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Beitrag Silent Light - Stellet licht

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Silent Light - Stellet licht oder: Verbotene Liebe


Stellet Licht (plattdeutsch: Stilles Licht) ist mehr als ein Liebesdrama, sondern zugleich ein interessantes Porträt einer mennonitischen Gesellschaft. Längst nicht alle Mennoniten sind dermassen moderat eingestellt wie jene im Film, die auf Elektrizität und Motorenantrieb nicht verzichten. Dennoch sahen die Darsteller, allesamt Mennoniten, bei den Dreharbeiten zum ersten Mal überhaupt eine Kamera. Das merkt man dem Film nicht an, im Gegenteil: Die Schauspieler agieren sehr überzeugend.

Ein wichtiger Platz im Film nimmt die Natur ein, die die Gemeinde umgibt: Regisseur Carlos Reygadas zeigt sie in atemberaubenden Panoramaeinstellungen. Im Gegensatz dazu filmt er intime Szenen, vor allem zwischen Johan und Marianne, aus nächster Nähe, was irritierend und entwaffnend ehrlich zugleich ist.

Die Spannung hält nicht durchwegs an und bei manchen Szenen verlangen die langen Einstellungen einiges an Geduld. Wer sich allerdings auf die bedächtigen Bilder aus dieser unbekannten Welt einlässt, wird belohnt mit einem sensiblen Porträt einer mennonitischen Grossfamilie mit den gleichen Problemen wie überall auf der Welt...

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sst's Wertung: 4 Sterne


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