Beitrag Burn After Reading
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ebe (Redaktor) "Now... where was I?" 28.08.2008 14:20:00 #
Burn After Reading oder: No Country for old Losers
"Burn After Reading ist unsere Version eines Jason Bourne-Filmes - einfach ohne Explosionen", sagt Ethan Coen zu seinem und Bruder Joels neuestem Streich. In gewohnter Coen-Manier werden darin Elemente des Thrillers und der Komödie gemixt, und heraus kommt ein Film, wie ihn nur die beiden begnadeten Filmbrüder haben drehen können. Dessen Skript entstand übrigens zur selben Zeit wie dasjenige für den letztjährigen Hit No Country for old Men. Dieser wurde primär aus organisatorischen Gründen zuerst gedreht, da es für Burn After Reading seine Zeit dauerte, bis sich alle verpflichteten Stars für einen Drehtermin freimachen konnten.
Und das Warten hat sich gelohnt: George Clooney ist als grosspuriger Feigling mit schmutzigen Fantasien wunderbar, Brad Pitt hat als unbedarfter kaugummikauender Fitness-Hohlkopf die meisten Lacher auf seiner Seite. Die beiden Superstars treffen übrigens nur in einer Szene aufeinander, doch diese hat's in sich. Co-Star John Malkovich beherrscht die Kunst des artikulierten Crescendo-Fluchens exzellent, und Tilda Swinton ist herrlich kühl und zickig. Frances McDormand schliesslich, seit Blood Simple eine Art Muse der Coens, ist als Fitnessinstruktorin mit panischer Angst vor dem Alter(n) so gut wie seit ihrer Oscarperformance in Fargo nicht mehr.
Brauchen andere Regisseure Stunden, um auf den Punkt zu kommen, reichen den Coen-Brothers schlanke 95 Minuten. Doch diese sind dicht gefüllt mit verschiedenen Handlungssträngen, lakonischen Pointen und unvermittelten Schnitten, die den Zuschauer zum Mitdenken zwingen. Unerstützt wird das Ganze von Carter Burwells kongenialem Soundtrack sowie einem bestens aufgelegten Star-Darstellerensemble, das die Truppe von orientierungslosen Losern in den mittleren Jahren brillant verkörpert.
In Burn After Reading geht's in erster Linie um Leute, die Scheisse bauen. Gleiches kann man freilich von den Coen-Brüdern nicht behaupten: In ihrem neuen Werk verquirlen die beiden ihre bewährten Stilelemente mit denjenigen des Spionagefilmes, mischen einige aktuelle Themen bei wie Jugendwahn und Internet-Dating und erzielen ein Resultat nahe der Perfektion. Gleichzeitig gelingt ihnen das für kaum möglich gehaltene Kunststück, den oscarüberhäuften Vorgänger No Country for Old Men noch einmal zu übertreffen. Chapeau.
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Zu diesem Thema wurden insgesamt 25 Beiträge geschrieben.
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El Chupanebrey Filmchefchen 28.08.2008 17:31:37 #
Hnnnnnnng...Can't wait! Die Kritik schürt Erwartungen, die der Film hoffentlich erfüllt! Bis dahin heisst es *freu* 
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psg (Freelancer) (ehemals henker) 29.08.2008 17:48:42 #
El Chupanebrey Filmchefchen 09.10.2008 18:30:11 #
No Country For Old Men und Burn After Reading kann man nicht allzu gut vergleichen. Der oscarprämierte Film der Coens war genial gemacht und spannend, ihr neuester Film ist völlig verdreht und einfach saukomisch.
Der Filmkritiker Peter Travers erörterte das Phänomen des "Dumbing down" bei den Brüdern folgendermassen: Auf Blood Simple folgte Raising Arizona, auf Fargo The Big Lebowski und auf No Country For Old Men eben Burn After Reading. Dies zeige, dass Joel und Ethan Coen sich im Scheinwerferlicht der Academy nicht besonders wohlfühlen und lieber Spass beim Drehen anstatt Erfolg haben.
