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Beitrag Rambo: First Blood Part II
Rambo: First Blood Part II oder: Fotosapharie mit Spezialprogramm Rambo First Blood stellte eine Person mit dem Namen John Rambo vor und etablierte gleichzeitig einen amerikanischen Volkshelden, der eine unbestrittene Kultfigur wurde, die sich, wie der Terminator, unauslöschbar in unserer Kultur verankert hat. Sylverster Stallone schaffte es, einen verletzlichen Einzelkämpfer darzustellen, mit dem sich die Amerikaner identifizieren konnten, und der sich zu jener Zeit nahtlos in die amerikanische Kultur und das Zeitalter von Roland Reagan einfügte. Rambo 2 festigte diese Ikone noch mehr. Während andere Hollywoodfilme die Armee demontierten, zeigte Rambo die positiven Seiten der Männer in Uniform, und dieser Patriotismus fand Anklang. Rambo durchlebte nach First Blood einige Veränderungen. Im erste Teil ging es primär um einen verbitterten Soldaten, der alle seine Freunde verloren hatte. Nachdem er im Krieg Ehre und Tod erlebt hatte, wurde er als Zivilist von der Gesellschaft nicht akzeptiert und äusserst schlecht behandelt. Rambo 2 ging andere Wege. Terminator-Regisseur James Cameron schrieb mit Stallone ein Drehbuch, welches das heisse Thema der 2500 Kriegsgefangenen aufgriff, welche noch immer in Vietnam schmorten. Dies gab Rambo die Möglichkeit, endlich seinen Krieg gewinnen zu können. Sie liessen den verletzlichen Kämpfer wieder seine Ehre finden und zu einer Kampfmaschine werden, die sich gegen jedes System stemmte und den Karren eigenhändig aus dem Dreck zog. Soweit der Hintergrund, der in Amerika, aber auch weltweit mit einem riesigen Erfolg an den Kinokassen resultierte. Rund zwanzig Jahre später und aus der Sicht eines Europäers ist das Ganze jedoch viel weniger prickelnd. So interessant der Einfluss des Filmes auch ist, ohne den geschichtlichen Hintergrund fällt der Film viel unspektakulärer aus und ist offensichtlich äusserst simpel gestrickt. Mann geht auf Mission, Mann wird im Stich gelassen und schlägt danach zurück. Zum simplen Plot kommt noch viel Patriotismus hinzu, kurzweilige sowie äusserst brutale, aber auch wegen des Alters recht holprig inszenierte Action runden das Paket ab. Letztendlich ist es aber eine Zelebrierung einer Ein-Mann-Armee, die durch nichts aufzuhalten ist und ohne Rücksicht auf Verluste ihre Mission erfüllt. Stallone verkörpert dabei den Kriegshelden nahezu perfekt, auch wenn er dafür den Golden Raspberry Award für das schlechteste Schauspiel erhielt. Fazit: Rambo 2 ist klar ein Actionfilm der 80er Jahre und zelebriert den unantastbaren Helden bis zum Exzess. An manchen Stellen streift er dabei arg nahe am Lächerlichen vorbei. Schliesslich wird aber alles geboten, was ein ordentlicher Actionfilm braucht und kombiniert kurzweilige/brutale Action mit einer linearen Handlung, viel Politik und Patriotismus. Marshall Murdock wird schnell zur Hassfigur, und durch die politische Botschaft und Rambos Leiden entwickelt sich auch eine Spannung, die mitreisst und bis zum Schluss - einen Actionfan jedenfalls - bei der Stange hält. In der Serie ist Rambo 2 aber auch der letzte Teil, der es noch geschafft hat, als Ganzes zu überzeugen und annähernd die Qualität von First Blood zu erreichen. Die Special Collectors Edition, welche die ganze Trilogie in einem Pack vereinigt, bietet den Film in der ungeschnittenen Fassung in einer äussert guten Bild- und Tonqualität. In keinem Moment sieht man dem Film - rein von der Präsentation her - an, wie alt er ist. Das Bonusmaterial fällt ebenfalls sehr üppig aus und setzt sich aus vielen Dokumentationen zusammen, welche auf den Einfluss von Rambo auf die amerikanische Kultur, die Produktion und die Entstehung eingehen. Die Berichte überschneiden sich inhaltlich, und man muss sich durch mehrere ähnliche Berichte sehen, um alle Informationen zu bekommen. Dennoch, sicher einen Blick wert. |
auch ein riesen rückschritt gegenüber dem unantastbaren ersten teil. leider. ziemlich schwach und so richtig pro-reagan freundlich, das einem die hutschnur hochgeht - gut mit teil 3 wurde das noch gesteigert... das beste: goldsmith' pfundige musik. |
an dem film fand ich echt nichts gutes. und es heisst ja dass stallone mit camerons skriptfassung nicht zufrieden war und alles in eigenregie umgeschriben hat. wenn man sich den film ansieht glaubt man das sofort. den james cameron würde kaum so ein bescheuertes drehbuch schreiben...schade drum |
Mit dem zweiten Teil ging es bergab. Ein seelenloses Actionspektakel, dass das Wort Patriotismus ganz dick unterstreicht. Amerikaner die Weltpolizei. |
ich musste mich schon immer über das sehr schräge setting amüsieren: die vietcong ziehen doch tatsächlich mit den verbliebenen amerikanischen POWs von dschungelcamp zu dschungelcamp ("holt mich hier raus, ich bin amerikaner!"). und das seit etwa 10 jahren! die scheinen ja echt nichts besseres zu tun zu haben... auch interessant die umkehrung der realen verhältnisse von anno dunnemal: die vietcong (und ihre verbündeten) sind waffentechnisch und zahlenmässig immer überlegen, haben aber gegen den perfekt angepassten dschungelkämpfer und seine simplen waffen (messer und bogen) keine chance... und den als mi 24 verkleideten puma sowie die vietcong in japanischen WK II uniformen waren noch lustiger als die sich als migs gebärdenden f-5 tiger in "top gun"... |
Zitat gargamel (2009-01-12 09:29:07)
na, die wurden doch auch subventioiert... |

