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Stargate: Continuum oder: Ab ins Eis!


Stargate machte 1994 den Anfang einer inzwischen weltbekannten Franchise, der verschiedene TV-Serien folgten und die nun als Spielfilme direkt auf DVD vertrieben wird. Stargate: Continuum ist der vorerst letzte Streich der Macher von Stargate SG-1 und bringt uns ein Wiedersehen mit vielen bekannten Figuren, die eine erstaunlich flotte und interessante Geschichte erzählen.

Zeitreisen eigenen sich, auch das wissen wir inzwischen, hervorragend für irgendwelche Sci-Fi-Filme und Serien. Da dürfen auch mal Hauptcharakter getötet werden, nur um sie in einer veränderten Zukunft oder Vergangenheit wieder auferstehen zu lassen. In Stargate: Continuum kommt dazu der beste aller Serien-Systemlords voll zur Geltung. Cliff Simon spielt den "Ba'al" mit teuflischen Grinsen, überzeugender Arroganz und fühlt sich sichtlich wohl, dass auch er mal seinen menschlichen Gegnern in den Hintern treten darf.

Die bekannten Figuren aus der TV-Serie haben, ausser den bereits in Stargate: The Ark of Truth erfahrenen, optischen Veränderungen der Darsteller, allesamt eine solide und gute Performance abgeliefert. Zwar sind die Witze ein bisschen sehr gesucht und Richard Dean Anderson hat an Gewicht zugelegt und wird hier endgültig zum Weichei und Bürogummi gestempelt, aber die Geschichte mit der Reise in eine alternative Welt funktioniert durchaus.

Ein Highlight ist immer wieder Beau Bridges, der auch in Stargate: Continuum einen kurzen, aber gelungenen Auftritt als General Landry hat. Ausserdem sind die Spezialeffekte (Raumschiffe, Schiessereien, die Transport-Ringe) einmal mehr sehr überzeugend gemacht und gefallen sehr gut.

Fazit: Stargate: Continuum schlägt Stargate: The Ark of Truth in vielen Belangen und kommt mit einer guten Story daher. Solide Schauspielleistungen und ein toller Bösewicht runden das Angebot ab, das die Vorfreude auf ein nächstes Abenteuer von Stargate SG-1 gross werden lässt.

Drei kleine Reportagen wurden auf die DVD gebrannt. Das obligate Making-Of lässt Schauspieler und Macher zu Wort kommen und bietet ein paar schöne Sprüche zu den Dreharbeiten. Man merkt, dass auch Stargate: Continuum ein toller Spass für die Beteiligten war. Da man viele Szenen in der eiskalten Arktis gedreht wurden, dürfen natürlich Aufnahmen und Berichte von diesem Drehort nicht fehlen. Die Menschen sind dort zwar vermummt und somit unkenntlich, aber selbst in dieser Umgebung bleibt Zeit für Spässe und Witze. Wer sich für Zeitreisen interessiert, der sollte sich den letzten Beitrag anschauen. Dort wird erklärt, wie das ganze funktioniert, was man machen muss, um selber zu reisen und wieso das bisher noch keiner geschafft hat. Interessant, das Ganze.

Technisch ist die DVD eine solide und saubere Angelegenheit geworden. Das Bild überzeugt durch Schärfe und Klarheit, während beim Ton einige Unterschiede auffallen. In der Originalversion (die wie immer zu empfehlen ist) passt die Lautstärke optimal zum Film. In der deutschen Synchro hingegen klingen die bekannten Stimmen anfänglich ein wenig komisch. Vor allem der tiefe Bass der deutschen Stimme von Christopher Judge hat Probleme, die Intensität der TV-Serie zu erreichen. Allerdings gewöhnt man sich bald mal dran.

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muri's Wertung: 4 Sterne

ja, das nenn ich nostalgie. Aber man merkt schon die Herren und Damen werden langsam zu Alt für den Job, doch es war toll wieder einmal mit SG1 auf Mission zu gehen. Über die Story werde ich mich mal nicht auslassen, denn Zeitreisen gab es schon in der Serie zu genüge und auch wenn es gut konstruiert ist und auch Spass macht, es ist doch etwas ausgelutscht.

Ehrlich gesagt hätte ich aber lieber eine Mission gesehen, in der alle gemeinsam auf Pirsch gehen und nicht so eine zerstückelte Angelegenheit, wo man alle Zeitreisesituationen nochmals durchkauen muss, die man alle während der Serie schonmal gesehen hat. Deshalb hat man auch ein grosses Déjà Vue und wenn dann noch Richard Dean Anderson, der zwar gross auf dem Cover steht, wieder aus unersichtlichen Gründen sehr wenig Screentime erhält, macht sich doch Enttäuschung breit. Wenn die Autoren ihn schon einbauen, dann richtig und nicht so eine Alibi Übung wie es in Continuum der Fall war.

Wie auch immer, war nett wieder einmal alle zusammen zu sehen, doch falls es der letzte Film gewesen wäre, hätten sie doch einen besseren Abschluss finden können. Falls es aber nicht der letzte war, ist es eine abwechslungsreiche Achterbahnfahrt, die jedem Fan zu empfehlen ist.

db's Wertung: 4.0 Sterne


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