Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays
Beitrag Into the Wild
Into the Wild oder: Auf der Suche nach dem Sinn Sean Penn ist nicht nur ein starker Schauspieler (Mystic River, Dead Man Walking), sondern kommt auch alle paar Jahre als Mann auf dem Regiestuhl daher und liefert Filme ab, über die man gern diskutiert. Sei es The Crossing Guard oder aktuell Into the Wild. Diese Geschichte des Aussteigers Christopher basiert auf einem sehr bekannten Roman und schafft den Sprung vom Papier ins Filmbusiness optimal. In satten 142 Minuten werden wir auf eine Reise mitgenommen, die uns nicht nur die äusserliche Schönheit eines Landes zeigt, sondern auch einen jungen Mann auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Des Kommerz überdrüssig, werden wir Zeuge, wie Emile Hirsch (Alpha Dog, Speed Racer) in beeindruckender Weise die Reise seines Lebens beginnt. Der junge Schauspieler magerte für diese Rolle sichtlich ab und verleiht seiner Figur jederzeit die nötige Glaubwürdigkeit, so dass auch die Geschichte davon profitieren kann. Unterlegt von toller und sehr passender Musik treffen wir im Film auf einen ebenfalls sehr überzeugenden Nebencast. Seien es William Hurt (der den Schnäuzer grad für The Incredible Hulk behalten konnte) und Marcia Gay Harden (nach The Mist erneut toll in Szene gesetzt), deren Beziehung während des Films immer mehr Risse offenbart. Oder auch Catherine Keener (The Interpreter) als traurige Hippiefrau und Vince Vaughn (The Wedding Crashers) als oberflächlich netter Kerl mit Dreck am Stecken, die tolle Performances abliefern. Fazit: Into the Wild ist ein schön langsam erzählter, eher leiser, aber doch unterhaltsamer Film geworden, der natürlich, wir kennen die Geschichte inzwischen, tragisch endet. Man mag ihm ankreiden, dass 140 Minuten für eine solche Geschichte, in der minutenlang nicht gesprochen wird und wir einem Mann zuschauen sollen, der die Natur geniesst, ein bisschen übertrieben sind. Nichts desto Trotz tut es auch mal gut, ein bisschen zu sinieren und über das Sein nach zu denken. Nur das mit dem Auswandern wollen wir uns besser nochmals gründlich überlegen, oder? Die Extras der DVD drehen sich natürlich um die litherarische Vorlage, deren Umsetzung und die Dreharbeiten in der rauen Natur. Die drei Features (kleine Reportagen) bringen uns die Geschichte und die Charaktere näher und erzählen uns, was am Dreh so schwierig gewesen war und was für ein Regisseur Sean Penn denn ist. Zusätzlich gibt es Kurzinterviews mit Darsteller, Regisseur oder Musiker zu sehen. So richtig Neues erfährt man da aber nicht. Die Trailers und TV-Spots, plus ein schönes Musikvideo von Eddie Vedder, seines Zeichens Frontmann von "Pearl Jam", schliessen das schöne Angebot an Extras ab. Technisch macht Into the Wild einen sehr sauberen Eindruck. Dieser Film, bei dem die Musik und die Naturgeräusche vielfach dominieren, bietet einen sehr klaren Ton und auch das Bild lässt keinerlei Bedenken zu. |


