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Beitrag The Magnificent Seven
The Magnificent Seven oder: Auf den Spuren der Samurai Shichinin no Samurai erschient 1954 und erzählte die Geschichte von sieben Samuraikämpfern, die sich zusammenschlossen, um ein kleines Dorf vor Banditen zu beschützen. Basierend auf diesem Filmklassiker von Akira Kurosawa verschob Regisseur John Sturges (The Great Escape) die Szenerie in den wilden Westen, machte aus den Samurai Westernhelden und landete damit einer der ganz grossen Erfolge der Filmgeschichte. Die Story ist ziemlich simpel, wird aber keine Minute langweilig. Die Charaktere der sieben Scharfschützen und Westernhelden sind sehr gut angelegt. Jeder hat genügend Zeit, seiner Figur Tiefe zu geben, aber über allen thront natürlich das Duo Yul Brynner und Steve McQueen. Ersterer übernimmt die Führung, redet mit tiefer und klarer Stimme (im Original) und steht fast majestätisch über seinen Kollegen. Den Zyniker hat Steve McQueen übernommen. Seine Sprüche, sein Grinsen und seine Art, auch in der aussichtslosesten Lage noch die Ruhe zu bewahren, machen ihn zum heimlichen Liebling des Films. Der Rest des imposanten Casts hat ebenfalls genügend Möglichkeiten, sich auszuzeichnen. Der junge Horst Buchholz als ungeduldiger und heissblütiger "Kid", der coole James Coburn als Messerwerfer oder auch Charles Bronson, der im Genre ja schon fast zuhause ist. Auch Bösewicht Eli Wallach (The Good, the Bad and the Ugly) glänzt in seiner Rolle. Witzig, dass er immer wieder den Kopf senken musste, um seine Pistole im Halfter zu versorgen. Und das nur, weil er diese Bewegung nicht so cool konnte, wie seine Partner.... Achtet mal darauf. Fazit: The Magnificent Seven ist natürlich ein Klassiker des Western-Genres und bringt eine relativ einfache Geschichte in über 120 Minuten so unter, dass es zu keiner Minute langweilig wird. Ein paar herrliche Sprüche sind dabei, Horst Buchholz gibt den Matador (die Szene stand übrigens nicht im Drehbuch) und Yul Brynner sorgte dafür, dass er immer ein wenig grösser dargestellt wurde, als seine Kollegen. Schlussendlich ists ein toller Western geworden, der noch einige Fortsetzungen nach sich zog, die aber allesamt nie mehr die Qualität des Originals erreichen konnten. Die erhältliche DVD hat ein informatives und interessantes Making-Of zu bieten, das in etwa 45 Minuten viel von der damaligen Zeit erzählt, die Recken zu Wort kommen lässt und auch ein bisschen hinter die Egos der Stars guckt. Wer dachte zum Beispiel, dass Steve McQueen und Horst Buchholz sich überhaupt nicht leiden konnten? Und das ist noch nicht alles, was hier an Infos geboten wird. Dazu gibt es Trailers des Originals und der Fortsetzungen und ein paar schöne Bildergalerien. Der Audiokommentar, unter anderem mit James Coburn und Eli Wallach ist zeitweise recht lustig, hat aber auch mit längeren Szenen zu kämpfen, in denen gar nichts geplaudert wird. Die technische Machart der DVD lässt sich sehen. Das Bild flackert zwar zwischendurch ein bisschen und bei den Szenenwechseln sieht man schön die farblichen Probleme, aber solche Sachen gehören einfach zu einem Film, der über 40 Jahre auf dem Buckel hat. Der Originalton ist hingegen gut gelungen, auch wenn man hier keine perfekte Qualität erwarten darf. |
Zitat muri (2008-08-28 07:31:00)
interessant ist in diesem zusammenhang, dass kurosawas film eine hommage an den amerikanischen western war. die samurai (bzw. ronin) hatten den pistolero also bereits in sich. |