So wirkt auch Burn After Reading. Nicht nur sind die Figuren bzw. die Schauspieler völlig abgedreht und verrückt (teils sogar in bester Big Lebowski-Manier), sondern auch der Film verzettelt sich immer mehr in Verschwörungen, Verstrickungen und Betrügereien. Dennoch kommt man immer schön mit, wer jetzt durch welches Bettchen hüpft und wer wen erpressen bzw. umlegen will. Der Film ist enorm sicher und gut geschrieben und beschreibt auch einen schönen Spannungsbogen, der am Ende in ein mehrspuriges, furioses Finale mündet. J.K. Simmons kommt dabei herrlich witzig rüber. Heimlicher Held des Films ist aber weder er, noch Brad Pitt, noch George Clooney, sondern John Malkovich, der mit einer hervorragenden Choleriker-Tour-de-Force zu glänzen weiss.
Fazit: Burn After Reading hat zwar bei der Exposition etwas Mühe, gewinnt dann aber zusehends immer mehr an Fahrt und bringt den Zuschauer mehrmals dazu, laut zu lachen. Filmfreunde, die erst dank No Country For Old Men zu den Coens gefunden haben, werden vermutlich etwas Mühe mit dem Film haben, da überhaupt nichts Ernstes daran ist (zwei Filmkritiker vor mir, als wir das Kino verliessen: "Naja...velecht send d Erwartige z hoch gsi..."). "Es geht in erster Linie um Leute, die Scheisse bauen". So wurde es überall geschrieben und besser kann man es nicht formulieren. Deshalb würde ich meinen, dass The Big Lebowski-Fans an Burn After Reading Gefallen finden dürften. Der Oscar-Film der Coens war zwar objektiv gesehen besser, aber auch der neue, quasi ambitionslose Film verdient locker die 5,5 Sterne.
Ausführlichere Kritik
Das Filmjahr 2008 hats echt in sich!
[Editiert von El Chupanebrey am 2008-10-12 16:37:18]
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ebe (Redaktor) "Now... where was I?" 09.10.2008 19:31:17 #
Zitat El Chupanebrey (2008-10-09 18:30:11) "Es geht in erster Linie um Leute, die Scheisse bauen". So wurde es überall geschrieben
Wo denn sonst noch? Muss ich Plagiatsklage einreichen?!  
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El Chupanebrey Filmchefchen 09.10.2008 19:49:11 #
Zitat ebe (2008-10-09 19:31:17) Zitat El Chupanebrey (2008-10-09 18:30:11) "Es geht in erster Linie um Leute, die Scheisse bauen". So wurde es überall geschrieben
Wo denn sonst noch? Muss ich Plagiatsklage einreichen?!  
 
Deutsche Ausgabe des Rolling Stone und noch in zwei, drei Internetforen (ohne Outnow ), wenn ich mich nicht irre.
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El Chupanebrey Filmchefchen 09.10.2008 20:38:56 #
Nochmals zu "Dumbing down" und "Coens leben nicht für die Oscars":
1. Die entsprechende Textstelle aus dem Rolling Stone:
Zitat Peter Travers All the Academy Awards that Joel and Ethan Coen won for No Country for Old Men produced an unintended effect: It made the outlaw brothers respectable. That's got to be driving them nuts. (Have any Oscar winners ever looked more miserable on camera?) Luckily, the idiot-boy side of the Coens barrels out whenever prestige threatens to choke their rebel spirit. Blood Simple begat Raising Arizona, Barton Fink begat The Hudsucker Proxy, and Fargo begat (hello, stoner heaven) The Big Lebowski. For me, the only time the slide into silly didn't work was when The Man Who Wasn't There begat the twin low points in the Coen canon, Intolerable Cruelty and The Ladykillers.
