Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag Babylon A.D.
Babylon A.D. oder: Ein Paket mit Überraschungen Als Vin Diesel damals mit Pitch Black in den Kinos seinen ersten grossen Hit landete, wurde er als die grosse Action Hoffnung gehandelt. Endlich ein junger Schauspieler, der in die grossen Fussstapfen von Arnold Schwarzenegger und der alten Actiongarde treten kann. Leider war dem nicht so: Nach xXx und Chronicles of Riddick wurde es still um den Muskelprotz, und nach einigen fragwürdigen Filmen ist er jetzt endlich wieder da, wo er hingehört: Als wortkarger Söldner im Actiongenre. Babylon A.D. entstand unter der Regie von Gothika-Regisseur Mathieu Kassovitz und basiert lose auf dem 600-Seiten-Roman "Babylon Babies" von Maurice G. Dantec. Natürlich konnten so viele Seiten nicht in eine Spielzeit von hundert Minuten gequetscht werden, weshalb Kassovitz schon im Voraus viel herausstreichen und eigenes Material dazuschreiben musste. Das Resultat kann in einigen Aspekten überzeugen, hat aber auch stark mit dem sechzig Millionen Dollar Budget zu kämpfen und wirkt sehr unfertig. Eines muss man Babylon A.D. jedoch lassen: Er kann bereits in den ersten Minuten eine grossartige post-apokalyptische Atmosphäre schaffen und sehr stimmungsvoll in die düstere Zukunft einführen. Regisseur Mathieu Kassovitz hat nämlich jedes Detail sehr genau ausgearbeitet und sich stark bemüht auf jeden Aspekt zu achten: Sei es eine normale Landkarte oder das New York der Zukunft, alles ist absolut glaubhaft und bietet dem Zuschauer eine Entdeckungsreise in eine sehr düstere Zukunfsvision, die regelmässig mit grossartigen Bildern aufwartet und immer wieder überraschen kann. So erkundet man schrittweise die Welt von Toorop und betrachtet staunend die permanente Kriegszone mit zerstörten Atomkraftwerken, zerfallenen Flüchtlingscamps und zerbombten Städten. Soweit wurden also die Erwartungen erfüllt, doch leider hören an dieser Stelle die grossen Adjektive auf. Auch wenn Babylon A.D. rein vom Handlungsaufbau "Söldner bringt Person von A nach B" sehr auf den Spuren von Children of Men wandert, kommt er nie an diesen heran. Obwohl Vin Diesel und die altbewährte Michelle Yeoh sehr solide Leistungen bringen, versagt Babylon A.D. darin, eine durchwegs überzeugende Handlung abzuliefern: Die Handlung hat recht viele Hänger und kann neben einigen amüsanten Dialogen nur mit spärlich verteilten und überhektischen Actionsequenzen etwas Auflockerung bieten. Dazu kommt noch, dass trotz des guten Anfangs und der eigentlich gelungenen Hintergrundgeschichte, sich die Reise nach Amerika als sehr unfertig entpuppt. Die Action wirkt oft zusammenhangslos, vieles wird ausgelassen und es werden viel mehr Fragen aufgeworfen als letztendlich beantwortet werden. Fazit: Babylon A.D. bietet ein Actionspektakel, das in einer sehr glaubwürdigen und auch sehr düsteren Zukunft spielt. Vin Diesel bietet das, was er am besten kann und schlägt sich als wortkarger Söldner sehr gut durch die Handlung. Der Rest des Casts fügt sich ebenfalls nahtlos in die kaputte Zukunft ein und fällt kaum negativ auf. Die Handlung bleibt aber eine sehr holprige Angelegenheit mit einigen Hängern, zu hektischen Actionsequenzen und vor allem riesigen Handlungs- sowie Logiklöchern. Vieles wirkt angefangen aber nicht zu Ende geführt und auch wenn die grobe Geschichte gelungen ist, irgendwie fehlt die entscheidende Aussage oder der Sinn darin. Unter dem Strich wird er aber - wie auch Doomsday - erst auf DVD in der ungeschnittenen Langfassung sein ganzes Potential entfalten, da dort mit den zusätzliche Minuten eine wesentlich sauberere Handlung abgeliefert werden kann. |
Zu diesem Thema wurden insgesamt 22 Beiträge geschrieben.
