Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag Il Papà di Giovanna
Il Papà di Giovanna oder: Meine Tochter ist die Beste! Autor und Regisseur Pupo Avati schildert in Il Papà di Giovanna eine äusserst stabile Vater-Tochter-Beziehung kurz vor bis zum Ende des zweiten Weltkrieges in Bologna. Er fand dafür mit Silvio Orlando und Alba Rohrwacher die ideale Besetzung. Orlandos Hundeblick passt bestens zu seiner Rolle. Wie der beste Freund des Menschen bleibt er seinem Töchterchen auch dann noch treu, als sie schon längst von allen Geistern verlassen im Irrenhaus herumvegetiert. Rohrwacher überzeugt als verschupftes Pickelgesicht mit psychischer Störung. In einer Nebenrolle ist TV-Spassvogel Ezio Greggio (Striscia la Notizia) erstmals in einer ernsten Rolle zu sehen. Er macht seine Sache gut. Ganz so episch wie ein US-Kriegsfilme ist Il Papà di Giovanna aber nicht geworden - auch wenn er das vielleicht sein möchte. Dazu ist die Handlung zu sehr in Innenräumen konzentriert. An deutsche Fernsehserien, die zur selben Epoche spielen, kommt der Film, der in denselben Brauntönen gedreht wurde wie ein Werk von Till Schweiger, qualitativ aber schon heran. Und es ist ein ordentlicher Tearjerker. In Venedig wurden beim Abspann nicht wenige Taschtücher gezückt. Kein schlechtes Zeichen für einen Ort, wo italienische Filme oft masochistisch ausgebuht werden. |