2. Eine schöne Stelle aus dem Uncut-Interview mit den Coens:
Zitat Uncut Ethan: There's something very odd about it. It goes right in the Life Is Strange box. It was never an ambition to grow up and win an Academy Award, so when it happens you go, "Weird!" Joel: But it's great. Ethan: It is good - the physical award is so iconic. It's a shape everyone knows. You stick 'em there in the office... Joel: [Laughs] We could bowl with these things! Just line 'em up!
Do you like going to the Oscars? Joel: Well, you know the saying: "Once is an experiment, twice you're a pervert." It's interesting the first time, but to go back repeatedly... It's long and it's tedious. Ethan: There is a bar.
[Editiert von El Chupanebrey am 2008-10-09 20:41:21]
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ebe (Redaktor) "Now... where was I?" 09.10.2008 22:57:27 #
Zitat El Chupanebrey (2008-10-09 19:49:11) Zitat ebe (2008-10-09 19:31:17) Zitat El Chupanebrey (2008-10-09 18:30:11) "Es geht in erster Linie um Leute, die Scheisse bauen". So wurde es überall geschrieben
Wo denn sonst noch? Muss ich Plagiatsklage einreichen?!  
 
Deutsche Ausgabe des Rolling Stone und noch in zwei, drei Internetforen (ohne Outnow ), wenn ich mich nicht irre.
Meine Review ging einen Tag nach der Weltpremiere online. Ich glaub', ich ruf mal meinen Anwalt an... 
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El Chupanebrey Filmchefchen 10.10.2008 12:20:23 #
Zitat ebe (2008-10-09 22:57:27) Meine Review ging einen Tag nach der Weltpremiere online. Ich glaub', ich ruf mal meinen Anwalt an... 
(Angepasstes) Zitat von Lionel Hutz: "Maybe you should sue. Rolling Stone has deep pockets!" 
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muri (Redaktor) "I absolve you of your sins. Now get the fuck out" 18.10.2008 09:05:55 #
Schrille Komödie, die aber vor allem am Anfang einige Längen hat. Die Story kommt nur beschwerlich ins Rollen und wenn sie sich voll entfaltet hat, ist der Film auch schon bald wieder fertig.
Brad Pitt ist der absolute Höhepunkt des Films. Seine Figur ("All that Shit, is that your shit?") ist so dermassen komisch, dass er eigentlich bei jedem seiner Auftritte für Lacher sorgen kann. Ebenfalls toll fand ich John Malkovich, den ich gerne öfters in solchen Rollen sehen würde. George Clooney kann erst gegen Ende ein bisschen aufdrehen und Frances McDormand war klasse.
Die Dialoge zwischen David Rasche und JK Simmons im CIA-Büro waren dafür allererste Sahne.
Guter Film, hats schwer mit dem Erwartungsdruck aufgrund der euphorischen Kritiken, lässt den Zuschauber aber auch nach dem Film schmunzeln und gut gelaunt nach Hause gehen.
4.5 Sterne
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nick* Filmchefchen 02.11.2008 12:48:37 #
Zitat muri (2008-10-18 09:05:55) Schrille Komödie, die aber vor allem am Anfang einige Längen hat. Die Story kommt nur beschwerlich ins Rollen und wenn sie sich voll entfaltet hat, ist der Film auch schon bald wieder fertig.
Brad Pitt ist der absolute Höhepunkt des Films. Seine Figur ("All that Shit, is that your shit?") ist so dermassen komisch, dass er eigentlich bei jedem seiner Auftritte für Lacher sorgen kann. Ebenfalls toll fand ich John Malkovich, den ich gerne öfters in solchen Rollen sehen würde. George Clooney kann erst gegen Ende ein bisschen aufdrehen und Frances McDormand war klasse.
Die Dialoge zwischen David Rasche und JK Simmons im CIA-Büro waren dafür allererste Sahne.
Guter Film, hats schwer mit dem Erwartungsdruck aufgrund der euphorischen Kritiken, lässt den Zuschauber aber auch nach dem Film schmunzeln und gut gelaunt nach Hause gehen.