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Hier noch was der EIGENE DIRECTOR Matthieu Kassovitz zum Film zu sagen hat: "I'm very unhappy with the film... I never had a chance to do one scene the way it was written or the way I wanted it to be. The script wasn't respected. Bad producers, bad partners, it was a terrible experience. I should have chosen a studio that has guts. Fox was just trying to get a PG-13 movie. I'm ready to go to war against them, but I can't because they don't give a shit." Das Studio hat wegen allem mit dem Director gestritten (Budget und dann das rausschneiden der 15min) Matthieu Kassovitz war aber der Meinung das gerade diese 15 Minuten der Schlüssel war, der allem einen Sinn gab. Gut gemacht Fox... Wobei ich aber auch sagen muss, dass ich beim durchlesen des Inhalts extrem an Transporter erinnert wurde... Bilde ich mir das bloss ein? |
Zitat rhyn_8 (2008-08-29 10:57:25)
Ja |
Ab an die Vorpremiere! ->> Los jetzt! |
In den Schweizer Kinos ist die 101 Minuten lange, europäische Fassung zu sehen. Eine ungeschnittene Langfassung auf DVD wird es daher höchstens in den USA geben. Die Ungereimtheiten und die «riesigen Handlungs- sowie Logiklöcher» haben einen anderen Grund. |
Aufgrund db's Kritik ging ich mit gemischten Gefühlen in die Vorstellung und wurde absolut positiv überrascht. Ich hab das Buch nicht gelesen, fand die Geschichte aber spannend und sehr gut umgesetzt. Zwischendurch kriegen wir ein bisschen xXx-Feeling geboten und Vin Diesel zeigt, dass er durchaus schauspielern kann. Auch wenn die Tränenszene eher für Gelächter im Kinosaal gesorgt hat. Die Action stimmt, die düstere Zukunft ist hervorragend getroffen und die Nebendarsteller (Depardieu, Rampling, Yeoh) hieven den Film auf lockere und ganz souveräne 4 Sterne. |
Ja als Science Fiction Fan war ich vom Film auch überrascht. Die Zukunft wie im Film dargestellt wirkt glaubhafter als in anderen Science-Fiction Streifen. Nur am ende wurde es mir etwas zu "übernatürlich". *keine Spoiler*. |
Wo hast du denn den Film gesehen, Dominik? Wenn es in der Schweiz war, muss es die 101 Minuten lange Fassung gewesen sein. Ich habe mich heute noch einmal erkundigt. Eine andere Fassung besitzt der Verleih nicht. |
Zitat filmblog.ch (2008-09-12 12:03:03)
Doch falls dies tatsächlich die lange Version gewesen ist, welche ich gesehen habe, dann ist der Film einfach unfertig... |
Hmmmmm... Babylon A.D. scheint Mathieu Kassovitz echt aus der Hand genommen worden zu sein. Der Film trägt noch leicht die Handschrift eines La Haine, wird aber mit einer übertriebenen Story etwas zu sehr aufgeblasen. Vin Diesel ist imho ein neuer Charles Bronson der nur in schweigsamen Rollen richtig glänzen kann. Auch die Nebenrollen sind ganz gut besetzt, vor allem natürlich Gérard Depardieu. [Editiert von El Chupanebrey am 2008-10-01 20:04:41] |
hab in in kanada letzte woche geschaut, und er hat mit voll enteuscht. finger weg von dem........... |
Ich fand den Film ganz Unterhaltsam und endlich gabs mal wieder Sprüche wie sie Riddick nicht hätte besser los lassen können....leider doch en bisschen zu Kurz geraten mit 90 Minuten hoff mal ne erweiterte Fassung auf DVD wird halten was man sich erhofft. Aber naja unterm Strich trotzdem um klassen besser als die Verarsche auf alle Computertricksereien der Neuzeit WANTED |
