt in die Story einzuleben, da man so immer wieder herausgerissen wird und die Orientierung verliert. Zudem fragt man sich lange, warum sich Audrey (Berry) überhaupt den Heroinsüchtigen Jerry (Del Toro) ins Haus holt, denn dieser wird so vorgestellt, als ob er etwas viel Schlimmeres sei als nur ein Abhängiger, was es schwer macht, ihn überhaupt sympathisch zu finden. Nach dem mühseligen Intro wird die Handlung aber linearer, und dank der subtilen Erzählweise der dänischen Regisseurin Susanne Bier kann man sich langsam in die verschiedenen Figuren und ihre Schicksale einleben. Durch diese ruhigere Erzählweise kann man schliesslich verfolgen, wie eine Frau mit dem Schock fertig wird, gerade den Ehemann verloren zu haben und durch den drogensüchtigen Jerry sozusagen den letzten Link zu ihm sucht. Dies wird schliesslich zu einem grossartigen Duett zwischen Del Toro und Berry, in dem sich beide Schauspieler von ihrer besten Seite zeigen und auch dreidimensionale Figuren bieten können. Das macht den Film zu einer interessanten Reise, welche zu Beginn zwar etwas chaotisch wirkt, dazwischen auch zuviel Ballast mitschleppt, aber letztendlich eine gute Aussage macht, die man auch lächelnd mitnimmt. Fazit: Things We Lost in the Fire ist ein sehr schwermütiger Film geworden, der mit einer etwas zu verzettelten Erzählweise, einer zu langen Laufzeit und einigen Subplots, die angefangen werden, aber dann doch wieder versanden, zu kämpfen hat. Unter dem Strich kann sicher eine gelungene Geschichte erzählt werden, doch etwas linearer, kürzer und zielgerichteter erzählt, hätte sie noch einen viel stärkeren Eindruck hinterlassen. Jetzt ist es einfach ein guter Film mit grossartigen Schauspielern geworden, der für einen ruhigen Abend durchaus geeignet ist, aber ein Meisterwerk ist es trotz der guten Kameraführung nicht. Die DVD liefert den Film in sehr guten Farben und mit einem sauberen Bild. Der Ton kann im Original sowie auch in der Synchro überzeugen und fügt sich zu einem guten Gesamtbild zusammen. Das Bonusmaterial beschränkt sich auf einige Trailer, einige entfallene Szenen und ein Making-of. Dies ist dies mehr als ausreichend für einen solchen Studiofilm. |