4.5 Sterne
Kann mich dieser Kritik voll und ganz anschliessen. Wenn ich eine über den Film schreiben würde, wäre das Ergebnis eine öde Kopie von muri's. Fasse mich deshalb nur ganz kurz: Ein Film, der meinen hohen Erwartungen nicht ganz gerecht wurde, mich aber trotzdem recht gut unterhielt und zum lachen brachte
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jon (Freelancer) ehemals (Dirty Harry) 04.11.2008 18:52:37 #
"Burn After Reading" ist sicher nicht der beste Film der Coens, weil er weder insgesamt noch im Detail völlig überzeugt und zu Beginn schlicht etwas zu wenig Stoff bietet. Trotzdem ist dies eine chaotische, unberechenbare Komödie mit herrlich absurdem Humor, die man allein dank einem grandiosen Brad Pitt mindestens zweimal ansehen kann. Spionagefilm einmal anders.
5 Sterne
jon's Wertung:  |
Jack R. Platzanweiser 05.11.2008 08:51:39 #
Wie habe ich den Film empfunden.... hmmm.... Der Film endet, womit er anfängt: Mit rein garnichts... Der Film bietet Spannung, Lacher und wenige Schockmomente, aber am Ende des Films fragt man sich: Hätten die 2 Stunden wirklich sein müssen? Keiner der Figuren hat über die Situation ein Überblick und bauen wirklich eine Scheise nach dem anderen, mehr aber nicht. Storymässig also recht schwach.
Ich bin recht enttäuscht trotz etwas zurückgebliebenem Brad Pit und Paranoidem George Clooney, sowie den anderen beiden tollen Schauspielern Frances McDormand, Tilda Swinton und John Malkovich. Aber weil einige Stellen im Film eben so amüsant und skurill waren gibt's dafür 4 Sterne.
[Editiert von Jack R. am 2008-11-06 12:53:41]
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El Chupanebrey Filmchefchen 05.11.2008 11:45:06 #
Und Frances McDormand wird mit keiner Silbe erwähnt. 
[Editiert von El Chupanebrey am 2008-11-05 11:45:18]
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Jack R. Platzanweiser 06.11.2008 12:54:27 #
Zitat El Chupanebrey (2008-11-05 11:45:06) Und Frances McDormand wird mit keiner Silbe erwähnt. 
Gewisse Leute muss man ja nicht erwähnen weil es ja selbstverständlich is *mich rausred*
Zufrieden?^^
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()=() Filmchefchen 08.11.2008 17:26:12 #
Wirklich sehr amüsant was hier Burn After Reading bietet. Der Film ist unterhaltsam, witzig und völlig durchgeknallt. Der Cast ist extrem Spielfreudig. Brad Pitt ist das Highlight des Filmes. Die Dialoge allgemein brachten immer wieder Lacher hervor.
()=()'s Wertung:  |
psg (Freelancer) (ehemals henker) 09.11.2008 15:50:00 #
Burn After Reading ist der absolute Hammer! Die Coen Brothers beweisen erneut (und wie schon lange nicht mehr), dass sie einfach die absoluten Meister des schwarzen Humors sind.
Das abgedrehte Drehbuch allein wäre schon spitze, doch dazu kommt noch ein famoses Ensemble, das mich vor allem dank Pitt und Malkovich schlicht umgehauen hat. Die gemeinsame Szene der beiden im Auto hat Kult-Potential und ist zum schieflachen.
Wie dann das ganze Chaos, das im Film entsteht, noch von den CIA-Männern kommentiert wird - so etwas können einfach nur die Coens.
Wenn sich die Coens auch in Zukunft auf diesem Spitzenniveau halten können, das sie sich ja mit ihrem Meisterwerk No Country For Old Men zurückerobert hatten, so werde ich nun sehnsüchtig jedes nächste Projekt der Brüder erwarten.