der film ist gut, wenn auch ledier nicht mehr. die story-ausgangslage fand ich wirklich gelungen, die hintermänner der geschichte sind dagegen eher etwas fade. diesel macht laune in den action-szenen, keine frage. aber wenn er etwas mehr geführ, bzw. schauspielerische leistung zeigen sollte, tja dann, wirkts eher etwas peinlich! optisch gelungen, hats jedoch etwas viel gar plötzliche szenenwechsel, man mekrt dem film irgendwie schon an, dass er wie schon erwähnt zu tode geschnitten worden ist, schade! fazit: solide unterhaltung, leider nicht mehr. macht aber irgendwie laune, sich das buch mal genauer anzusehn... |
schade haben sie das ende vergeigt... wäre ansonst ganz passabel gewesen. |
Ich weiss nicht, wie man sich ab dem Film begeistern kann. OK, die Anfangsatmosphäre weiss zu gefallen und klar, es ist Vin in einer Paraderolle für ihn... doch deswegen dem Film mehr als 3 Sterne geben? Das Ganze ist zu unlogisch und hektisch. Ne, 3 Sterne sind genug für den Film. |
Nicht mies, aber schlecht! Das beste am Film ist die Verfolgungsjagt am Schluss - richtig nach Hollywood. Cool gemacht und anschaulich. Der Rest ist ziemlich schlecht. Schade, da Vin Diesel doch gute Filme lieferte (Fast and the Furious, xXx) - aber er macht offenbar immer mehr Flops. Ist wohl doch nicht DER Schauspieler wie Bruce Willis oder Schwarzenegger, die einfach so gut wie nie einen Flop hatten. Mein Rat: |
Zitat Fabi7 (2008-12-29 21:09:33)
*räusper*Schwarzenegger keine Flops? Hallo?*räusper* |
Ausser Junior, Red Sonja und Hercules fällt mir kein wirklichen Flop ein. Hab alle andere gesehen und die haben auch entsprechende Erfolg mitsich gebracht. Ich sag ja nicht, dass alle perfekt sind, aber mal bessser als BABYLON.A.D. |
Zitat Fabi7 (2008-12-29 22:32:24)
Last Action Hero wird auch als Flop bezeichnet. Das war ein 26 Millionen Dollar Verlust Geschäft. Habe ich eben gerade erfahren, als ich das Review geschrieben habe. Aber damals kam zum gleichen Jahr Jurassic Park in die Kinos und die Story war wohl auch zu komplex für die Amis, denn in Europa lief er wesentlich besser Ausserdem werden die neuen Filme wie Collateral Damage, the 6th Day oder End of Days auch nicht mehr so gut gelaufen sien. aber das weis ich jetzt auch nicht auswendig.... |
he he, stimmt. Last Action Hero war wirklich bisschen...hm...gewöhnungsbedürftig und kitschig (trotz gutem Produzent/Regisseur). Seine Filme werden bestimmt auch etwas weniger gut, keine Frage, er wird ja auch älter und schwabeliger |
naja Vin Diesel hat sichs verbaut, als er den Bockmist Babynator gemacht hat. Wäre er auf der Schiene von xXx und Riddick geblieben, sähe es heute wohl anders aus. Schwarzenegger hat erst mit so Brunzfilmen wie Junior, Kindergarten Cop oder Twins angefangen, als er bereits etabliert war. Bleibt zu Hoffen, dass Diesel nach xXx 3 und Fast and Furious 4 wieder zu alten Tugenden, sprich dem Actionfilm, zurückfindet. Doch jetzt zurück zum Film... |
Zitat db (2008-12-30 17:25:15)
Bitte back to Topic. Wenn ihr den Vergleich Diesel/Schwarzenegger machen wollt, eröffnet einen Extra-Thread. Und solche Ausdrücke wie Bockmist im Bezug auf den Babynator möcht ich nicht mehr lesen! |