Für mich ganz klar eines der grossen Highlights im Kinojahr 2008.
psg's Wertung:  |
El Chupanebrey Filmchefchen 09.11.2008 18:26:56 #
Zitat psg (2008-11-09 15:50:00) Burn After Reading ist der absolute Hammer! Die Coen Brothers beweisen erneut (und wie schon lange nicht mehr), dass sie einfach die absoluten Meister des schwarzen Humors sind.
Das abgedrehte Drehbuch allein wäre schon spitze, doch dazu kommt noch ein famoses Ensemble, das mich vor allem dank Pitt und Malkovich schlicht umgehauen hat. Die gemeinsame Szene der beiden im Auto hat Kult-Potential und ist zum schieflachen.
Wie dann das ganze Chaos, das im Film entsteht, noch von den CIA-Männern kommentiert wird - so etwas können einfach nur die Coens.
Wenn sich die Coens auch in Zukunft auf diesem Spitzenniveau halten können, das sie sich ja mit ihrem Meisterwerk No Country For Old Men zurückerobert hatten, so werde ich nun sehnsüchtig jedes nächste Projekt der Brüder erwarten.
Für mich ganz klar eines der grossen Highlights im Kinojahr 2008.
Good man! 
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therad Filmchefchen 12.11.2008 00:03:15 #
ich verstehe den film nicht. es ist ein riesen durcheinander. der anfang ist langweilig. und wenn der film mal läuft, ist er auch schon wieder vorbei. die schauspielleistung an sich sind eigentlich sehr gut, allen voran brad pitt und john malkovich. ich habe mich aber, trotz der guten schauspieler, gelangweilt. und irgendwie habe ich das gefühl, dass die leute, die auch im kino waren, nur gelacht haben, weil der film von 2 oscarregiesseuren ist. man will ja nicht als trottel dastehen, also lacht man einfach. aber wahrscheinlich wollten die coens einfach nur zeigen, was sie von den geheimdiesten dieser welt halten. nämlich gar nix. wegen guten schauspielleistungen gebe ich 3 sterne
[Editiert von therad am 2008-11-12 00:04:22]
therad's Wertung:  |
psg (Freelancer) (ehemals henker) 12.11.2008 12:58:41 #
Zitat therad (2008-11-12 00:03:15) ich verstehe den film nicht. es ist ein riesen durcheinander.
Darum geht's ja genau...
psg's Wertung:  |
El Chupanebrey Filmchefchen 12.11.2008 18:16:32 #
Zitat therad (2008-11-12 00:03:15) und irgendwie habe ich das gefühl, dass die leute, die auch im kino waren, nur gelacht haben, weil der film von 2 oscarregiesseuren ist.
Nein, die Leute werden gelacht haben, weil der Film eine der am besten geschriebenen Komödien in letzter Zeit ist. Und wenn du die Coens mal in ihrer Gegenwart "Oscarregisseure" nennen würdest, dann würdest du auf eine starke Opposition stossen. Die Brüder machen imho Filme, weil es ihnen Spass macht (ihr Budget ist niemals schwindelerregend hoch) und das merkt man den Produkten jeweils auch an.
El Chupanebrey's Wertung:  |
therad Filmchefchen 12.11.2008 20:38:27 #
Zitat El Chupanebrey (2008-11-12 18:16:32) Nein, die Leute werden gelacht haben, weil der Film eine der am besten geschriebenen Komödien in letzter Zeit ist.
für mich ist die bestgeschriebene komödie immer noch a fish called wanda.
Zitat El Chupanebrey (2008-11-12 18:16:32) Und wenn du die Coens mal in ihrer Gegenwart "Oscarregisseure" nennen würdest, dann würdest du auf eine starke Opposition stossen.
es tut mir leid. ich wollte keinesfalls blasphemisch wirken. ich will dir aber zu bedenken geben, wie viele der zuschauer ins kino gegangen wären, wenn es sich nicht um 2 oscarregisseure handeln würde... dann hätte ausserhalb dieses forums wahrscheinlich niemand was von dem film mitbekommen. korrigier mich, falls ich unrecht habe. ich habe auch die letzte komödie der coens, ladykillers, im kino gesehen (insgesamt warens glaube ich 120 leute, die den film während seiner laufzeit im kino gesehen haben ), und komme zum schluss, dass sie dieses genre nicht so beherschen. intolerable cruelty war auch nicht das gelbe vom ei. okay, the big lebowski ist grosse klasse. aber der ist auch so eine mischung... sie beherschen das dramatisch-thrillerische eindeutig besser. fargo, miller's crossing, barton fink etc. sind alles grossartige filme. das siehst du hoffentlich auch so
Zitat El Chupanebrey (2008-11-12 18:16:32) Die Brüder machen imho Filme, weil es ihnen Spass macht (ihr Budget ist niemals schwindelerregend hoch) und das merkt man den Produkten jeweils auch an.
die geld- und spasssache ist wirklich lobenswert, wenn man bedenkt, was man aus 220millionen für den neuen bond gemacht hat.
[Editiert von therad am 2008-11-12 20:38:59]
therad's Wertung:  |
El Chupanebrey Filmchefchen 13.11.2008 17:24:10 #
Zitat therad (2008-11-12 20:38:27) Zitat El Chupanebrey (2008-11-12 18:16:32) Nein, die Leute werden gelacht haben, weil der Film eine der am besten geschriebenen Komödien in letzter Zeit ist.
für mich ist die bestgeschriebene komödie immer noch a fish called wanda.
Ich meinte so in den letzten paar Jahren, A Fish Called Wanda ist 20 Jahre alt. 
und komme zum schluss, dass sie dieses genre nicht so beherschen.
Das sehe ich überhaupt nicht so. Die Coens verstehen es meisterhaft, knackige und lustige Dialoge zu schreiben. Ihre Komödien sind nie wirklich schlecht, eigentlich meistens sogar sehr gut.
barton fink etc. sind alles grossartige filme. das siehst du hoffentlich auch so
Jep, deiner Meinung, wobei Barton Fink ja auch etwas Komisches an sich hat.
[Editiert von El Chupanebrey am 2008-11-13 17:26:30]
El Chupanebrey's Wertung:  |
db (Redaktor) "Welcome to the Desert of the Real..." 27.11.2008 00:08:52 #
kurzweilige Unterhaltung, nach dem bekannten überkonstruierten Kammerspielprinzip und mit vielen überzeichneten Figuren. Dank einigen durchaus amüsanten Szenen kann das teilweise recht unkoordiniert dahinplätschernde Gipfeltreffen der Superstars bis zum Schluss unterhalten und man verzeiht ihm auch, dass der eigentlich rote Faden in den hundert Subplotz beinahe ersäuft und doch einige Overacting-Szenen arg auf den Senkel gehen.
db's Wertung:  |
HomerSimpson Filmchefchen 03.12.2008 14:13:57 #
Ich war einer der Glücklichen die ein Duoticket zur Vorpremiere gestern gewonnen haben, und somit konnte ich schon eine Woche vor dem hiesigen Kinostart in den Genuss dieses Films kommen 
Was einem da präsentiert wird ist einfach nur geil. Ich habe noch nie eine so gute Komödie gesehen, die auch eine richtige Story hatte Dazu kommen die wirklich gut platzierten Jokes "Do you know how expensive this things are?" und die wirklich genialen Schauspieler. Okay, Brad Pitt wird ein wenig verheizt, dafür haben alle anderen Figuren wirklich super Momente. Eine Frage bleibt jedoch...wohin ist Tilda Swinton verschwunden? Die tauchte plötzlich nicht mehr auf...seltsam.
Fazit: Schwarzer und ultra trockener Humor mit einer Spitzencast und einem genialen Drehbuch.
HomerSimpson's Wertung:  |